Zwetschken & Ringlotten
Zwetschkenkuchen, Zwetschkenknödel, Sliwowitz – die Zwetschke ist tief in der österreichischen Küche verwurzelt. Und aus dem eigenen Garten schmeckt sie einfach besser: vollreife Früchte mit intensivem Aroma, die man nicht unreif pflücken muss, damit sie einen Transport überstehen.
Zwetschke oder Ringlotte?
Beide gehören botanisch zur Gruppe der Pflaumen (Prunus domestica), unterscheiden sich aber deutlich in Form und Verwendung. Zwetschken sind länglich-oval, tiefblau-violett, mit festem Fruchtfleisch, das sich gut vom Stein löst – ideal zum Backen, Einkochen, Trocknen und Destillieren. Ringlotten (auch Renekloden genannt) sind rund, grün-gelblich bis rosa, mit saftig-süßem, oft honigartigem Fruchtfleisch – die feinere Tafelsorte, am besten frisch genossen.
Standort & Pflege
Zwetschken und Ringlotten sind anspruchslos: ein sonniger Standort und gut durchlässiger Boden genügen. Staunässe vermeiden. Die meisten Sorten sind selbstfruchtbar – eine einzige Pflanze reicht.
Schnitt – regelmäßig, aber maßvoll
Zwetschken und Ringlotten fruchten am zwei- bis dreijährigen Holz. Ab dem vierten Jahr beginnen die Triebe zu vergreisen und tragen kaum noch. Ein regelmäßiger Verjüngungsschnitt hält den Baum jung und ertragreich: alte Fruchttriebe durch junge Neutriebe ersetzen. Den Schnitt am besten im Sommer nach der Ernte oder im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb durchführen – nicht im Winter, da frische Wunden bei Steinobst anfälliger für Pilzinfektionen sind.