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Heimische Stauden aus Österreich: pflegeleicht, insektenfreundlich, unverwüstlich
Ein kleiner Hinweis vorweg: In unseren Gartencentern bekommen Sie häufig Züchtungen der ursprünglichen heimischen Art, denn die reine Wildform wird oft nicht gezielt kultiviert. Diese Sorten behalten den ökologischen Wert der Urform, bringen aber meist eine kräftigere Blüte, kompaktere Formen oder eine längere Blütezeit mit – das Beste aus beiden Welten also.
Wir stellen Ihnen elf besonders robuste, heimische Stauden vor – mit allem, was Sie zu Standort und Pflege wissen müssen.
Blütenschönheiten für sonnige Beete
Wer ein sonniges Beet bespielen möchte, hat bei den heimischen Stauden die Qual der Wahl. Der Garten-Ehrenpreis (Veronica austriaca ssp. teucrium) etwa setzt mit intensiv blauen Blütenkerzen leuchtende Akzente und ist dabei erstaunlich genügsam: Er mag es trocken bis frisch, verträgt Trockenheit gut und dankt einen Rückschnitt nach der Blüte mit frischem Austrieb.
Ähnlich unkompliziert zeigt sich die Glockenblume – ob Campanula sibirica, bononiensis, spicata oder linifolia. In Sonne bis Halbschatten und auf gut durchlässigem Boden entfaltet sie ihren zarten Charme; regelmäßiges Gießen und ein Rückschnitt nach der Blüte halten sie in Form. Für alpine Stimmung sorgt die Alpenaster (Aster alpinus): Sie liebt die volle Sonne und einen durchlässigen Boden, braucht nur mäßig Wasser und wird nach der Blüte zurückgeschnitten.
Ein echtes Insektenmagnet-Duo bilden Steppensalbei und Schafgarbe. Der Steppensalbei (Salvia nemorosa, etwa in den Sorten 'Mainacht', 'Caradonna', 'Blaukönigin' oder 'Adrian') liebt trockene, durchlässige Böden, kommt mit wenig Wasser aus und belohnt einen Rückschnitt oft mit einem zweiten Blütenflor. Die Schafgarbe (Achillea) wiederum ist ein wahres Stehauf-Talent: Sie toleriert nahezu jeden Boden, trotzt Trockenheit und blüht nach dem Rückschnitt gerne noch einmal nach.
Trockenkünstler für heiße Standorte
Dort, wo die Sonne den ganzen Tag brennt und der Boden karg ist, kommen die Überlebenskünstler zum Zug. Mauerpfeffer (Sedum acre, Sedum album) begnügt sich mit trockenem, durchlässigem Boden und kaum Wasser – ideal für Mauerkronen, Kiesbeete und Dachbegrünungen. Seine große Schwester, die Purpur-Fetthenne (Sedum telephium), setzt im Spätsommer kräftige Farbtupfer, verträgt Trockenheit ebenso gut und wird erst im Frühjahr zurückgeschnitten, damit ihre Samenstände im Winter Struktur und Nahrung bieten.
Nicht fehlen darf die Katzenminze (Nepeta cataria): Ihre blauvioletten Blütenwolken sind bei Bienen und Hummeln heiß begehrt und verströmen einen aromatischen Duft. Sie liebt trockene, durchlässige Böden, verträgt Trockenheit hervorragend und blüht nach einem beherzten Rückschnitt oft ein zweites Mal.
Klassiker für Sonne bis Halbschatten
Manche heimischen Stauden sind aus einem guten Bauerngarten schlicht nicht wegzudenken. Der Frauenmantel (Alchemilla) etwa verzaubert mit seinen samtig behaarten Blättern, auf denen Tautropfen wie kleine Perlen sitzen, und seinen zartgelben Blütenschleiern. Er gedeiht in Sonne bis Halbschatten, ist mit den meisten Bodentypen zufrieden und braucht nur regelmäßige Wassergaben.
Auch der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) mit seinen markanten dunkelroten Blütenköpfchen fühlt sich hier wohl. Er bevorzugt einen leicht feuchten, durchlässigen und nährstoffreichen Boden, möchte regelmäßig gegossen und gelegentlich zurückgeschnitten werden – und ist als Futterpflanze für seltene Schmetterlinge ökologisch besonders wertvoll.
Der Star fürs halbschattige Beet: Rittersporn
Wer es prächtig mag, kommt am Rittersporn (Delphinium) nicht vorbei. Seine imposanten, oft mannshohen Blütenkerzen in tiefem Blau, Violett oder Weiß sind der unangefochtene Blickfang jeder Rabatte. Dafür stellt er ein paar Ansprüche: Er mag einen absonnigen Standort, einen leicht feuchten, humus- und nährstoffreichen Boden sowie regelmäßiges Gießen. Und da seine hohen Blütenstände bei Wind schnell umknicken, sollten Sie ihn rechtzeitig stützen. Der Aufwand lohnt sich – kaum eine andere Staude wirkt so majestätisch.
Für jeden Garten die passende Staude
Diese elf Arten sind nur eine kleine Auswahl aus der großen Fülle heimischer Stauden – zu jeder gibt es zahlreiche weitere Sorten und Züchtungen, die sich in Farbe, Wuchshöhe und Blütezeit unterscheiden. So lässt sich für jeden Standort und jeden Geschmack die passende Pflanze finden.
Sie möchten wissen, welche heimischen Stauden am besten zu Ihrem Garten passen? Unser Team berät Sie gerne persönlich in unseren Gartencentern – gemeinsam finden wir die richtige Kombination für ein Beet, das vom Frühjahr bis in den Herbst blüht und summt.
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