STARKL - Pflegetipps

Gartenpflegetipps - MÄRZ

Wir wissen, dass die aktuelle Situation uns alle vor eine große Herausforderung stellt. Viele von Ihnen sind momentan zuhause und versuchen diese notwendige Auszeit so gut und sinnvoll wie möglich zu nutzen. Wir versuchen Ihnen in der nächsten Zeit nicht nur telefonisch und per Mail mit Rat zur Verfügung zu stehen, sondern haben vor Sie immer wieder mit Pflegeanleitungen für Ihre Pflanzen zu versorgen.

Wir bitten um Verständnis, dass wir diese erst nach und nach ergänzen können. Sollten Sie rechtzeitig informiert werden wollen, wenn eine neue Anleitung online gestellt wird: In unserem Newsletter informieren wir Sie zeitnah und tagesaktuell zu den Tipps und Tricks im Garten!

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Frühjahrsschnitt der

sommerblühenden Sträucher

Um ein üppiges Wachstum der sommerblühenden Sträucher anzuregen, ist es empfehlenswert die Pflanzen jetzt radikal zurückzuschneiden. Sie wachsen dann besonders dicht, verkahlen nicht und bekommen viele Blütenknospen. Zu diesen Pflanzen zählen beispielsweise:

Sommerflieder/Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii-Hybriden), Blauraute (Perovskia abrotanoides) Bartblume (Caryopteris clandonensis), Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata), Strauch- oder Ball-Hortensie (Hydrangea arborescens), Sommerspierstrauch (Spirea bumalda und Spirea japonica), Fünffingerstrauch (Potentilla fruticosa), Säckelblume (Ceanothus x delilianus). Auch den Garteneibisch (Hibiscus syriacus) darf man ein bisschen stärker zurückschneiden, allerdings besser nicht ganz so radikal, da er viel langsamer wächst als die übrigen genannten Sträucher.


Benutzen Sie am besten eine scharfe Gartenschere und lassen Sie Triebe mit höchstens 2-3 Knospen stehen. Sehr alte oder schwache Triebe werden ganz herausgeschnitten.

Anleitung von DI Jutta Fischel, Gartenarchitektin


Anleitung von DI Jutta Fischel, Gartenarchitektin

Frühjahrsschnitt der

Hortensien-Schnittgruppen

Das Schneiden der so beliebten Hortensien scheint ein rechtes Mysterium zu sein. Aber keine Sorge! Hier wird es ganz einfach erklärt:


Schnittgruppe 1
Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla), Teller-Hortensie (Hydrangea serrata), Samt-Hortensie (Hydrangea sargentiana), Riesenblatt-Hortensie (Hydrangea aspera "Macrophylla"), Eichenblatt-Hortensie (Hydrangea quercifolia), Kletter-Hortensie (Hydrangea petiolaris).

Bei dieser Gruppe wird fast nur der trockene Blütenstand vom Vorjahr geschnitten! Warum ist das so? Die Pflanzen haben mit der Anlage Ihrer neuen Blüten bereits im Vorjahr begonnen und die sollte man natürlich nicht wegschneiden, sonst gibt es keine Blüten.

Schnittgruppe 2
Schneeball-Hortensie (Hydrangea arborescens), Rispenhortensie (Hydrangea paniculata)

Diese Pflanzen sind mit Ihrer Blütenbildung etwas flotter, als ihre Kollegen aus der anderen Gruppe und können Ihre Blüten im aktuellen Jahr bilden. Daher kann und soll man diese Pflanzen viel stärker schneiden.


Sonderfälle:
Die Hortensiensorten „Endless Summer“, „Everbloom“ oder „Forever & Ever“ liegen zwischen den beiden ersten Gruppen. Man kann sie stark zurückschneiden, dann blühen sie aber spät im Jahr. Die verblühten Blütenstände dieser Sorten sollten regelmäßiggeschnitten werden, dann blüht der Strauch fast „ewig“.


 

Auswinterung von

Kübelpflanzen

Noch ist es zu kalt, um die Kübelpflanzen endgültig aus ihrem Winterquartier zu holen! Gewöhnen Sie die Pflanzen dennoch langsam an Sonnenlicht und frische Luft. Lüften Sie deren Quartier regelmäßig. An warmen Tagen können die Pflanzen bereits einige Zeit im Freien verbringen.
 
Wichtig: entfernen Sie regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile und kontrollieren sie die Pflanzen auf Schädlingsbefall.
 


 

Lagerung von

Frühlingsblühern

Tulpen, Narzissen und Krokusse haben jetzt ihre Hauptblütezeit.
 
Genießen Sie die fröhlichen Farbtupfer im Garten. Nach der Blüte lässt man die Zwiebelpflanzen entweder in der Erde, oder man nimmt sie, nachdem die Blätter abgewelkt sind, heraus und lagert sie an einem kühlen, dunklen Platz, um sie im Herbst wieder in die Erde zu legen. 


Pflege von

Zimmerpflanzen

Viele Zimmerpflanzen sind während des Jahres um ein ganzes Stück gewachsen und brauchen wieder neue Erde und mehr Platz. Daher sollte man sie im Frühjahr, bevor die Wachstumszeit beginnt, in größere Töpfe setzen und frische, humose Erde beimengen - am besten STARKL-Blumenerde.

Wählen Sie einen Topf, der rundherum ca. 3 - 5 cm größer ist als der Alte.

 


Pflanzenschutztipps - MÄRZ

Pflanzenschutz im

Obstgarten

Falls die Pfirsiche und Nektarinen immer noch vor dem Knospenaufbruch stehen, mit Ackerschachtelhalmbrühe mehrmals gegen die Kräuselkrankheit behandeln.

Bei Kernobst ist die bedeutendste Pilzkrankheit der Schorf. Die Krankheit ist stark wetterabhängig - je höher Luftfeuchtigkeit und Temperatur und je länger die Blattnässe, desto schneller werden die Obstbäume infiziert. Es ist wichtig, schon vor der Blüte mit verschiedenen Behandlungen zu beginnen. Verwenden Sie rechtzeitig Pflanzenstärkungsmittel, und düngen Sie Ihre Bäume und Pflanzen mit Hornspänen, Hornmehl und/oder Düngern von Biovin und Naturrein. Gießen Sie mit Bio-Taurus oder EM (Mikroorganismen) und mit dem Mykorrhiza Soluble - Sie werden sehen, Ihre Pflanzen sind weit weniger anfällig für viele Krankheiten. Zusätzliches verhindert regelmäßiges Spritzen mit Brennnessel- und/oder Ackerschachtelhalmjauche vor allem bei den Pilzkrankheiten wie Schorf oder Mehltau, dass sich die Sporen ansetzen und in die Zellen hineinwachsen.

Bei der Moniliakrankheit ist der Spritztermin ebenfalls besonders wichtig, weil die Infektion nur während der Blüte zustandekommen kann. Auch hier hilft Ackerschachtelhalm gut - Spritztermin ist kurz vor der Blüte, in die Blüte und kurz nach der Blüte.Gerade bei Monilia ist es auch extrem wichtig alle kranken Äste bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden, sowie alle Fruchtmumien im Herbst gründlich entfernen.

Wenn Sie die Brennessel- und Ackerschachtelhalmjauche regelmäßig ab dem Austrieb bis zur Blüte bei allen Prunus-Arten (auch bei Kirschlorbeer) anwenden, hilft das auch zuverlässig gegen die Schrotschusskrankheit (Pilzkrankheit).

Mit dem wärmeren Wetter zeigen sich im Obst- aber auch im Ziergarten die ersten Blattläuse. Bei großen Bäumen erledigt die Natur dieses Phänomen meistens von selbst, denn die Florfliege ist sofort da und damit der beste Schädlingsbekämpfer.  Kleine Bäume und Zierpflanzen, deren Zierwert sehr unter Läusen leidet (Zerfressenen Knospen) soll man am besten im frühen Befallsstadium bekämpfen, noch bevor die frischen Triebe und Blätter vom Saugen der Blattläuse beschädigt sind.

Die Raupen des Kleinen- und Großen Frostspanners (besonders bei Süßkirschen) sollten eigentlich gar nicht auf Ihren Obstbäumen vorkommen, wenn Sie den Leimring bis Ende April ordentlich warten. Fressen Sie trotzdem, weil ein paar Weibchen es geschafft haben die Barriere den Leimringes zu überwinden, können Sie mit NEEM oder Xentari (beides biologische Spritzmittel) diesem Vielfrass das handwerk legen.

Jene Obstbäume, welche für echten Mehltau anfällig sind, sollte man schon vor und auch nach dem Austrieb öfter kontrollieren, damit man befallene oder verdächtige Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden und ebenfalls mit Ackerschachtelhalmbrühe spritzen kann.

Beim Beerenobst ist jetzt die Zeit, die kranken Pflanzen (Erdbeeren) oder Pflanzenteile (Himbeeren, Brombeeren) zu entfernen.


Pflanzenschutz im

Ziergarten

Thujen und Scheinzypressen welche mit der Thujenminiermotte befallen oder befalls-verdächtig sind, sollte man im Frühjahr bis ins gesunde Holz ausschneiden und das Schnittgut sorgfältig beseitigen. Mit dem rechzeitigen Schnitt im Frühjahr werden auch Pilzkrankheiten wie Trieb- und Zweigsterben und Thuja- Schuppenbräune bekämpft.

Bei Fichten, welche öfter mit der Fichtengallenlaus befallen sind, ist jetzt die Zeit zur Bekämpfung der ersten Mutterläuse, welche sich als sichtbare "Wachshäufchen" an den Triebspitzen zeigen. Verwenden Sie Neem oder auch ein öliges Austriebspritzmittel - das gleich gilt für die Sitkafichtenlaus.

Auch der frische Austrieb bei Zierpflanzen ist durch Echten Mehltau gefährdet. Anfällige Pflanzen, am besten vorbeugend, mit schon erwähnten Jauchen spritzen, auf eine ausgewogene Ernährung achten (zu starke Stickstoffdüngung fördert den Befall).