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Gesunder Boden – die Basis für kräftige Pflanzen im Garten
Was einen idealen Gartenboden ausmacht
Als optimal gilt ein humoser, sandiger Lehmboden mit einer lockeren, krümeligen Struktur und einem Humusgehalt von etwa drei bis sechs Prozent. Diese Zusammensetzung sorgt für:
- gute Durchlüftung der Wurzeln
- hohe Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit
- ein aktives Bodenleben
So können Pflanzen Nährstoffe bedarfsgerecht aufnehmen und sich gesund entwickeln. Aber wie erreicht man diesen "idealen Gartenboden".
Hier ein paar Tipps:
Die Basis jeder Bodenverbesserung
Bevor Maßnahmen gesetzt werden, sollte der Ist-Zustand bekannt sein. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über Bodenart, pH-Wert, Kalkbedarf sowie über die Versorgung mit Phosphor, Kalium und Magnesium. Der ideale Zeitpunkt für die Probenentnahme ist der Spätherbst, nach der Ernte. Bei auffälligen Mangelerscheinungen empfiehlt sich zusätzlich eine Analyse von Spurenelementen.
Die Ergebnisse ermöglichen eine gezielte und nachhaltige Bodenpflege.
Natürlich & Nachhaltig
Beim Düngen gilt: Weniger ist oft mehr. Viele Gartenböden sind bereits gut versorgt, Überdüngung schadet Pflanzen, Bodenleben und Umwelt. Statt mineralischer Mehrnährstoffdünger ist biologischer Langzeitdünger reifer Kompost die beste Wahl im Naturgarten.
Eine jährliche Gabe von bis zu drei Litern Kompost pro Quadratmeter versorgt die meisten Gartenpflanzen mit ausreichend Nährstoffen und fördert gleichzeitig den Humusaufbau. Starkzehrer können bei Bedarf zusätzlich organisch mit Stickstoff (z. B. Hornspänen oder Bio-Langzeitdünger) unterstützt werden.
Das Bodenleben schützen
Ein gesunder Boden braucht Ruhe. Leichte und mittlere Böden müssen in der Regel nicht umgegraben werden. Stattdessen reicht es, die obere Schicht wenige Zentimeter tief zu lockern. Das erhält die natürliche Bodengare und schützt Mikroorganismen.
Nur schwere Ton- und Lehmböden sollten gelegentlich tief gelockert werden, am besten spät im Jahr, um Frost und Witterung zur natürlichen Bodenlockerung zu nutzen.
Schutz & Nahrung für den Boden
Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub oder Ernteresten schützt den Boden vor Austrocknung, Erosion und Temperaturstress. Gleichzeitig dient sie als Nahrung für Bodenorganismen.
Zusätzlich sollte jede freie Fläche mit Gründüngungspflanzen begrünt werden. Diese verhindern Nährstoffauswaschung, verbessern die Bodenstruktur und fördern die Humusbildung. Besonders geeignet sind:
- winterharte Arten wie Spinat, Luzerne oder Winterraps
- sommerliche Gründüngung wie Phacelia, Sonnenblumen oder Erbsen
Regeneration statt Bodenermüdung
Eine durchdachte Fruchtfolge hält Boden und Pflanzen gesund. Pflanzen aus derselben Familie sollten erst nach drei bis vier Jahren wieder am selben Standort angebaut werden. Besonders wertvoll sind Erbsen oder Bohnen, da sie Stickstoff im Boden anreichern.
Auch Blumen wie Gerbera und Getreide können helfen, Schädlinge und bodenbürtige Krankheiten zu reduzieren und die Bodengesundheit langfristig zu verbessern.
Gemüse braucht viele Nährstoffe
Während der klassische Gartenboden mit den oben genannten Maßnahmen gut zurecht kommt, muss man im Gemüsebeet meistens nachlegen! Vor allem Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Zucchini benötigt eine besonders hohe Nährstoffversorgung, um kräftig zu wachsen und eine reiche Ernte zu liefern. Damit Gemüse optimal gedeiht, empfiehlt sich der Einsatz eines Boden-Verbesserers. Dieser enthält wertvolle organische Substanzen sowie natürlich wirkende Mineralstoffe, fördert die dauerhafte Bodenfruchtbarkeit, verbessert nachhaltig die Bodenstruktur und versorgt das Bodenleben mit wichtigen Spurenelementen.
Zur zusätzlichen Stärkung der Pflanzen und zur Unterstützung im Umgang mit Pilzkrankheiten und Schädlingen hat sich außerdem der Einsatz von effektiven Mikroorganismen bewährt.
Kompost - das Gold des Gartens!
Für Gärtner ist der Komposthaufen das Herzstück jedes naturnahen Gartens. Die regelmäßige Zugabe von Kompost kurbelt das Wachstum an, sorgt für üppige Ernten und stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen. Dieser wertvolle Humus – auch als „schwarzes Gold" bezeichnet – entsteht ganz ohne Kosten direkt im eigenen Garten.
Kompost ist der wertvollste natürliche Dünger für Ihr grünes Reich! Herbstlaub, Rasenschnitt, Bio-Abfälle aus der Küche und Gartenunkraut – all diese vermeintlichen „Abfälle" sind wahre Delikatessen für Bodenlebewesen und Mikroorganismen.
Zwei Helfer für perfekten Kompost:
- Urgesteinsmehl: Optimiert die Bodenstruktur, reichert den Kompost mit wichtigen Spurenelementen an und neutralisiert unangenehme Gerüche.
- Kompostbeschleuniger: Beschleunigt den Zersetzungsprozess, erhöht die Komposttemperatur und fördert die rasche Humusbildung.
Wie man Kompost richtig anlegt, erklären wir bald, also unbedingt unseren Newsletter abonnieren und mehr erfahren!
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