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PflanzenschutzTiere im Garten

Schädlinge bekämpfen (Blattläuse & Co)


Mai - September
Blattläuse, Spinnmilben & Co: Wie Sie Ihre Pflanzen wirksam schützen.
Blattläuse, Spinnmilben & Co

Wie Sie Ihre Pflanzen wirksam schützen

Sobald die Temperaturen steigen, beginnt nicht nur das Wachstum der Pflanzen – auch Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge wie die grüne Reiswanze (> ausführlicher Blogbeitrag), weiße Fliege, Thripse und Spinnmilben werden aktiv. Sie setzen sich auf Blätter und Knospen und können Pflanzen innerhalb kurzer Zeit stark schwächen. Wer seine Pflanzen erhalten möchte, sollte frühzeitig reagieren und gezielt handeln.

Schnell reagieren ist entscheidend

In jedem Fall gilt: Handeln Sie sofort, sobald Sie einen Befall bemerken. Diese Schädlinge verschwinden nicht von selbst – im Gegenteil, sie vermehren sich schnell und richten oft massive Schäden an, bis kaum noch etwas von der Pflanze übrig ist. Je früher Sie eingreifen, desto einfacher ist die Bekämpfung.

Dabei müssen Sie nicht zwingend zur chemischen Keule greifen. Es gibt zahlreiche umweltfreundliche und biologisch unbedenkliche Methoden, die sich auch in der Nähe von Haustieren und Kindern anwenden lassen.


Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen & Co 

Natürliche Schädlingsbekämpfung durch Nützlinge

Das Herzstück eines naturnahen Gartens ist die Förderung von Nützlingen. Diese natürlichen Gegenspieler halten Schädlinge im Gleichgewicht.

Hilfreich ist es, im Garten gezielt Lebensräume zu schaffen – etwa durch Totholzecken oder sogenannte Insektenhotels. Diese bieten Unterschlupf für Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und viele weitere Helfer.

Gerade auf Balkonen und Terrassen fehlen diese Nützlinge häufig, da ihnen natürliche Nistplätze fehlen. Insektenhotels sind daher ein wichtiger Beitrag zum biologischen Pflanzenschutz und zur Artenvielfalt.

Sollten sich keine Nützlinge von selbst ansiedeln, können diese im Gartencenter bestellt und gezielt eingesetzt werden. Die Tiere werden dann passend zum Schädling ausgewählt und direkt nach Hause geliefert. Der Einsatz von regenerativen Mikroorganismen unterstützt ebenfalls die Ansiedlung von Nützlingen. 


Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen & Co 

Welche Nützlinge helfen? 

Welche Nützlinge helfen gegen welche Schädlinge. Die gängisten Nützlinge sind: 

  • Marienkäfer: Fressen vor allem Blattläuse in großen Mengen – sowohl die Käfer als auch ihre Larven sind sehr gefräßige „Blattlausjäger“.
  • Florfliegenlarven: Sehr effektive Räuber, die Blattläuse, Thripse, Spinnmilben und auch kleine Raupen fressen.
  • Schlupfwespen: Legen ihre Eier direkt in oder an Schädlinge (z. B. Blattläuse oder Schildläuse). Die Larven entwickeln sich im Schädling und töten ihn dadurch gezielt.
  • Raubmilben: Winzige Nützlinge, die vor allem Spinnmilben, Thripse und deren Eier auf Pflanzenblättern aktiv aufsuchen und aussaugen.
  • Nematoden (Fadenwürmer): Leben im Boden und befallen dort die Larven vieler Schädlinge (z. B. Dickmaulrüssler oder Gartenlaubkäfer). Sie dringen in die Larven ein und stoppen deren Entwicklung, wodurch diese absterben.

Kleine Würmer - grosse Wirkung!

Nematoden – unsichtbare Helfer im Boden

Nematoden, auch Fadenwürmer genannt, gehören zu den artenreichsten Tiergruppen weltweit. Diese mikroskopisch kleinen Organismen leben im Boden und werden gezielt zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt.

Sie wirken gegen zahlreiche Boden- und Pflanzenschädlinge wie:

  • Schnecken
  • Dickmaulrüssler
  • Gartenlaubkäfer (Engerlinge)
  • Maulwurfsgrillen
  • Wiesenschnaken
  • Apfelwickler

Die Nematoden dringen in die Larven der Schädlinge ein und nutzen sie zur Vermehrung, wodurch diese rasch absterben. Wichtig ist: Erwachsene Käfer werden nicht bekämpft - daher ist oft eine mehrjährige Anwendung sinnvoll, um die Population nachhaltig zu reduzieren.

Die Anwendung ist einfach: Die Nematoden werden mit Wasser gemischt und als Gießlösung ausgebracht. Danach übernimmt die Natur die Arbeit.


Beratung einholen! 

Schädlingsbekämpfung mit Spritzbrühen

Bei starkem Befall oder wenn Nützlinge nicht mehr ausreichen, können biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Diese sollten jedoch immer gezielt und fachgerecht angewendet werden.

Eine Beratung im Gartencenter ist dabei unbedingt empfehlenswert. Viele Präparate sind wirkungsvoll, aber nicht universell einsetzbar. Entscheidend sind richtige Dosierung und passende Anwendung – denn auch biologische Mittel sind keine Allzwecklösung.

Wichtig ist daher: Bringen Sie im Idealfall Fotos der befallenen Pflanze und der Schädlinge mit, damit eine genaue Diagnose möglich ist.

Natürlicher Versuch

Hausmittel gegen Blattläuse

Neben einigen bereits fertig angemischten biologischen Mitteln aus dem Fachhandel helfen auch einfache Hausmittel sehr gut weiter.

Schmierseife

Eine bewährte Variante ist eine Lösung aus Schmierseife. Dabei wird die Seife – sowohl in flüssiger als auch in fester Form – mit Wasser verrührt. Als Netzmittel für eine bessere Haftung auf den Blättern kann zusätzlich ein kleiner Schuss Geschirrspülmittel beigefügt werden.

Für die Mischung benötigt man etwa einen halben Block Schmierseife auf einen Liter Wasser. Bei der flüssigen Variante entspricht dies ungefähr einem Kochlöffel auf diese Wassermenge.

Die Lösung wird bei bedecktem Himmel tropfnass auf die Pflanzen gesprüht und kann grundsätzlich bei den meisten Pflanzenarten angewendet werden.

Oreganosud

Ein einfaches, biologisches Mittel gegen Blattläuse ist Oreganosud. Dafür benötigen Sie:

  • frischen Oregano (1–2 Hände voll)
  • 1 Liter Wasser
  • einen Topf
  • eine Sprühflasche

Für die Zubereitung geben Sie ein bis zwei Hände voll Oregano in einen Topf und übergießen diesen mit einem Liter heißem Wasser. Anschließend lassen Sie den Sud zugedeckt etwa 30 Minuten ziehen.

Sobald der Sud abgekühlt ist, seihen Sie die Pflanzenteile ab. Danach kann die fertige Lösung direkt verwendet und die Pflanzen damit besprüht werden. Achten Sie darauf, die befallenen Pflanzen bei bedecktem Himmel tropfnass zu behandeln.

Sollten Pflanzen immer wieder von Blattläusen befallen werden, empfiehlt sich zusätzlich eine Oregano-Unterpflanzung. Diese kann helfen, die lästigen Läuse auf natürliche Weise fernzuhalten.

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