Pfirsiche
Ein reifer Pfirsich, direkt vom eigenen Baum gepflückt und noch warm von der Sonne – das ist ein Geschmackserlebnis, das Supermarktware nicht annähernd erreichen kann. Handelspfirsiche werden unreif geerntet, damit sie den Transport überstehen; der volle Zucker- und Aromagehalt entfaltet sich aber erst am Baum. Wer einmal einen selbst geernteten Pfirsich gegessen hat, möchte keinen anderen mehr.
Standort
Pfirsiche sind wärmeliebend und gedeihen am besten an einem vollsonnigen, windgeschützten Standort. An einer wärmespeichernden Südwand als Spalier gezogen profitieren sie von der gespeicherten Wärme, sind besser vor Spätfrösten geschützt und reifen gleichmäßiger aus. In exponierten, kühlen Lagen ist eine geschützte Wandposition nahezu Pflicht.
Schnitt – das Wichtigste beim Pfirsich
Pfirsiche tragen ausschließlich an einjährigen Trieben – das bedeutet: jeder Trieb trägt genau einmal Früchte. Im dritten Jahr eines Triebs werden kaum noch Blütenknospen angelegt. Regelmäßiger Rückschnitt ist daher keine Kür, sondern Pflicht für eine gute Ernte. Den Schnitt am besten kurz vor dem Laubaustrieb im zeitigen Frühjahr durchführen. Das Ziel: alte Fruchttriebe entfernen und junge, einjährige Triebe als Ersatz heranziehen.
Kräuselkrankheit
Pfirsiche sind anfällig für die Kräuselkrankheit (Taphrina deformans) – eine Pilzkrankheit, die das Blattwerk verformt und verfärbt. Wichtig zu wissen: Sie hat keinerlei Auswirkung auf die Früchte. Die Krankheit lässt sich einfach und effektiv vor dem Blattaustrieb mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel bekämpfen. Eine Behandlung im Jahr reicht in der Regel aus.
Selbstbefruchter
Die meisten Pfirsichsorten sind selbstfruchtbar – eine einzige Pflanze genügt für eine Ernte.