Nektarinen
Die Nektarine ist eine Naturselektion des Pfirsichs – genetisch kaum unterschiedlich, aber mit einer glatten, glänzenden Schale statt der samtigen Pfirsichhaut. Das Fruchtfleisch ist saftig, intensiv süßlich-aromatisch, und die Früchte lassen sich ohne das leicht pelzige Mundgefühl der Pfirsichschale direkt genießen. Im eigenen Garten, reif gepflückt in der Sommersonne, übertrifft die Nektarine alles, was der Handel anbieten kann.
Standort
Nektarinen sind wärmeliebend und gedeihen am besten an einem vollsonnigen, windgeschützten Standort – idealerweise an einer wärmespeichernden Südwand als Spalier. Dort schützt die Wand vor Spätfrösten, die den früh öffnenden, zartrosa Blüten gefährlich werden können, und die gespeicherte Wärme fördert die Fruchtreife und den Zuckergehalt der Früchte.
Drillingsknospen – was das bedeutet
Nektarinen bilden sogenannte Drillingsknospen: Immer drei Knospen sitzen nebeneinander – zwei davon sind Blattknospen, eine ist die Fruchtknospe. Beim Schnitt ist das wichtig zu wissen: Nur wenn alle drei Knospen erhalten bleiben, entwickelt sich auch die Frucht. Einzeln stehende Knospen sind in der Regel reine Blattknospen und tragen keine Früchte.
Schnitt
Den Schnitt am besten im Sommer nach der Ernte durchführen – so sind frische Wunden weniger anfällig für Pilzkrankheiten als bei einem Winterschnitt. Regelmäßig alte Fruchttriebe durch junge, einjährige Triebe ersetzen, da Nektarinen hauptsächlich am einjährigen Holz tragen.
Selbstbefruchter
Die meisten Nektarinensorten sind selbstfruchtbar – eine einzige Pflanze reicht für eine Ernte.