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Dickmaulrüssler - So erkennst du ihn und wirst ihn los!
Wer ist der Dickmaulrüssler?
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) ist ein etwa zehn Millimeter großer, schwarz gefärbter Käfer. Er ist nachtaktiv und ernährt sich von den Blättern verschiedener Pflanzen wie Rhododendron, Kirschlorbeer, Buchsbaum und Rosen.
Seine Larven hingegen leben im Boden und fressen an den Wurzeln, was zu Kümmerwuchs oder sogar zum Absterben der Pflanzen führen kann.
Schadbild erkennen
Ein typisches Anzeichen für einen Befall sind halbkreisförmige Fraßspuren an den Blatträndern, der sogenannte Buchtenfraß.
Bei starkem Larvenbefall zeigen Pflanzen zudem Welkeerscheinungen oder Wachstumsstörungen. In schweren Fällen können sie absterben.
Diese Pflanzen sind beim Dickmaulrüssler besonders beliebt
Der Dickmaulrüssler befällt vor allem folgende Pflanzen:
- Hecken & Sträucher: Hortensien, Azaleen, Kamelien, Buchsbaum, Liguster, Eibe, Weigelie, Rhododendron, Portugiesische Lorbeerkirsche (Prunus lusitanica Angustifolia) und Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
- Rosen
- Clematis
- Stauden: Funkien (Hosta), Primeln, Astilben, Bergenien, Storchschnabel
- Nutzpflanzen: Erdbeeren, Weinreben
- Kübelpflanzen: Mandevilla, Engelstrompete
Besonders gefährlich sind die Larven, die an den Wurzeln fressen und so Pflanzen stark schädigen oder sogar absterben lassen.
Effektive Bekämpfungsstrategien gegen den Dickmaulrüssler
1. Absammeln der Käfer
Da die erwachsenen Käfer nachtaktiv sind, können Sie sie in den Abendstunden mit einer Taschenlampe aufspüren und absammeln. Das Absammeln der Käfer ist ab 22 Uhr am effektivsten, da sie zu dieser Zeit am aktivsten sind. Zusätzlich kann das Abschütteln der Käfer eine hilfreiche Methode sein. Dazu einfach bei Einbruch der Dunkelheit den Boden rund um die Pflanze mit einer Unterlage abdecken. Ab 22 Uhr die Pflanze vorsichtig kräftig durchschütteln – die Käfer lassen sich fallen, wenn sie aufgeschreckt werden, und können dann bequem von der Abdeckung aufgesammelt werden.
2. Förderung natürlicher Feinde
Vögel, Igel und Laufkäfer zählen zu den natürlichen Feinden des Dickmaulrüsslers. Schaffen Sie in Ihrem Garten Lebensräume für diese Nützlinge, indem Sie beispielsweise Hecken, Laubhaufen oder Totholzbereiche anlegen.
3. Bodenpflege und Mulchen
Ein gesunder, gut gepflegter Boden stärkt Ihre Pflanzen und macht sie weniger anfällig für Schädlinge. Durch Mulchen können Sie zudem das Mikroklima im Boden verbessern und es den Larven erschweren, sich zu entwickeln.
4. Pflanzenschutzmittel zum Vertreiben
Es gibt zwei biologische Mittel, die gegen den Rüssler gespritzt werden können – nicht, um ihn zu vernichten, sondern um ihn zu vertreiben:
Neemöl und Planteen können einmal pro Woche angewendet werden. Diese Mittel verändern den Geschmack der Pflanzen, sodass der Rüssler das Interesse verliert. Wir empfehlen hier besonders Planteen, da es keine anderen nützlichen Insekten beeinträchtigt. Zusätzlich gibt es Aktivstaub, der bedingt helfen kann – allerdings ist er nicht offiziell als Mittel gegen den Rüssler anerkannt.
5. Einsatz von Nematoden:
Eine biologische und sehr effektive Methode ist der Einsatz von HM-Nematoden (Fadenwürmer). Diese mikroskopisch kleinen Helfer dringen in die Larven des Dickmaulrüsslers ein und töten sie von innen heraus. Die Anwendung erfolgt idealerweise im Frühjahr (April/Mai) und im Spätsommer (August/September), wenn die Bodentemperatur mindestens 12 °C beträgt. Achten Sie darauf den Boden während und nach der Anwendung feucht zu halten, damit sich die Nematoden optimal ausbreiten können.
Passende Nematoden können Sie bei uns im Gartencenter bestellen. Sobald die Temperaturen optimal sind, werden die kleinen Helfer direkt nach Hause geschickt.
Achtung: Dies gilt nur für die Nützlings-Bestellkarte! Nematoden, die wir frisch für Kunden ins Geschäft bestellen, müssen vor Ort abgeholt werden.
Wichtig: Nematoden vertragen keine Hitze und sollten nicht bei Temperaturen von 30 °C oder mehr ausgebracht werden. Im Spätsommer (September/Oktober) sind die Bedingungen meist ideal. August ist in der Regel noch zu warm, um die Nematoden sicher auszubringen.
Vorbeugende Maßnahmen
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Pflanzenauswahl: Setze auf weniger anfällige Pflanzenarten oder -sorten, um das Risiko eines Befalls zu minimieren.
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Kontrolle von Neupflanzungen: Untersuche neue Pflanzen gründlich auf Anzeichen eines Befalls, bevor du sie in deinen Garten setzt.
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Vermeidung von Monokulturen: Eine vielfältige Bepflanzung kann helfen, das Ausbreiten des Dickmaulrüsslers einzudämmen.
Mit diesen Tipps und Maßnahmen sind Sie bestens gerüstet, um dem Dickmaulrüssler in Ihrem Garten erfolgreich entgegenzutreten. Bleiben Sie dran und beobachten Sie regelmäßig Ihre Pflanzen – so können Sie schnell reagieren und größere Schäden verhindern. Wenn Sie Fragen haben beraten wir Sie gerne in einem unserer Starkl Gartencenter. Nehmen Sie am besten Fotos mit und kommen Sie damit zu uns.
Häufig gestellte Fragen zum Thema "Dickmaulrüssler"
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) ist ein etwa 10–14 mm großer, dunkel gefärbter, nachtaktiver Käfer. Da er sich tagsüber versteckt, sieht man ihn selten direkt. Das typische Erkennungszeichen sind halbkreisförmige Fraßspuren an den Blatträndern – der sogenannte Buchtenfraß. Wer nachts mit einer Taschenlampe in den Garten geht, kann die Käfer ab etwa 22 Uhr direkt an den Pflanzen beobachten.
Die Larven des Dickmaulrüsslers leben im Boden und sind dort unsichtbar. Erste Hinweise sind Welkeerscheinungen, Kümmerwuchs oder plötzliches Absterben von Pflanzen trotz ausreichender Wasserversorgung. Gräbt man den Wurzelbereich auf, findet man dort weiße, fußlose, gebogen liegende Larven. Diese sind gefährlicher als die adulten Käfer, da sie die Wurzeln direkt abfressen.
Bevorzugte Wirtspflanzen sind Rhododendron, Kirschlorbeer, Buchsbaum, Hortensien, Azaleen, Kamelien, Rosen, Clematis und Eiben. Bei Stauden trifft es häufig Funkien, Primeln, Astilben und Storchschnabel. Auch Nutzpflanzen wie Erdbeeren und Weinreben sowie Kübelpflanzen wie Mandevilla und Engelstrompete sind betroffen.
Es gibt Pflanzen, die er erfahrungsgemäß verschmäht – darunter Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Gräser wie Pampasgras oder Rutenhirse sowie Edeldistel und Oleander. Wer anfällige Pflanzen mit solchen Arten kombiniert oder auf weniger beliebte Sorten setzt, kann das Risiko eines Befalls deutlich reduzieren.
Beides ist sinnvoll, aber die Larvenbekämpfung ist entscheidend, da die Larven den größten Schaden anrichten. Adulte Käfer lassen sich durch Absammeln in der Nacht oder Klebefallen reduzieren, sind aber mit Mitteln kaum direkt zu töten. Die Larven im Boden hingegen können sehr wirksam mit Nematoden bekämpft werden.
HM-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die gezielt in die Larven des Dickmaulrüsslers eindringen und diese von innen abtöten. Sie sind für Menschen, Tiere und Nutzpflanzen völlig ungefährlich und können bedenkenlos auch im Gemüse- und Obstgarten eingesetzt werden. Sind alle Larven abgetötet, nimmt die Nematodenpopulation von selbst wieder ab – ein gewisser Langzeitschutz bleibt dennoch bestehen.
Nematoden wirken am besten im Frühjahr (April/Mai) und im Spätsommer (August/September), wenn die Bodentemperatur mindestens 12 °C beträgt. Der August ist oft noch zu warm für einen sicheren Versand und Einsatz – September/Oktober ist in der Regel der zuverlässigere Termin. Bei Temperaturen über 30 °C oder unter 5 °C überleben Nematoden den Transport nicht und werden daher nicht verschickt.
Nematoden werden in Wasser aufgelöst und über eine Gießkanne oder einen Schlauch gleichmäßig auf den befeuchteten Boden aufgebracht. Der Boden sollte während und nach der Anwendung für 6–8 Wochen feucht gehalten werden, damit sich die Nematoden optimal ausbreiten und langfristig wirken können. Direkte Sonneneinstrahlung während der Ausbringung vermeiden – die Tiere reagieren empfindlich auf UV-Licht.
Ja. Über die STARKL Nützlings-Bestellkarte können passende Nematoden bestellt und direkt nach Hause geliefert werden – sobald die Temperaturen für einen sicheren Versand geeignet sind. Frisch bestellte Nematoden für die direkte Abholung im Geschäft können nicht versendet werden und müssen vor Ort abgeholt werden.
Neemöl und Planteen können einmal pro Woche auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Sie wirken nicht abtötend, verändern aber den Geschmack der Pflanzen so, dass der Rüssler das Interesse verliert. STARKL empfiehlt besonders Planteen, da es keine nützlichen Insekten beeinträchtigt. Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Nematodenfallen mit Steinernema carpocapsae, die tagsüber unter befallenen Pflanzen ausgelegt werden und die nachtaktiven Käfer direkt befallen.
Am besten ab 22 Uhr mit einer Taschenlampe – zu dieser Zeit sind die Käfer am aktivsten. Eine bewährte Methode: Den Boden rund um die Pflanze mit einer Unterlage abdecken und die Pflanze kräftig durchschütteln. Die Käfer lassen sich fallen und können bequem von der Unterlage aufgesammelt werden. Alternativ helfen Blumentöpfe gefüllt mit Holzwolle als Versteck – die Käfer verkriechen sich tagsüber darin und können täglich eingesammelt werden.
Neue Pflanzen vor dem Einpflanzen sorgfältig auf Anzeichen eines Befalls kontrollieren, da Larven häufig über Containerpflanzen eingeschleppt werden. Eine vielfältige Bepflanzung und die gezielte Förderung natürlicher Feinde wie Vögel, Igel und Laufkäfer helfen, den Druck dauerhaft niedrig zu halten. Laubhaufen, Totholzbereiche und Hecken im Garten schaffen Lebensraum für diese nützlichen Tiere.
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