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Bodendecker: Grün statt Unkraut!


Jänner - Dezember
Der lebende Teppich für Ihren Garten – standortgerecht ausgewählt, hitzefest und pflegeleicht.
GRüne KRaftpakete

Wozu Bodendecker?

Kaum eine Pflanzengruppe leistet im Garten so viel bei so wenig Aufwand wie Bodendecker. Sie schließen Lücken, verdrängen Unkraut, schützen den Boden vor Austrocknung und verwandeln kahle Flächen in dichte, grüne Teppiche.

Bodendecker können (immergrüne) Stauden & Gräser dienen oder verholzende, niedrige Sträucher.

Gerade im österreichischen Klima – mit kalten, oft schneearmen Wintern in tieferen Lagen und zunehmend heißen, trockenen Sommern – lohnt es sich, bei der Auswahl genau hinzusehen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Bodendecker sich für welchen Standort eignen, welche Sorten mit Hitze und Trockenheit am besten zurechtkommen und wie Sie damit ganz nebenbei Gießwasser und Jätarbeit sparen.

Das können Sie

Was Bodendecker wirklich leisten

Bodendecker sind niedrig wachsende, meist ausläufer- oder polsterbildende Pflanzen, die den Boden flächig bedecken. Ihr Nutzen geht weit über die Optik hinaus:

  • Unkrautverdrängung: Ein geschlossener Pflanzenteppich nimmt Wildkräutern das Licht. Wo keine Sonne auf den Boden fällt, keimt kaum ein Samen. Das spart über die Jahre erhebliche Jätarbeit.
  • Verdunstungsschutz: Das Blattwerk beschattet den Boden und senkt die Bodentemperatur spürbar. Weniger Verdunstung bedeutet, dass Feuchtigkeit länger im Wurzelraum bleibt – ein entscheidender Vorteil in trockenen Sommern.

  • Erosionsschutz: An Böschungen und Hängen halten die Wurzeln das Erdreich fest und verhindern, dass Starkregen den Boden abschwemmt.
  • Bodenleben & Klima: Beschatteter, durchwurzelter Boden bleibt aktiv, lockerer und humusreicher. Blühende Bodendecker sind zudem wertvolle Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten.

Starkl-Tipp: Der Verdunstungsschutz wirkt doppelt. Neben der Beschattung durch das Laub bildet dichtes Bodendecker-Wachstum eine Art lebende Mulchschicht. In Kombination mit einer mineralischen oder organischen Mulchauflage in der Anwuchsphase erreichen Sie die beste Wasserbilanz – bis die Pflanzen die Fläche selbst geschlossen haben.

Mehr als 6 Stunden Sonne pro Tag

Bodendecker für sonnige, trockene Standorte

Südhänge, Flächen vor Mauern, Kiesbeete oder der Streifen zwischen Gehweg und Zaun – hier wird es im Sommer heiß und trocken. Gefragt sind Pflanzen, die volle Sonne und magere Böden nicht nur ertragen, sondern lieben.

  • Sedum-Arten (Fetthenne, Mauerpfeffer): Speichern Wasser in ihren dickfleischigen Blättern und trotzen selbst extremer Hitze. Ideal für Kiesbeete, Dachbegrünung und Trockenmauern.
  • Thymian (Thymus serpyllum, Thymus praecox): Duftender, trittfester Polsterteppich, der im Sommer in Rosa und Violett blüht und Bienen magisch anzieht.
  • Katzenpfötchen und Blauschwingel: Für einen silbrig-grauen, ganz besonders trockenheitsverträglichen Effekt.
  • Seifenkraut (Saponaria ocymoides) überzieht im Frühsommer flache Flächen, Mauerkronen und Böschungen mit einem dichten Teppich aus leuchtend rosafarbenen Blüten – zart und üppig zugleich. Es ist ausgesprochen robust, trockenheitsverträglich und genügsam, braucht kaum Pflege und sät sich bei guten Bedingungen sogar selbst aus. Besonders schön wirkt es in Kombination mit Teppich-Phlox oder Blauschwingel an sonnigen, gut drainierten Standorten.

  • Storchschnabel (Geranium sanguineum, Geranium macrorrhizum): Robust, langlebig und erstaunlich trockenheitstolerant – der Balkan-Storchschnabel verträgt sogar Wurzeldruck unter Gehölzen.
  • Wollziest (Stachys byzantina) ist ein echter Blickfang im Beet: Seine silbrig-weißen, samtig behaarten Blätter wirken fast wie eine natürliche Mulchschicht und leuchten selbst an trüben Herbsttagen. Er wächst flach und dicht, unterdrückt Unkraut zuverlässig und kommt mit Trockenheit und Hitze bestens zurecht – ideal also als pflegeleichter Bodendecker für sonnige, trockene Standorte. Ein wunderschöner Kontrast zu dunkelgrünen oder blühenden Nachbarpflanzen.
  • Teppich-Phlox (Phlox subulata) verwandelt im Frühjahr ganze Flächen in ein leuchtendes Blütenmeer – ob in Weiß, Rosa, Lila oder Rot, er wächst dicht und flach, verdrängt zuverlässig Unkraut und eignet sich besonders für sonnige Böschungen, Trockenmauern und Steingärten.

3 bis 6 Stunden Sonne

Bodendecker für halbschattige Standorte

Der Bereich unter lichten Gehölzen oder an der Ost- und Westseite des Hauses – Sonne am Vormittag oder Nachmittag, dazwischen Schatten. Ein dankbarer Standort mit großer Sortenauswahl.

  • Elfenblume (Epimedium): Zäh, wurzelfest und ein hervorragender Unkrautverdränger, der auch mit Trockenheit im Gehölzschatten zurechtkommt.
  • Golderdbeere (Waldsteinia ternata): Bildet in kürzester Zeit einen dichten, immergrünen Teppich mit gelben Blüten – einer der zuverlässigsten Flächendecker überhaupt.
  • Storchschnabel und Frauenmantel: Vielseitig, blühfreudig und pflegeleicht.

unter 3 STunden Sonne

Schattige Standorte

Die Nordseite, dichter Gehölzschatten, feuchte Ecken – wo andere Pflanzen aufgeben, kommen Schattenkünstler zum Zug.

  • Immergrün (Vinca minor): Der Klassiker für Schatten: glänzendes, immergrünes Laub und blaue Blüten, bildet dichte, unkrautunterdrückende Teppiche.
  • Efeu (Hedera helix): Immergrün, extrem robust und sowohl als Bodendecker wie als Kletterpflanze einsetzbar – unschlagbar an schwierigen Nordlagen.
  • Schaumblüte (Tiarella) und Dickmännchen (Pachysandra): Für flächige, gepflegte Bestände im tiefen Schatten.

Welcher Bodendecker wofür?

Nach Verwendungszweck

Für begehbare Flächen und Fugen

Trittfeste Arten wie Thymian, Fiederpolster (Leptinella) oder Römische Kamille vertragen gelegentliches Betreten und begrünen Terrassenfugen, Trittsteinwege und Plattenzwischenräume – ein charmanter, duftender Ersatz für kahle Fugen.

Für Böschungen und Hänge

Hier zählt starke Bewurzelung. Teppich-Johanniskraut (Hypericum calycinum), Kriechspindel (Euonymus fortunei) und Cotoneaster festigen den Boden, unterdrücken Unkraut und begrünen selbst steile Flächen dauerhaft.

Für die Unterpflanzung von Gehölzen

Unter Bäumen und Sträuchern herrscht Wurzeldruck, Schatten und Trockenheit zugleich. Geranium macrorrhizum, Waldsteinia, Epimedium und Immergrün behaupten sich hier zuverlässig und ersparen das mühsame Jäten rund um die Stämme.

Für große Flächen und Extensivbegrünung

Wo pflegeleichte Dauerlösungen gefragt sind, überzeugen flächig wuchernde Arten wie Golderdbeere, Ysander oder niedrige Cotoneaster-Sorten. Für Dach- und Kiesbegrünungen sind Sedum-Mischungen das Mittel der Wahl.

die Klimagewinner

Hitzeresistente Bodendecker:

Die Sommer werden in Österreich messbar heißer und trockener, Hitzeperioden mit über 35 °C sind auch im Osten und Süden längst keine Seltenheit mehr. Wer nicht ständig gießen möchte, setzt auf Arten, die Trockenheit von Natur aus einkalkuliert haben. Diese Pflanzen erkennt man oft an typischen Merkmalen:

  • Dickfleischige Blätter (Sedum, Fetthenne) speichern Wasser für Durststrecken.
  • Silbrige oder behaarte Blätter (Katzenpfötchen, manche Thymian-Arten, Wollziest) reflektieren Licht und reduzieren die Verdunstung.
  • Tiefe oder ausgeprägte Wurzelsysteme (Storchschnabel, Johanniskraut) erschließen Wasser aus tieferen Bodenschichten.

Besonders bewährte hitzefeste Bodendecker für österreichische Gärten:

  • Sedum (Fetthenne, Mauerpfeffer) – der König der Trockenheit, praktisch unverwüstlich.
  • Thymian – duftend, trittfest, bienenfreundlich und extrem sonnenverträglich.
  • Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) – verträgt Sonne, Trockenheit und Wurzeldruck gleichermaßen.
  • Teppich-Johanniskraut (Hypericum calycinum) – robuster Böschungsbegrüner mit leuchtend gelben Blüten.

Starkl-Tipp: Auch die trockenheitsverträglichste Pflanze braucht im ersten Standjahr regelmäßige Wassergaben, bis sie eingewurzelt ist. Pflanzen Sie hitzefeste Bodendecker idealerweise im Frühherbst – der Boden ist noch warm, die Verdunstung geringer, und die Pflanzen wurzeln bis zum nächsten Sommer gut ein. Wer im Frühjahr pflanzt, sollte in der ersten Saison gezielt und durchdringend, aber selten gießen, um die Pflanzen zur Tiefenverwurzelung zu erziehen.

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strukturstark und trockenheitsfest

Ziergräser als Bodendecker

 
 

Niedrige, horstbildende Ziergräser geben Bodendeckern Struktur und Bewegung: Sie bilden dichte Polster, unterdrücken Unkraut und trotzen Hitze meist mühelos.

Favorit ist das Bärenfellgras (Festuca gautieri): dichte, halbkugelige, sattgrüne Polster, wintergrün und ausgesprochen trockenheitsfest. Ideal für sonnige bis halbschattige, durchlässige und eher magere Böden. Mit 3 bis 5 Pflanzen pro m² schließt sich die Fläche zum gleichmäßigen Teppich – bewährt für Kiesbeete, Steingärten, Böschungen und Dachbegrünungen. Staunässe unbedingt vermeiden.

Der eng verwandte Blauschwingel (Festuca glauca) setzt mit silbrig-blauem Laub kühle Akzente und teilt dessen Vorliebe für Sonne, Trockenheit und magere Böden.

Weitere trockenheitsverträgliche Gräser für flächige Pflanzungen:

  • Lampenputzergras (Pennisetum) – höher wachsend, mit dekorativen, flauschigen Blütenähren; ideal als flächiger Blickfang in sonnigen Lagen.
  • Blauschwingel und Schillergras (Koeleria glauca) – niedrige, blaugraue Horstgräser für heiße, magere Standorte.
  • Segge (Carex) – die vielseitige Alternative für halbschattige bis schattige, auch etwas frischere Bereiche, gut geeignet unter Gehölzen.

So decken Gräser praktisch jeden Standort ab: Festuca und Pennisetum für die heiße, trockene Sonne, Carex für den Schatten.

Unterschätzte Investition

So gelingt die Pflanzung

  • Boden vorbereiten: Fläche gründlich von Wurzelunkräutern befreien – gerade Quecke oder Giersch lassen sich später kaum mehr aus einem geschlossenen Bestand entfernen.
  • Pflanzabstand beachten: Je nach Art 6 bis 12 Pflanzen pro Quadratmeter. Enger gepflanzt schließt sich die Fläche schneller und Unkraut hat von Anfang an keine Chance.
  • Anfangs mulchen: Eine dünne Mulchschicht zwischen den jungen Pflanzen unterdrückt Unkraut und schützt vor Verdunstung, bis der Teppich geschlossen ist.
  • Gießen mit System: Lieber selten und durchdringend als oft und oberflächlich – das fördert tiefe, hitzeresistente Wurzeln.

Bodendecker sind die vielleicht unterschätzteste Investition im Garten: Sie sparen Arbeit, schützen den Boden und sehen dabei noch schön aus. Mit der standortgerechten Auswahl – und einem bewussten Griff zu hitzeresistenten Arten – schaffen Sie eine dauerhaft grüne, pflegeleichte Fläche, die auch den heißen Sommern der kommenden Jahre gewachsen ist. Lassen Sie sich in Ihrem STARKL-Gartencenter zu den passenden Sorten für Ihren Standort beraten – wir helfen Ihnen, den richtigen lebenden Teppich für Ihren Garten zu finden.

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