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Rasen- und Heckenpflege im Herbst
Laub aus dem Rasen entfernen
In Beeten ist das Laub nützlich, am Rasen jedoch nicht. Bleibt es liegen kann das zu Fäulnis führen. Kehren Sie daher das Laub aus den Rasenflächen!
Liegt das Laub zu lange auf dem Rasen, wird Licht und Luft abgeschnitten – die Gräser darunter vergilben und kahle Stellen entstehen, die sich im Frühjahr nur mühsam wieder schließen. Am einfachsten gelingt das Entfernen mit einem Laubrechen oder Laubsauger; bei größeren Flächen leistet ein Rasenmäher mit Fangkorb gute Dienste und zerkleinert das Laub gleich mit.
Herbst-Düngung
Nicht jeder Dünger ist für den Herbst geeignet! Düngen Sie Ihren Rasen am besten mit einem kaliumhaltigen Dünger (erhältlich als “Herbstdünger” im Gartencenter). Stickstoffhaltiger Dünger ist für den Herbst ungeeignet!
Kalium stärkt die Zellwände der Gräser und macht den Rasen winterhart und widerstandsfähiger gegen Frost und Schneeschimmel. Stickstoff hingegen regt das Wachstum an – genau das Falsche vor dem Winter, da die frischen Triebe nicht mehr ausreifen können und leichter erfrieren.
So hoch wird vor dem Winter im Herbst gemäht
Sobald der erste Frost naht sollte das letzte Mal gemäht werden. Achten Sie darauf das Gras nicht kürzer als ca. 5 cm zu schneiden!
Bei zu kurzem Schnitt verliert der Rasen wichtige Blattmasse zur Energiespeicherung, was ihn im Winter anfälliger für Kälteschäden macht. Die ideale Schnitthöhe von ca. 5 cm sorgt für ausreichend Reserven und schützt gleichzeitig die Wurzeln vor Frost.
Achtung auch bei zu langem Gras: Hier besteht das Risiko, dass Schnee die Halme niederdrückt und so Pilzen/Krankheiten auftreten. Schnittreste sollten aus Rasen entfernt werden!
Rasen nachsäen im Herbst
Der Herbst ist die beste Zeit zur Rasen-Nachsaat. Der Boden ist noch warm, es regnet häufiger und junge Gräser wachsen optimal.
Ideal ist eine Aussaat von Anfang September bis Mitte Oktober. Später wird es zu kalt, und die Keimung verlangsamt sich. Wer im Herbst nachsät, sorgt für einen dichten, grünen Rasen im Frühjahr. Auch Rollrasen kann jetzt noch gelegt werden.
Hecken schneiden im Herbst
Ein gepflegter Formschnitt im Herbst sorgt nicht nur für eine schöne, dichte Optik im nächsten Jahr, sondern stärkt auch die Verzweigung der Hecke – wichtig für einen zuverlässigen Sicht- und Windschutz. Hecken brauchen daher mindestens einmal im Jahr einen Formschnitt. Radikale Rückschnitte erfolgen im zeitigen Frühjahr.
- Für Formschnitte ist im Herbst ein guter Zeitpunkt. Thuja, Eibe, Kirschlorbeer und Co können jetzt fassioniert werden!
- Frühblühende Hecken (wie die Forsythie) werden erst nach der Blüte im Frühjahr geschnitten.
- Sommerblühende Sträucher, wie der Schmetterlingsflieder, werden nach der Blüte im Spätsommer/ Herbst geschnitten, um eine Versamung zu verhindern.
So wird die Hecke richtig geschnitten!
Stellen Sie sich die Hecke wie eine Pyramide vor: Je breiter die Basis, desto mehr Licht erreicht auch die unteren Zweige – das verhindert kahle, lichtdurchlässige Stellen im unteren Heckenbereich, die sich später kaum mehr begrünen lassen.
Als beste Schnitt-Form für alle Hecken hat sich daher das sogenannte ‘Trapezprofil’ erwiesen. Also eine breite Basis und schmale Krone. Vermeiden Sie in jedem Fall, dass die Hecke unten schmaler ist als oben! Schneiden Sie unten zu schmal, beschattet sich die Hecke selbst und die Triebe sterben ab!
Das gilt für alle Hecken!
Generell gilt: Vermeiden Sie beim Schneiden starke Sonneneinstrahlung, da sonst die frischgeschnittenen Triebe trocknen und absterben (Temperatur nicht über 30 Grad!). Ein bedeckter Himmel ist die ideale Voraussetzung für den Heckenschnitt. Gutes, scharfes, sauberes Schnittwerkzeug ist Pflicht.
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