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Pflegetipps

Stauden & Gräser richtig schneiden


Jänner - Dezember
Ein Schnitt im Frühling sorgt für üppiges Wachstum. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.
Begriffsklärung

Was sind Stauden?

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile nach der Vegetationsperiode absterben. Sie verholzen nicht - im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern.

Eine Ausnahme bilden hier Halbsträucher wie bspw. der Lavendel. Halbsträucher verholzen im unteren Bereich, während die oberen Triebe krautig, frisch bleiben und im Winter absterben. 

Stauden überwintern mit Ihren Wurzeln, Knollen oder Rhizomen im Boden und treiben im Frühjahr neu aus

ZEITPUNKt

Wann schneidet man Stauden?

Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist eher eine Zeitspanne.

Sie beginnt im November und endet ca. Mitte März. Der Zeitpunkt hängt auch von der jeweiligen Witterung ab. Herrscht ein starker Winter, greift man später zur Schere. Über die kalten Wintermonate lässt man die Stauden gerne stehen. Sie dienen als wichtiger Unterschlupf für Insekten sowie Nahrungsquelle für Nützlinge und sind darüber hinaus auch noch dekorativ.

Der Schnittzeitpunkt hängt auch von der jeweiligen Staude ab.

Ende Februar bis Ende März/April, spätestens vor Beginn des neuen Austriebs, solltet ihr die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen.

So wird geschnitten

So schneidet man Stauden richtig

Man schneidet Stauden in etwa 10 cm über den Boden zurück. Manche Pflanzen haben bis zum Winter bereits alle Blätter verloren, hier kann man nur im Beet aufräumen oder die abgestorbenen Blätter als Mulchmaterial liegen lassen. 

Es ist wichtig, dass man mit dem Rückschnitt nicht allzu lange wartet, da sonst die neuen Triebe im Frühjahr bereits beim Schneiden stören, oder verletzt werden können. Beobachtet hier eure Pflanzen und entscheidet je nach Witterungslage.

 

Frühjahrsschnitt

Stauden, die einen Frühlingsschnitt mögen

Bei Stauden sterben deren oberirdische Pflanzenteile nach der Vegetationsperiode ab. Viele der Stauden lässt man über den Winter stehen. Einerseits, um Insekten eine Überwinterung zu ermöglichen, anderereseits bieten die Blütenstände einen schöne Struktur über den Winter im Garten.

Im späten Winter/Frühjahr erfolgt der Rückschnitt dieser abgestorbenen Pflanzenteile.

Zu diesen Stauden zählen beispielweise die Fetthenne, Garten-Salbei, Sonnenhut, Prachtkerze und viele, viele mehr. 

 

HErbstschnitt

Stauden, die nach der Blüte geschnitten werden

Manche Stauden werden bereits im Herbst geschnitten. Das dient dazu - wie bei stark wuchernden Stauden - Platz zu schaffen, eine etwaige Selbstaussaat zu verhindern oder Pilzerkrankungen vorzubeugen

Dazu zählen beispielsweise Rittersporn, Phlox, Frauenmantel, Pfingstrosen, Katzenminze.

Solltest du vergessen haben diese Stauden im Herbst zu schneiden, keine Sorge: Auch im zeitigen Frühjahr können diese bedenkenlos geschnitten werden. Entferne einfach alle abgestorbenen Pflanzenteile und Blütenstände. 

Pampas, Lampenputzer & CO

Gräser richtig schneiden 

Ziergräser sind pflegeleicht – aber der richtige Rückschnitt zur richtigen Zeit entscheidet darüber, ob sie im Frühjahr kräftig neu austreiben.

Sommergrüne Gräser, darunter Pampasgras (Cortaderia), Federborstengras (Pennisetum), Federgras (Stipa) und Chinaschilf (Miscanthus), werden einmal im Jahr auf etwa 10–15 cm zurückgeschnitten.

Der ideale Zeitpunkt ist Ende Februar bis Mitte Märzsobald der stärkste Frost vorbei ist, aber bevor der neue Austrieb beginnt.

Wer zu früh schneidet, riskiert Frostschäden an den jungen Trieben; wer zu spät schneidet, hemmt das Wachstum.

Starkl Tipp: Bündeln Sie die Halme vor dem Schnitt mit einem Gummiband oder Seil – das spart Zeit. Als Werkzeug eignen sich eine scharfe Heckenschere oder eine Handsäge bei älteren, verholzten Horsten wie dem Pampasgras.

Nur ausputzen! 

Immergrüne Gräser - nicht schneiden! 

Immergrüne Gräser wie Seggen (Carex) oder Schwingel (Festuca) werden nicht zurückgeschnitten, sondern nur ausgelichtet – also vorsichtig durchgekämmt, um abgestorbene Halme zu entfernen.

Beim beliebten Stipa (Mädchenhaargras) scheiden sich die Geister. Manche schwören darauf, diese nur auszuputzen - andere schneiden sie jedes Jahr (wie die sommergrünen Gräser) komplett hinunter. Beide Varianen haben ihre Berechtigung. 

Sonderform: Halbsträucher

Lavendel richtig schneiden

Lavendel, wie im Video ersichtlich, zählt zu den Halbsträuchern und wird ebenfalls im zeitigen Frühjahr geschnitten (in der Regel Feburar bis März, jedenfalls vor dem Neuaustrieb!). Hier werden ca 2/3 der Pflanze abgeschnitten, um einen gesunden Nachwuchs zu fördern. Macht man das nicht, verholzt die Pflanze mit der Zeit.

Wichtig: Dabei nicht zu tief ins alte Holz schneiden! Schneidet ein Stück über dem Austrieb des Vorjahres. Verholzte und vertrocknete Pflanzenteile können ganz weggeschnitten werden.

Egal welchen Zeitpunkt man wählt, man sollte sich mit einer scharfen Schere ans Werk machen und schon kann die Pflanze wieder üppig wachsen.

 

 

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Gräser und Stauden richtig schneiden"

Nicht zwingend – aber ein gezielter Rückschnitt fördert kräftigen Neuaustrieb, üppige Blüte und Gesundheit. Wenn die Triebspitzen entfernt werden, verzweigt sich der Haupttrieb an der Schnittstelle und die Staude bildet neue Seitentriebe – sie wächst üppiger, blüht reicher und wird standfester. Wer gar nicht schneidet, hat kein Drama, aber über die Jahre zunehmend veraltete, weniger blühfreudige Pflanzen.

Der richtige Zeitpunkt ist eher eine Zeitspanne – sie beginnt im November und endet ca. Mitte März. Spätestens vor Beginn des neuen Austriebs sollten abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden. Der optimale Zeitpunkt ist im Frühjahr, wenn die ersten Zwiebelblüher aus der Erde lugen – dann ist die Gefahr schwerer Fröste weitgehend vorbei und neue Triebe sind noch klein genug, um nicht beim Schnitt verletzt zu werden.

Viele Stauden haben neben sommerlicher Pracht auch einen schönen Winteraspekt zu bieten und sind in der kalten Jahreszeit ein willkommener Unterschlupf für Insekten. Nicht wenige Insekten überwintern in hohlen oder markhaltigen Pflanzenstängeln – ein zu früher Rückschnitt könnte diese wichtigen Lebensräume zerstören. Außerdem schützen die stehen gelassenen Triebe die Wurzeln vor Frost.

Stauden, bei denen Pilzkrankheiten oder starke Selbstaussaat ein Problem sind, profitieren vom Herbstschnitt. Krankheitsanfällige Stauden wie Phlox oder Rittersporn schneidet man im Herbst. Auch Katzenminze, Frauenmantel und Pfingstrosen können nach der Blüte zurückgeschnitten werden, um Platz zu schaffen und Pilzbefall vorzubeugen. Wer es vergessen hat, keine Sorge: Auch im zeitigen Frühjahr können diese bedenkenlos geschnitten werden.

Man schneidet Stauden in etwa 10 cm über den Boden zurück. Manche Pflanzen haben bis zum Winter bereits alle Blätter verloren – hier kann man nur aufräumen oder abgestorbene Blätter als Mulchmaterial liegen lassen. Wichtig: nicht zu spät starten, sonst stören neue Triebe beim Schnitt.

Sommergrüne Gräser wie Pampasgras, Federborstengras, Federgras und Chinaschilf werden einmal im Jahr auf etwa 10–15 cm zurückgeschnitten. Der ideale Zeitpunkt ist Ende Februar bis Mitte März – sobald der stärkste Frost vorbei ist, aber bevor der neue Austrieb beginnt. Tipp: Halme vor dem Schnitt mit einem Gummiband bündeln – das spart viel Zeit.


Nein – hier gilt eine andere Regel. Immergrüne Gräser wie Seggen (Carex) oder Schwingel (Festuca) werden nicht zurückgeschnitten, sondern nur ausgelichtet – also vorsichtig durchgekämmt, um abgestorbene Halme zu entfernen. Ein harter Rückschnitt würde diese Gräser dauerhaft schädigen.

Lavendel ist ein Halbstrauch und ein Sonderfall: Er wird im zeitigen Frühjahr (Februar bis März, vor dem Neuaustrieb) um etwa zwei Drittel zurückgeschnitten. Wichtig ist dabei, nicht zu tief ins alte Holz zu schneiden – der Schnitt sollte knapp über dem Austrieb des Vorjahres angesetzt werden. Verholzte und vertrocknete Pflanzenteile können ganz weggeschnitten werden. Ohne regelmäßigen Schnitt verholzt Lavendel stark und blüht immer weniger.

Wenn Sie vorhaben, das Schnittgut zu häckseln, ist es sehr wichtig, es zuvor einige Tage liegen zu lassen. Das verschafft den darin überwinternden Insekten Zeit, in Ruhe ihr schützendes Winterquartier zu verlassen. Krankes Pflanzenmaterial (z.B. von Phlox oder Lenzrosen mit Pilzbefall) gehört in die Biotonne – nicht auf den Kompost. 

Ja – zumindest für viele Arten ist das kein Problem. Es ist wichtig, dass man mit dem Rückschnitt nicht allzu lange wartet, da sonst die neuen Triebe im Frühjahr bereits beim Schneiden stören oder verletzt werden können. Bei blühenden Stauden aber aufpassen: ein zu später Schnitt kann die laufende Blüte unterbrechen.

Für die meisten Stauden genügt eine scharfe Gartenschere oder Rosenschere. Für größere, verholzte Horste wie Pampasgras empfiehlt sich eine Heckenschere oder Handsäge. Als Werkzeug eignen sich eine scharfe Heckenschere oder eine Handsäge bei älteren, verholzten Horsten wie dem Pampasgras. Die Schere sollte sauber und scharf sein – stumpfe Klingen quetschen das Gewebe und begünstigen Krankheiten.

Schneiden Sie Stauden erst im Frühjahr zurück, schützt das Laub die Pflanze vor Frostschäden. Außerdem schenken Sie Insekten mit einem späten Schnitt wertvolle Rückzugsorte. Wer zu früh schneidet, riskiert Frostschäden an frischen Trieben. Wer zu spät schneidet, verletzt bereits gewachsene neue Triebe. Die goldene Mitte: schneiden, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind und die ersten Knospen sichtbar werden.

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