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Stauden & Gräser richtig schneiden
Was sind Stauden?
Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile nach der Vegetationsperiode absterben. Sie verholzen nicht - im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern.
Eine Ausnahme bilden hier Halbsträucher wie bspw. der Lavendel. Halbsträucher verholzen im unteren Bereich, während die oberen Triebe krautig, frisch bleiben und im Winter absterben.
Stauden überwintern mit Ihren Wurzeln, Knollen oder Rhizomen im Boden und treiben im Frühjahr neu aus.
Wann schneidet man Stauden?
Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist eher eine Zeitspanne.
Sie beginnt im November und endet ca. Mitte März. Der Zeitpunkt hängt auch von der jeweiligen Witterung ab. Herrscht ein starker Winter, greift man später zur Schere. Über die kalten Wintermonate lässt man die Stauden gerne stehen. Sie dienen als wichtiger Unterschlupf für Insekten sowie Nahrungsquelle für Nützlinge und sind darüber hinaus auch noch dekorativ.
Der Schnittzeitpunkt hängt auch von der jeweiligen Staude ab.
Ende Februar bis Ende März/April, spätestens vor Beginn des neuen Austriebs, solltet ihr die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen.
So schneidet man Stauden richtig
Man schneidet Stauden in etwa 10 cm über den Boden zurück. Manche Pflanzen haben bis zum Winter bereits alle Blätter verloren, hier kann man nur im Beet aufräumen oder die abgestorbenen Blätter als Mulchmaterial liegen lassen.
Es ist wichtig, dass man mit dem Rückschnitt nicht allzu lange wartet, da sonst die neuen Triebe im Frühjahr bereits beim Schneiden stören, oder verletzt werden können. Beobachtet hier eure Pflanzen und entscheidet je nach Witterungslage.
Stauden, die einen Frühlingsschnitt mögen
Bei Stauden sterben deren oberirdische Pflanzenteile nach der Vegetationsperiode ab. Viele der Stauden lässt man über den Winter stehen. Einerseits, um Insekten eine Überwinterung zu ermöglichen, anderereseits bieten die Blütenstände einen schöne Struktur über den Winter im Garten.
Im späten Winter/Frühjahr erfolgt der Rückschnitt dieser abgestorbenen Pflanzenteile.
Zu diesen Stauden zählen beispielweise die Fetthenne, Garten-Salbei, Sonnenhut, Prachtkerze und viele, viele mehr.
Stauden, die nach der Blüte geschnitten werden
Manche Stauden werden bereits im Herbst geschnitten. Das dient dazu - wie bei stark wuchernden Stauden - Platz zu schaffen, eine etwaige Selbstaussaat zu verhindern oder Pilzerkrankungen vorzubeugen.
Dazu zählen beispielsweise Rittersporn, Phlox, Frauenmantel, Pfingstrosen, Katzenminze.
Solltest du vergessen haben diese Stauden im Herbst zu schneiden, keine Sorge: Auch im zeitigen Frühjahr können diese bedenkenlos geschnitten werden. Entferne einfach alle abgestorbenen Pflanzenteile und Blütenstände.
Gräser richtig schneiden
Ziergräser sind pflegeleicht – aber der richtige Rückschnitt zur richtigen Zeit entscheidet darüber, ob sie im Frühjahr kräftig neu austreiben.
Sommergrüne Gräser, darunter Pampasgras (Cortaderia), Federborstengras (Pennisetum), Federgras (Stipa) und Chinaschilf (Miscanthus), werden einmal im Jahr auf etwa 10–15 cm zurückgeschnitten.
Der ideale Zeitpunkt ist Ende Februar bis Mitte März – sobald der stärkste Frost vorbei ist, aber bevor der neue Austrieb beginnt.
Wer zu früh schneidet, riskiert Frostschäden an den jungen Trieben; wer zu spät schneidet, hemmt das Wachstum.
Starkl Tipp: Bündeln Sie die Halme vor dem Schnitt mit einem Gummiband oder Seil – das spart Zeit. Als Werkzeug eignen sich eine scharfe Heckenschere oder eine Handsäge bei älteren, verholzten Horsten wie dem Pampasgras.
Immergrüne Gräser - nicht schneiden!
Immergrüne Gräser wie Seggen (Carex) oder Schwingel (Festuca) werden nicht zurückgeschnitten, sondern nur ausgelichtet – also vorsichtig durchgekämmt, um abgestorbene Halme zu entfernen.
Beim beliebten Stipa (Mädchenhaargras) scheiden sich die Geister. Manche schwören darauf, diese nur auszuputzen - andere schneiden sie jedes Jahr (wie die sommergrünen Gräser) komplett hinunter. Beide Varianen haben ihre Berechtigung.
Lavendel richtig schneiden
Lavendel, wie im Video ersichtlich, zählt zu den Halbsträuchern und wird ebenfalls im zeitigen Frühjahr geschnitten (in der Regel Feburar bis März, jedenfalls vor dem Neuaustrieb!). Hier werden ca 2/3 der Pflanze abgeschnitten, um einen gesunden Nachwuchs zu fördern. Macht man das nicht, verholzt die Pflanze mit der Zeit.
Wichtig: Dabei nicht zu tief ins alte Holz schneiden! Schneidet ein Stück über dem Austrieb des Vorjahres. Verholzte und vertrocknete Pflanzenteile können ganz weggeschnitten werden.
Egal welchen Zeitpunkt man wählt, man sollte sich mit einer scharfen Schere ans Werk machen und schon kann die Pflanze wieder üppig wachsen.
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