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Kräuselkrankheit - Das kann man tun!
Was ist die Kräuselkrankheit?
Die Kräuselkrankheit wird durch den Pilz Taphrina deformans verursacht. Sie betrifft vor allem Steinobstbäume wie Pfirsiche, Nektarinen, Mandeln und (in seltenen Fällen auch) Marillen..
Der Pilz befällt die Blätter der Bäume und sorgt dafür, dass diese sich kräuseln, rot und später braun werden. Die betroffenen Blätter fallen frühzeitig ab, was das Wachstum und die Fruchtentwicklung stark beeinträchtigt. Ist ein Baum über mehrere Jahre hinweg stark befallen, kann dies sogar zu einem Absterben des Baumes führen.
Aie man dabei vorgeht!
Wer seine befallenen Pflanzen langfristig gesund erhalten möchte, muss unbedingt schon im Januar mit der Behandlung beginnen (besser noch: schon ab November möglich!).
Der Pilz breitet sich zu Beginn des Jahres besonders aus und kann sich rasch auf die gesamte Pflanze auswirken. Eine frühe Behandlung ist entscheidend, um den Pilzbefall zu stoppen und den Bäumen die nötige Unterstützung zu geben. Vorbeugen ist also besser als heilen!
Behandlung vor dem Knospenöffnen
Die Bekämpfung des Pilzes muss unbedingt VOR dem Öffnen der Knospen erfolgen!
Dazu sollte das Wetter stabil und ideal für das Spritzen sein: Die Temperaturen sollten über 5 Grad Celsius liegen, es sollte windstill und mindestens einen Tag lang trocken sein. So kann das Mittel effektiv einwirken und der Pilz wird frühzeitig bekämpft.
Wie behandelt man die Kräuselkrankheit?
Eine wirksame Behandlung erfolgt mit Pflanzenstärkungsmitteln, die besonders biologisch und umweltfreundlich sind. Ein Kupfermittel ist hierbei eine gute Wahl, um die Bäume vor Pilzbefall zu schützen. Die erste Behandlung sollte spätestens im Januar erfolgen (auch schon früher möglich) – und hier ist es wichtig, das Mittel großflächig auf den betroffenen Baum aufspritzen. Achte darauf, alle betroffenen Stellen zu behandeln, da der Pilz auch an den Rinden und Zweigen haften kann.
Frühjahrsbehandlung: Pflanzenstärkungsmittel und Düngen
Zusätzlich zur ersten Behandlung im Winter solltest du im Frühling Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von Ackerschachtelhalm verwenden. Diese natürlichen Mittel unterstützen die Pflanze dabei, ihre Widerstandskraft zu stärken und die Schäden durch den Pilz zu reparieren. Zudem empfiehlt es sich, im Frühling zu düngen, um die Bäume mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und sie auf die neue Saison vorzubereiten.
Wenn die Blätter sich doch kräuseln...
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass sich die Blätter dennoch kräuseln. Keine Panik! Entferne im Frühjahr nach dem Austrieb alle befallenen Blätter so früh wie möglich, um eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Schneide auch alle deformierten Triebspitzen ab. Diese Teile solltest du unbedingt über den Restmüll entsorgen und nicht kompostieren, um eine weitere Verbreitung des Pilzes zu vermeiden.
> Schau gern auch in unser Video, hier haben wir noch ein paar Tipps für dich zusammen gefasst.
Vorbeugung ist alles
Neben der Behandlung ist auch die richtige Standortwahl entscheidend, um einem Befall vorzubeugen. Stelle deine Bäume an einen sonnigen, luftigen Platz, damit die Blätter nach Regen schnell abtrocknen können. Achte darauf, dass die Krone des Baumes nicht zu dicht wächst, da eine zu hohe Luftfeuchtigkeit das Pilzwachstum begünstigen kann.
Die Kräuselkrankheit ist eine ernstzunehmende Bedrohung für deine Pfirsich-, Nektarinen- und andere Steinobstbäume. Doch mit einer frühzeitigen Behandlung und der richtigen Pflege kannst du deinen Bäumen helfen, gesund zu bleiben und die kommenden Jahre gut zu überstehen.
Bleib dran und handle rechtzeitig – deine Bäume werden es dir danken!
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