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PflanzenschutzPflegetipps

Wühlmäuse loswerden - Diese Pflanzen helfen gegen die Schädlinge!


März - Oktober
Wühlmäuse (Arvicolinae) sind ungeliebte Gartengäste. Lesen Sie, welche Pflanzen sie gar nicht mögen und welche weiteren Wege helfen, die Plagegeister los zu werden. 

Wühlmäuse (Arvicolinae) zählen zu den unbeliebtesten Gartengästen: Sie nagen an Wurzeln, lassen Obstbäume umkippen und dezimieren die Karottenernte. Wer sie einmal im Garten hat, wird sie oft nur schwer wieder los – die Schäden entstehen meist unsichtbar unter der Erde und werden häufig erst im Frühjahr sichtbar, wenn Pflanzen plötzlich kümmern, welken oder sich leicht aus dem Boden ziehen lassen. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame, natürliche Methoden, mit denen Sie Ihre grüne Oase verteidigen können.

Erst richtig erkennen

Wühlmaus oder Maulwurf?

Bevor Sie aktiv werden, sollten Sie sicher unterscheiden können, wen Sie tatsächlich im Garten haben. Wühlmäuse erkennt man an flachen, ovalen Erdhaufen mit seitlich liegenden Eingängen – beschädigte Gänge werden meist schon innerhalb von 24 Stunden wieder verschlossen. Der Maulwurf hinterlässt hingegen kuppelförmige, höhere Erdhaufen mit offenen Gängen.

Das ist auch rechtlich entscheidend: Die Wühlmaus ist als Schädling eingestuft und darf bekämpft werden, der Maulwurf hingegen steht unter Naturschutz – seine Bekämpfung ist verboten.

Generell gilt zudem: Auch bei der Wühlmaus sollte verhältnismäßig vorgegangen werden, wilden Tieren darf nicht ohne vernünftigen Grund Schaden zugefügt werden. Sanfte, biologische Methoden sollten daher immer der erste Schritt sein.

Das riecht der Wühlmaus nicht! 

Welche Pflanzen vertreiben Wühlmäuse?

Wühlmäuse haben eine sehr empfindliche Nase und meiden bestimmte Gerüche zuverlässig. Diesen Umstand können Sie sich gezielt zunutze machen:

Fritillaria imperialis

Kaiserkronen

Die Kaiserkrone ist die bekannteste Wühlmaus-Abwehrpflanze: Diese bis zu 100 cm hohen Zwiebelpflanzen schrecken durch ihren intensiven Geruch zuverlässig ab und bevorzugen einen sonnigen Standort mit durchlässiger Erde. Achtung: Die Pflanze ist giftig – Vorsicht bei Kleinkindern und Haustieren.


Melilotus officinalis

Steinklee

Diese krautige, oft zweijährige Pflanze ist eine bekannte Heilpflanze mit starkem Duft, der Wühlmäuse in die Flucht schlagen kann.


Euphorbia lathyris

Kreuzblättrige Wolfsmilch

auch „Wühlmaus-Wolfsmilch" genannt, gilt als besonders effektiv: Wühlmäuse meiden ihre Wurzeln und Triebe. Sie ist wintergrün, sät sich selbst aus – und ist ebenfalls giftig.


Allium sativum

Knoblauch

Knoblauch ist nicht nur gesund, sondern auch ein effektives Mittel gegen Wühlmäuse. Die ätherischen Öle in den Pflanzen vertreiben die Schädlinge.


(Sambucus nigra

Schwarzer Holunder

Der beliebte Beerenstrauch soll ebenfalls eine abschreckende Wirkung haben. Perfekt, wenn Sie ohnehin gerne Holunderbeeren ernten!

frsiche Wühlmausgänge

Sofortmaßnahmen bei akutem Befall

Haben Sie frische Wühlmausgänge entdeckt, helfen folgende einfache Hausmittel rasch:

Wasser einleiten: Die simpelste und meist erste Maßnahme – einfach den Gartenschlauch in die Gänge halten und für einige Minuten Wasser einleiten. Das macht es den Tieren so ungemütlich, dass sie sich oft schon nach wenigen Wiederholungen ein neues Zuhause suchen.

Essig oder Buttermilch einbringen: Auch der intensive Geruch von Essig bzw. vergorener Buttermilch wird von Wühlmäusen gemieden. Einfach in die Gänge gießen oder getränkte Lappen hineinlegen.

Kaffeesatz ausstreuen: An den Ein- und Ausgängen der Gänge ausgebrachter Kaffeesatz wirkt ebenfalls abschreckend, muss aber regelmäßig erneuert werden, da Regen den Geruch rasch auswäscht.

Zusätzliche Maßnahmen gegen Wühlmäuse

Pflanzen und Hausmittel allein reichen oft nicht aus – kombinieren Sie sie mit folgenden Maßnahmen für nachhaltigen Erfolg:

Barriere Schaffen

Pflanzkörbe für Blumenzwiebeln nutzen

Blumenzwiebeln wie Tulpen sind bei Wühlmäusen besonders beliebt. Setzen Sie sie in Pflanzschalen oder spezielle Wühlmaus-Gitterkörbe (z. B. von Windhager), erhältlich in allen STARKL Gartencentern. Auch Hochbeete sollten von unten mit einem Drahtgitter geschützt werden.

Wühlmaus-Draht eingraben (Video)

Der starke, verzinkte Draht hält lästige Wühlmäuse fern. Zuerst wird das Loch für die Pflanze ausgehoben. Dieses sollte groß genug sein, dass die Wurzeln noch genügend Abstand bis zum Gitter haben und sich nach allen Richtungen entfalten können. Legt das Wühlmausgitter in das ausgehobene Loch so, dass es überlappt und kein Spalt entsteht, wo sich die kleinen Nager durcharbeiten könnte. Schüttet dann etwas Erde auf und setzt eure Pflanze wie gewohnt ein. So ist Ihr Baum oder Pflänzchen gut geschützt und können ungestört wachsen. So ein Gitter ist im wesentlichen ein Hasendraht, das sowohl in unseren Gartencentern als auch im Baumarkt erhältlich ist.


NAtur regeln lassen 

Natürliche Feinde fördern

Eulen, Greifvögel, Füchse, Marder, Katzen und Igel fressen Wühlmäuse – besonders wirksam sind aber Mauswiesel und Hermeline, die als spezialisierte Jäger direkt in die Gangsysteme eindringen können. Auch der Maulwurf erweist sich hier als unerwarteter Verbündeter: Er frisst den Nachwuchs der Wühlmäuse. Nistkästen für Greifvögel und naturnahe Gartenbereiche mit Stein- oder Totholzhaufen schaffen wertvollen Lebensraum für diese Helfer.


hab dich! 

Fallen aufstellen

Lebendfallen (Röhrenfallen) ermöglichen ein tierfreundliches Fangen und Umsiedeln, vor allem im Winter. Achten Sie auf die richtige Platzierung in aktiven Gängen und kontrollieren Sie die Fallen regelmäßig.


mhmmm 

Ablenkungsfutter setzen

Pflanzen Sie an entlegenen Stellen Ihres Gartens besonders beliebte Wühlmauskost wie Topinambur oder Sellerie. Mit etwas Glück lenken Sie die Nager so von Ihren Hauptbeeten ab. Diese Methode ist rein präventiv und ersetzt keine aktive Bekämpfung.


graben, graben, graben 

Bodenbearbeitung nutzen

Regelmäßiges Umgraben stört das Gangsystem empfindlich und vertreibt die Tiere oft dauerhaft.


Das Riecht! 

Brennesseljauche 

Wirkt ebenfalls vergrämend und ist gleichzeitig ein hervorragender Bodendünger – eine doppelt nützliche Maßnahme.


Wenn's nicht mehr anders geht

Schwere Geschütze

Wenn alle sanften Methoden nicht ausreichen, gibt es spezielle Ultraschallgeräte – deren Wirksamkeit allerdings je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlich ausfällt.

Giftgas oder Giftköder sollten wirklich nur als letzte Wahl und nach Beratung durch unsere Experten im Gartencenter eingesetzt werden. Von Diesel oder Benzin ist grundsätzlich abzuraten – das schadet Boden und Umwelt nachhaltig.

Herbst & Zeitiges Frühjahr

Der richtige Zeitpunkt für die Bekämpfung

Am wirksamsten ist der Herbst und der zeitige Frühling, bevor die Fortpflanzungszeit beginnt – Wühlmäuse können pro Jahr bis zu 20 bis 25 Nachkommen bekommen, daher ist frühzeitiges Handeln entscheidend. Da die Schäden meist schon im Winter entstehen, aber erst im Frühjahr sichtbar werden, lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle gefährdeter Beete bereits ab dem Herbst.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Wühlmäuse loswerden"

Wühlmäuse erkennst du an flachen, ovalen Erdhaufen, oberflächennahen Gängen in Beet oder Rasen und an Pflanzenresten in der aufgeworfenen Erde. Im Unterschied zum Maulwurf liegen die Eingänge meist seitlich am Haufen, und eine beschädigte Stelle im Gangsystem wird von Wühlmäusen oft schon innerhalb von 24 Stunden wieder verschlossen. Beim Maulwurf hingegen bleiben die Gänge offen und die Erdhaufen sind kuppelförmig und höher.

Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass keinem Tier grundlos Schmerzen, Leid oder Schaden zugefügt werden darf. Die Wühlmaus ist allerdings als Schädling eingestuft und darf somit bekämpft werden. Der Maulwurf hingegen steht unter Naturschutz – hier ist jede Bekämpfung verboten. 

Wühlmäuse nagen an Wurzeln, lassen Obstbäume umkippen und dezimieren die Karottenernte. Die Schäden passieren dabei fast immer unsichtbar unter der Erde – in Beeten, Rabatten oder Strauchpflanzungen bleibt der unterirdisch fressende Nager meist so lange unerkannt, bis er Schäden angerichtet hat. Die Pflanze sitzt dann nur noch locker im Boden – wenn man sie nach oben zieht, erkennt man an den abgefressenen Wurzeln, dass Wühlmäuse am Werk waren.

Besonders anfällig sind Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Sellerie und Topinambur, außerdem Stauden, Kartoffeln, Tulpen- und andere Blumenzwiebeln sowie die Rinden von Rosen und Obstbäumen.

Die Folgen der Wühlmausplage werden häufig erst im Frühjahr oder Sommer entdeckt, wenn die Pflanzen nicht richtig wachsen, eingehen oder sich manchmal auch leicht aus dem Boden ziehen lassen. Die Schäden selbst entstehen allerdings meist schon im Winter.

Kurz zusammengefasst: Wühlmäuse fressen Wurzeln und Zwiebeln, untergraben das Gangsystem direkt unter den Beeten und können einzelne Pflanzen komplett zum Absterben bringen – ohne dass man von außen zunächst etwas sieht.

Wühlmäuse haben eine empfindliche Nase und meiden bestimmte Gerüche. Besonders effektiv sind Kaiserkronen (Fritillaria imperialis), Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris), Knoblauch, Steinklee und Schwarzer Holunder. Zusätzlich können auch Walnussblätter, Kampfer oder Zweige von Fichte oder Holunder neben gefährdeten Pflanzen in den Boden eingearbeitet werden, um Wühlmäuse abzuschrecken.

Ja! Beachten Sie, dass die Kaiserkrone auch für Haustiere giftig sein kann. Auch die Wolfsmilch ist giftig und sollte nicht verzehrt werden. Beide Pflanzen sollten in Haushalten mit Kleinkindern oder Haustieren mit Bedacht eingesetzt werden. 

Blumenzwiebeln wie Tulpen sind bei Wühlmäusen besonders beliebt. Sie sollten in Pflanzschalen oder Drahtkörbe gesetzt werden, um sie vor Fraß zu schützen. Dafür gibt es spezielle Wühlmaus-Gitterkörbe, zum Beispiel von Windhager. Auch Hochbeete sollten unten mit einem Drahtgitter geschützt werden.

Eulen, Greifvögel, Katzen, Igel und Füchse sind natürliche Feinde der Wühlmäuse. Man kann Lebensräume für sie schaffen, indem man Nistkästen aufhängt oder einen naturnahen Garten gestaltet. Auch Marder und Mauswiesel zählen zu den wirkungsvollen natürlichen Gegenspielern.

Ja – regelmäßiges Umgraben stört das Gangsystem der Wühlmäuse und vertreibt sie oft dauerhaft. Diese Methode eignet sich besonders gut in Kombination mit anderen Maßnahmen.

Man kann an entlegenen Stellen des Gartens besonders beliebte Wühlmauspflanzen wie Topinambur oder Sellerie pflanzen. Mit etwas Glück werden die Nager so von den Hauptbeeten weggelenkt. Diese Methode ist rein präventiv und ersetzt keine aktive Bekämpfung.

Brennesseljauche hilft gut gegen Wühlmäuse und ist gleichzeitig ein hervorragender Bodendünger – eine doppelt nützliche Maßnahme für den naturnahen Garten.

Wenn alles nichts hilft, gibt es spezielle Ultraschallgeräte, die Wühlmäuse vertreiben. Als letzte Wahl kommen Giftgas oder Giftköder in Frage – hier sollte man sich unbedingt vorab im Gartencenter von Profis beraten lassen. Finger weg von Diesel oder Benzin!

Am besten wird man im Herbst oder Frühling aktiv, weil die Nager Köder dann am besten annehmen. Die Schäden selbst entstehen oft schon im Winter, werden aber häufig erst im Frühjahr sichtbar – dann wenn Pflanzen nicht wachsen oder sich leicht aus dem Boden ziehen lassen.

Ja, daher Achtung: Wühlmäuse können sich sehr schnell von ein paar Exemplaren zu einer ganzen Plage entwickeln. Pro Jahr können sie bis zu 20 Junge bekommen. Frühzeitiges Handeln bei ersten Anzeichen ist daher besonders wichtig!

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