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Hausmittel gegen Pilze & Schädlinge bei Pflanzen
Es gibt zwei Heilpflanzen die nicht nur beim Menschen zur Stärkung beitragen, sondern auch der Pflanzenwelt zu mehr Kraft verhelfen: Ackerschachtelhalm & Brennnessel sind seit Jahrhunderten fixer Bestandteil der Heilkräuterkunde!
- Bereits in der Antike wurde Ackerschachtelhalm bei Magen-Darm-, Nieren- oder Menstruationsbeschwerden angewandt.
- Die Brennnessel gilt als harnfördernd, blutreinigend, wird bei rheumatischen Erkrankungen unterstützend angewandt und ist extrem reich an Vitamin C, Kalium, Magnesium und Eisen.
Auch bei der Anwendung als Stärkungsmittel, haben Pflanzen unterschiedliche Wirkungsbereiche:
- Ackerschachtelhalm beugt PILZkrankheiten vor.
- Brennnessel stärkt die Pflanze bei SCHÄDLINGSbefall.
- Oreganosud hilft gegen Blattläuse
- Milch hilft bei der Bekämpfung von Mehltau (Pilzkrankheit)
- Knoblauch- und Zwiebelsud hilft bei Pilz- und Schädlingsbefall
Wir verraten Ihnen, wie sie diese Stärkungs- und Pflanzenschutzmittel einfach selbst herstellen können.
Brennnesseljauche & Schachtelhalm-Jauche selber machen
- 1 kg Ackerschachtelhalm oder Brennnessel zerkleinern
- und in 10 Liter Wasser ansetzen.
– so stellen Sie ganz einfach ein hochwirksames Pflanzenstärkungsmittel selbst her.
Beim Gärungsprozess entsteht leider unangenehmer Geruch - den können Sie ganz einfach mit ein paar Handvoll Urgesteinsmehl reduzieren. Den Jauchekübel zudecken und täglich einmal umrühren. Sobald sich nach einigen Tagen Blasen bilden, wird die Jauche abgeseiht und ist fertig zur Anwendung.
Brennnesseljauche richtig anwenden
Das fertige Pflanzenstärkungsmittel können Sie nun entweder 1:10 im Gießwasser verteilen oder 1:5 mit Wasser aufsprühen. Das Sprühen hat den Vorteil, dass die Pflanze die Nährstoffe schneller aufnimmt, bitte dabei unbedingt beachten: nur bei bedecktem Himmel sprühen, da die Blätter sonst verbrennen können!
Fertige Jauche-Konzentrate als praktische Alternative
Wer sich die Arbeit sparen möchte, findet bei uns fertig angemischte Konzentrate aus Brennnessel und Schachtelhalm. So haben Sie nicht nur weniger Aufwand, sondern auch deutlich weniger Geruchsbelästigung
Knoblauch und Zwiebel gegen Pilzbefall und Schädlinge bei Pflanzen
Knoblauch und Zwiebel als Heilmittel – eine lange Tradition
Menschen greifen schon lange auf die heilende Wirkung der Knollen zurück und bereiteten ihre Essenzen zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Erkrankungen der Atemwege, Infektionen aller Art, Schlangenbissen, Wurmbefall und allgemeinen Schwächezuständen. Sogar dem Fußpilz der Legionäre sollen sie damit den Garaus gemacht haben.
Zubereitung: Pflanzenschutz-Sud selber machen
Auch in der Pflanzenheilkunde nehmen diese Knollen einen wichtigen Platz ein: Ein selbst gemachter Sud aus Zwiebel und Knoblauch wirkt sowohl gegen Schädlinge als auch gegen Pilzbefall – ganz natürlich und biologisch.
Das brauchen Sie für den Knoblauch-Zwiebel-Sud:
- 1–2 Zwiebeln
- 2–3 Knollen Knoblauch
- 1–2 Liter Wasser
- Messer, Topf, Sieb, Sprühflasche
Zwiebeln und Knoblauch grob hacken, den Knoblauch zerdrücken und in ca. 1–2 Liter kochendem Wasser ziehen lassen. Nach einer halben Stunde ist der Sud abgekühlt – die Zwiebelstücke abseihen, den Sud in eine Sprühflasche füllen und bei bedecktem Himmel alle Pflanzen besprühen.
Anwendung: vorbeugend und bei akutem Befall
Dieses bewährte Hausmittel können Sie sowohl bei akutem Schädlings- oder Pilzbefall als auch vorbeugend einsetzen. Alternativ können Sie den Sud verdünnt ins Gießwasser mischen – das hält Schädlinge und Pilze fern und stärkt die Pflanze zusätzlich. Ein besonders einfacher Tipp: Stecken Sie regelmäßig einige geschälte Knoblauchzehen direkt in die Erde – das wirkt genauso vorbeugend gegen Schädlingsbefall. Dieses Mittel ist für alle Pflanzen geeignet und zu 100 % biologisch.
Weißer Belag auf Pflanzen –Mehltau
Weißer Belag auf Pflanzen: In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Mehltau. Als Mehltau werden unterschiedliche Pilzarten bezeichnet – in jedem Fall wird die Pflanze dadurch geschwächt. Man unterscheidet zwischen echtem und falschem Mehltau:
Echter Mehltau zeigt sich als weißlicher Pilzrasen auf der Blattoberfläche. Die Blätter verfärben sich später braun und vertrocknen.
Falscher Mehltau tritt als weißlicher Belag an der Blattunterseite in Erscheinung, verursacht gelbe Flecken an der Oberseite und greift die Pflanze an, da er von toten Pflanzenteilen lebt.
Beide Arten schwächen die Pflanze erheblich: Die Photosynthese wird gestört, das Wachstum verlangsamt sich und bei starkem Befall können ganze Pflanzen absterben. Breiten sich die Pilzsporen erst einmal aus, sind schnell auch benachbarte Pflanzen betroffen.
Besonders Rosen werden von Mehltau gerne angegriffen. Sind erst einmal Blätter befallen, breiten sich die Pilzsporen schnell über die gesamte Pflanze und angrenzende Pflanzen aus.
Milch gegen Mehltau
Mehltau bekämpfen – was hilft wirklich?
Bemerken Sie befallene Blätter, greifen viele Gärtnerinnen und Gärtner zur Gartenschere. Ein radikaler Rückschnitt kann helfen, stark befallene Pflanzen zu retten – oft überdauern die Pilzsporen jedoch und die jungen Triebe sind direkt wieder befallen. Wichtig: Pilzbefallene Pflanzenteile niemals auf dem Kompost entsorgen!
Hausmittel gegen echten Mehltau: Milch als natürliche Lösung
Ein einfaches und bewährtes Hausmittel gegen beide Arten von Mehltau ist Milch.
Frischmilch enthält Mikroorganismen, die sich von den Pilzsporen ernähren und so die Ausbreitung hemmen. Mischen Sie einfach Milch und Wasser im Verhältnis 1:6 und sprühen Sie die befallenen Pflanzen tropfnass ein.
Bitte beachten Sie: Die Pflanzen sollten danach nicht in der Sonne stehen. Wenden Sie das Mittel entweder bei bedecktem Himmel an oder sprühen Sie erst abends. Dieses Hausmittel ist für alle Pflanzenarten geeignet und zu 100 % biologisch.
Oreganosud gegen Blattläuse
Ein einfaches und hochwirksames Hausmittel gegen Blattläuse ist Oreganosud – ganz natürlich und zu 100 % biologisch.
Das benötigen Sie:
- 1–2 Handvoll frischer Oregano
- 1 Liter Wasser
- Topf, Sieb, Sprühflasche
Zubereitung: Oreganosud selber machen
Nehmen Sie ein bis zwei Handvoll frischen Oregano, übergießen Sie ihn mit einem Liter heißem Wasser und lassen Sie den Sud zugedeckt ca. 30 Minuten ziehen. Sobald er abgekühlt ist, die Pflanzenteile abseihen – fertig!
Anwendung gegen Blattlausbefall
Sprühen Sie die befallenen Pflanzen bei bedecktem Himmel tropfnass ein. So entfaltet das Mittel seine volle Wirkung, ohne dass die Blätter Schaden nehmen.
Vorbeugend gegen Blattläuse: Oregano als Unterpflanzung
Haben Sie Pflanzen, die immer wieder von Blattläusen befallen werden? Dann empfehlen wir eine Oregano-Unterpflanzung – das hält die lästigen Schädlinge dauerhaft fern und sieht dabei noch dekorativ aus.
Häufig gestellte Fragen zum Thema "Hausmittel für den Pflanzenschutz"
Ackerschachtelhalm beugt Pilzkrankheiten vor, Brennnessel stärkt die Pflanze bei Schädlingsbefall. Jauchen werden lange vergoren und Brühen nur schnell mit heißem Wasser aufgebrüht. Zum Düngen werden eher Jauchen benutzt, sie enthalten mehr Nährstoffe. Brühen enthalten weniger Nährstoffe und dienen eher als Pflanzenstärkungsmittel.
1 kg Ackerschachtelhalm oder Brennnessel zerkleinern und in 10 Liter Wasser ansetzen. Während des Gärungsprozesses entsteht unangenehmer Geruch – den kann man durch ein paar Handvoll Urgesteinsmehl verhindern. Den Jauchenkübel abdecken und täglich einmal umrühren. Sobald sich nach einigen Tagen Blasen bilden, wird abgeseiht.
Man kann das Stärkungsmittel entweder 1:10 im Gießwasser verteilen oder 1:5 mit Wasser aufsprühen. Sprühen hat den Vorteil, dass die Pflanze das Mittel schneller aufnimmt. Man muss dabei beachten, dass man es nur bei bedecktem Himmel aufsprüht, sonst verbrennen die Blätter.
Schachtelhalmbrühe wirkt gegen Blattfallkrankheit des Beerenobstes, Blattfleckenkrankheit, Braun- und Krautfäule der Kartoffeln und Tomaten, echten Mehltau, Kräuselkrankheit des Pfirsichs, Monilia, Rost, Sternrusstau und Schorf.
Brennesseljauche ist ein kostenloses und sehr wirksames Düngemittel – sie ist die perfekte Alternative zu herkömmlichem chemischem Dünger. Zudem eignet sie sich gut zur Schädlingsbekämpfung im Obstbaumgarten. Brennnesselextrakte enthalten pflanzenstärkende Kieselsäure sowie Stickstoff und Kalium in relevanten Mengen.
Der Auszug sollte innerhalb von 4 Tagen verbraucht werden, da er sich dann in eine Brennnesseljauche entwickelt, die zwar gut als Dünger eingesetzt werden kann, jedoch unwirksam gegen Blattläuse wird.
Um die positiven Effekte der Jauchen oder Extrakte von Brennnessel und Schachtelhalm zu verstärken, können sie auch gemischt werden. Das ergibt ein kombiniertes Stärkungs- und Schutzmittel gegen sowohl Pilze als auch Schädlinge.
Den unangenehmen Geruch während des Gärungsprozesses kann man durch ein paar Handvoll Urgesteinsmehl verhindern. Den Jauchenkübel immer abgedeckt halten und täglich umrühren.
Man benötigt einen großen Eimer aus Kunststoff oder einen Holzbottich – Metallgefäße eignen sich nicht dafür.
Wer sich die Arbeit nicht antun will, findet fertig angemischte Konzentrate. So erspart man sich nicht nur die Arbeit, sondern hat auch weit weniger Geruchsbelästigung durch die Jauche. STARKL bietet Schachtelhalmextrakt und Brennnesselextrakt als fertige Konzentrate an.
Es handelt sich um Pflanzenstärkungsmittel oder Dünger, nicht um Pflanzenschutzmittel im rechtlichen Sinne. Beide Mittel sind im biologischen Anbau etabliert und unbedenklich für Mensch, Tier und Umwelt – ein echter Vorteil gegenüber chemischen Produkten.
Ackerschachtelhalm sollte nicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechselt werden. Betrachtet man den Stängelquerschnitt, ist die Innenleitbahn des Ackerschachtelhalms deutlich größer als die Leitbahnen des Sumpfschachtelhalms. Im Zweifel fertige Extrakte aus dem Fachhandel verwenden.
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