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Obstbäume richtig pflanzen & schneiden
Obstbäume richtig pflanzen – so geht’s
Beste Pflanzzeit:
Winterharte Obstbäume wie Apfel, Birne, Zwetschke, Kirsche & Co pflanzt man am besten im Herbst oder Frühjahr. Dann haben sie genug Zeit, kräftige Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen, bevor der Sommer kommt.
Standort und Platz:
Obstbäume brauchen Sonne! Achten Sie auch auf ausreichend Raum – auch kleine Bäumchen aus dem Topf können später groß werden. Lassen Sie sich im Gartencenter über den benötigten Pflanzabstand beraten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Rasen entfernen: Grasnarbe mit einer Schaufel abheben. Übrig gebliebene Stücke können an kahlen Stellen im Rasen wiederverwendet werden.
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Pflanzloch ausheben: Etwa 1½-mal so breit und tief wie der Wurzelballen. Boden lockern, damit die Wurzeln leichter anwachsen. Bei schwerem undruchlässigen Boden eine Drainageschicht einfüllen.
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Baum einsetzen: Wurzeln leicht auflockern, Baum gerade einsetzen und mit frischer Erde oder Kompost auffüllen. Der Stamm darf nicht mit Erde bedeckt werden!
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Baum befestigen: Einen Holzpfahl schräg gegen die Windrichtung einschlagen und den Baum mit Juteband oder Kokosgarn in einer 8er-Schleife anbinden. Befestigung regelmäßig kontrollieren.
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Gießrand und Mulch: Einen kleinen Erdwall um den Stamm formen, damit Wasser besser versickert. Eine Mulchschicht (bspw. Gartenfasern oder Rindenmulch) schützt die Baumscheibe vor Trockenheit und Unkraut.
- Pflege: In der Anwuchsphase regelmäßig gießen. Ab dem zweiten Jahr jährlich schneiden und mit organischem Dünger versorgen, um das Wachstum und die Fruchtbildung zu fördern. Im Winter schützt ein weißer Stammanstrich vor Frostrissen und Sonnenbrand. Bei Bedarf engmaschigen Draht oder Kunstroffmanschatte anbringen, als Schutz vor Wildverbiss.
Der richtige Schnittzeitpunkt bei Obstbäumen
Das Ziel beim Schneiden von Obstbäumen ist es, gesunde, vitale Bäume zu erhalten, die reichlich Früchte tragen. Durch gezielten Rückschnitt fördern Sie Licht- und Luftdurchlässigkeit: entfernen Sie alte oder schwache Triebe und steuern so das Wachstum neuer Äste.
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Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) wird meist im Spätsommer oder Winter geschnitten, um Wassertriebe zu reduzieren und die Fruchtqualität zu steigern.
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Steinobst (Pfirsich, Marille, Zwetschke) wird direkt nach der Ernte geschnitten, oft auch während der Blüte, um die zukünftigen Fruchttriebe klar zu erkennen.
Idealerweise wächst der Baum in pyramidaler Form, so dass die Krone stabil ist und Licht alle Früchte erreicht.
Steinobst schneiden (Marille, Pfirsich, Zwetschke & Co.)
Der Schnitt erfolgt am besten direkt nach der Ernte.
Profitipp: Bei Pfirsich und Nektarine ist ein Schnitt während der Blüte empfehlenswert. Nur in dieser Zeit können Sie die Fruchttriebe eindeutig erkennen – da diese Arten zur extremen Fruchtbildung neigen, ist es wichtig, gezielt einzugreifen.
Kernobst schneiden (Apfel, Birne, Quitte)
Früher: Traditionell wurden Apfel, Birne und Quitte in den Wintermonaten (Jänner bis März) geschnitten, also noch vor dem Austrieb.
Heute: Viele Fachleute empfehlen den Spätsommer (August–September).
- Vorteil: Die Wundheilung ist besser, da es warm und trocken ist.
- Es entstehen weniger Wassertriebe.
- Krankheiten haben weniger Chancen, da die Schnittstellen schneller abtrocknen.
Ausnahme: Direkt nach der Pflanzung führen Sie einen Pflanzschnitt durch. So stellen Sie ein Gleichgewicht zwischen Krone und Wurzeln her.
So schneiden Sie einen Obstbaum richtig
Egal ob Kernobst oder Steinobst – die grundlegenden Regeln beim Schneiden sind gleich. Wichtig ist eine scharfe, saubere Baum- oder Astschere, damit die Schnittwunden glatt und klein bleiben.
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Auslichtungsschnitt: Wo kein Ast mehr wachsen soll, schneiden Sie direkt an der Astgabelung.
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Nach innen wachsende Äste: Entfernen Sie sie großzügig, damit Licht ins Kroneninnere gelangt.
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Totholz entfernen: Schneiden Sie abgestorbene Äste so weit zurück, bis die Schnittstelle wieder einen grünen Ring zeigt.
- Wassertriebe (steile, senkrechte Äste): Diese kannst du einkürzen – etwa auf zwei Drittel – und zwar knapp über einer nach außen gerichteten Knospe. Alternativ kannst du sie waagrecht anbinden.
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Kreuzende Äste: Wenn sich Äste gegenseitig behindern oder scheuern, entferne den schwächeren komplett.
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Knospen beachten: Schneide stets ca. 5 Millimeter über einer nach außen gerichteten Knospe, ohne diese zu verletzen. So bestimmst du aktiv die Wuchsrichtung der neuen Äste.
Mit der Zeit entwickelt sich so eine gleichmäßige, pyramidenförmige Krone, die stabil ist, viel Licht einfängt und reichlich Früchte trägt.
Alte Obstbäume richtig schneiden
Bei jüngeren Obstbäumen genügt meist der reguläre Rückschnitt. Doch bei alten Bäumen (ab ca. 15 Jahren) sind spezielle Schnittmaßnahmen gefragt:
- Ableiten: Ältere Triebe werden auf jüngere Seitentriebe zurückgesetzt.
- Überbauungen entfernen: Überlagernde Äste werden herausgenommen, um die Krone zu öffnen.
- Auslichten: So verhindern Sie, dass die Krone zu dicht wird und Früchte im Inneren nicht mehr ausreifen.
Gerade bei alten Bäumen ist Fingerspitzengefühl gefragt – hier lohnt sich oft die Beratung durch Fachleute.
Schutz vor Schädlingen nicht vergessen
Ein gesunder Schnitt ist wichtig, aber auch die Baumpflege nach dem Rückschnitt sollten Sie beachten.
- Gegen Schädlinge wie den Frostspanner helfen Leimringe oder Leimsprays.
- Sie verhindern, dass die Schädlinge über den Stamm in die Krone gelangen.
- Am besten bringen Sie die Leimringe im Herbst an und kontrollieren sie regelmäßig.
So bleibt Ihr Baum nicht nur gut in Form, sondern auch gesund.
Obstbaum schneiden leicht gemacht
Ob Apfel, Birne, Quitte oder Steinobst – mit dem richtigen Schnittzeitpunkt und ein paar klaren Handgriffen stärken Sie Ihre Obstbäume und sichern sich eine reiche Ernte.
Junge Bäume brauchen einen regelmäßigen Erziehungsschnitt, ältere Bäume etwas mehr Fingerspitzengefühl. Aber keine Sorge: Obstbäume sind robust und verzeihen kleine Fehler – wichtig ist nur, dass sie regelmäßig geschnitten werden.
In unserer Videoanleitung zeigen wir Ihen Schritt für Schritt, wie’s geht. Und wenn Sie sich Unterstützung wünschen, hilft Ihnen unsere Starkl-Gartengestaltung gerne weiter.
Obstbaum Krankheiten
Obstbäume neigen manchmal zu Krankheiten. Hier finden Sie eine kurze Übersicht und weiterführende Links, zu den häufigsten Krankheitsbildern bei Obstbäumen:
- Schorf (z. B. Apfelschorf, Birnenschorf) → dunkle, rissige Flecken auf Blättern und Früchten.
- Mehltau (Echter und Falscher Mehltau) → weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Früchten.
- Monilia-Fruchtfäule (Spitzendürre, Monilia-Lagerfäule) → braune, faulende Früchte mit typischen konzentrischen Sporenringen.
- Feuerbrand → bakterielle Krankheit, Blätter und Blüten welken und sehen „verbrannt“ aus.
- Kräuselkrankheit (vor allem bei Pfirsichen, Nektarinen, Mandeln) → stark verkrüppelte und verfärbte Blätter.
- Obstbaumkrebs → eingesunkene, rissige Stellen an Rinde und Ästen, Baum wird geschwächt.
- Rostkrankheiten (z. B. Birnenrost) → gelb-orange Flecken auf Blättern, oft mit Pilzüberträger (Wacholder).
- Bakterienbrand (z. B. bei Kirsche, Pflaume) → dunkle, eingesunkene Stellen an Trieben und Rinde.
- Blattläuse → gekräuselte Blätter, Honigtau-Ausscheidungen, geschwächte Triebe.
Häufig gestellte Fragen zu "Obstbäume richtig schneiden"
Ohne Schnitt wächst das Obstgehölz so dicht, dass die Früchte klein bleiben. Neben dem Ziel hochwertige Früchte zu produzieren, ist der Schnitt wichtig für einen gleichmäßigen Ertrag über Jahre hinweg und für die Erziehung der Baumform. Deshalb entfernt man beim Obstbaumschnitt neben Totholz auch über die Jahre blühfaul gewordenes Holz: Ein Trieb ohne Blüten setzt auch keine Früchte an.
Kernobst wie Apfel, Birne und Quitte wird meist im Spätsommer oder Winter geschnitten, um Wassertriebe zu reduzieren und die Fruchtqualität zu steigern. Steinobst wie Pfirsich, Marille und Zwetschke wird direkt nach der Ernte geschnitten. Schneiden Sie die Obstbäume an frostfreien, trockenen Tagen mit Temperaturen von 5 bis 10 °C.
Bei Pfirsich und Nektarine ist ein Schnitt während der Blüte empfehlenswert – nur in dieser Zeit kann man die Fruchttriebe eindeutig erkennen, da diese Arten zur extremen Fruchtbildung neigen. Steinobst ist zudem anfälliger für Pilzinfektionen an Winterschnittstellen – Sommerschnitt nach der Ernte ist daher die sicherere Wahl.
Direkt nach der Pflanzung führen Sie einen Pflanzschnitt durch. So stellen Sie ein Gleichgewicht zwischen Krone und Wurzeln her. Der erste Obstbaumschnitt sollte immer nach dem Pflanzen geschehen. Wenn Sie den Fokus bei Ihren Pflanzen zunächst auf das Wachstum statt auf die Ernte legen möchten, entfernen Sie die ersten Blüten.
Wassertriebe sind steile, senkrechte Äste, die Sie einkürzen können – etwa auf zwei Drittel – knapp über einer nach außen gerichteten Knospe. Alternativ können Sie sie waagrecht anbinden. Wenn Sie einen Obstbaum kräftig zurückschneiden, bilden sich auf der Oberseite der Triebe oft zahlreiche Wasserschosser – entfernen Sie diese frühzeitig, damit die Wunden noch vor dem Winter verheilen.
Bei alten Bäumen ab ca. 15 Jahren sind spezielle Schnittmaßnahmen gefragt: Ältere Triebe werden auf jüngere Seitentriebe zurückgesetzt, überlagernde Äste werden herausgenommen, um die Krone zu öffnen. Gerade bei alten Bäumen ist Fingerspitzengefühl gefragt – hier lohnt sich oft die Beratung durch Fachleute.
Winterharte Obstbäume wie Apfel, Birne, Zwetschke, Kirsche & Co pflanzt man am besten im Herbst oder Frühjahr. Dann haben sie genug Zeit, kräftige Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen, bevor der Sommer kommt.
Das Pflanzloch sollte etwa eineinhalb Mal so breit und tief sein wie der Wurzelballen. Lockern Sie den Boden, damit die Wurzeln leichter anwachsen. Bei schwerem, undurchlässigem Boden empfiehlt sich das Einfüllen einer Drainageschicht.
Schlagen Sie einen Holzpfahl schräg gegen die Windrichtung ein und binden Sie den Baum mit Juteband oder Kokosgarn in einer 8er-Schleife an. Die Befestigung sollte regelmäßig kontrolliert werden. Der Pfahl schützt den jungen Baum vor Wind und gibt den Wurzeln die nötige Standfestigkeit beim Anwachsen.
Gegen Schädlinge wie den Frostspanner helfen Leimringe oder Leimsprays – sie verhindern, dass die Schädlinge über den Stamm in die Krone gelangen. Am besten bringen Sie die Leimringe im Herbst an und kontrollieren Sie sie regelmäßig.
Zu den häufigsten Krankheitsbildern bei Obstbäumen zählen: Schorf (dunkle, rissige Flecken auf Blättern und Früchten), Mehltau (weißer, mehliger Belag), Monilia-Fruchtfäule (braune, faulende Früchte), Feuerbrand (Blätter und Blüten welken wie verbrannt), Kräuselkrankheit (vor allem bei Pfirsich), Obstbaumkrebs (eingesunkene, rissige Stellen an Rinde und Ästen) sowie Blattläuse.
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