Blauglockenbaum
| Botanischer Name | Paulownia tomentosa |
|---|---|
| Wuchshöhe | bis zu 15 m |
| Standort | sonnig |
| Wurzel | Tiefwurzler |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Blauglockenbaum / Kaiserbaum – Paulownia tomentosa | spektakuläre Violettblau-Blüte vor dem Laubaustrieb | gigantisches Laub | insektenfreundlich | schnellwüchsig | stadtklimafest | winterhart
Der Blauglockenbaum ist einer der beeindruckendsten und exotischsten Blütenbäume der gemäßigten Zone – ein Baum, der im Frühjahr für Sprachlosigkeit sorgt. Ursprünglich aus China stammend, wo er seit Jahrtausenden als kaiserliches Symbol verehrt wird – daher auch der Name Kaiserbaum oder Kiri-Baum – ist Paulownia tomentosa seit dem 19. Jahrhundert in Europa kultiviert und gilt als einer der schnellwüchsigsten Laubbäume überhaupt.
Im Vergleich zur kompakteren 'Fast Blue' ist die Wildart Paulownia tomentosa großzügiger, breiter und imposanter: Sie entwickelt eine lockere, mit dem Alter schirmförmige, weit ausladende Krone von bis zu 15–20 m Höhe und 10–15 m Breite – ein Baum für Parks, großzügige Gärten und weiträumige Freistellungen. Kräftige Jungpflanzen wachsen in der Höhe bis zu 100–400 cm pro Jahr – ein Wuchs, der in der gemäßigten Zone seinesgleichen sucht. Als Tiefwurzler mit weit ausgreifendem Wurzelsystem standfest und dauerhaft verankert.
Violettblaue Blüte – das Jahreshighlight
Von April bis Mai – noch vor dem Laubaustrieb – bedeckt sich der kahle Baum von Kopf bis Fuß mit aufrechten, 30–40 cm langen Rispen aus zahlreichen trompetenförmigen, violettblauen Blüten mit gelbem Schlund. Der intensive, lieblich-süße Duft zieht Bienen, Hummeln und Schmetterlinge von weitem an. Das Schauspiel ist von außergewöhnlicher Fernwirkung – und bleibt, einmal gesehen, unvergesslich. Die Blütenknospen überwintern sichtbar am Holz – sie sind die frostempfindlichste Stelle des Baumes und können bei strengen Wintern erfrieren; der Baum regeneriert sich jedoch zuverlässig aus dem Holz.
Gigantisches Laub
Nach der Blüte entfalten sich die herzförmigen, samtweich behaarten Blätter – bei ausgewachsenen Bäumen 30–40 cm groß, an jungen Schösslingen bis zu 50 cm – und verleihen dem Baum eine fast tropisch-üppige Sommerpräsenz. Die samtige Textur und das Rauschen der großen Blätter im Wind sind ein akustisches wie optisches Erlebnis. Im Herbst bilden sich glockige, braune Samenkapseln, die noch viele Jahre dekorativ am Baum hängen bleiben und leise im Wind klappern.
Insektenwert
Die nektarreichen Blüten sind eine wertvolle Frühjahrstracht für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge – besonders wertvoll in der blütenarmen Vorfrühlingszeit.
Standort & Boden
Vollsonnig, warm und windgeschützt – ein geschützter Standort ist essenziell, da Wind sowohl Blüten als auch das großflächige Laub beschädigt. Durchlässige, nährstoffreiche, schwach saure bis alkalische Böden bevorzugt. Ansonsten ausgesprochen anspruchslos und stadtklimafest. Staunässe unbedingt vermeiden.
Rückschnitt
Ein regelmäßiger Höhenschnitt ist nicht empfehlenswert – der Baum reagiert auf starke Rückschnitte mit meterhohen Wassertrieben und setzt kaum noch Blüten an. Außerdem heilen Schnittwunden schlecht und bieten Eintrittstellen für Schaderreger. Bei notwendigen Korrekturen: Schnitte im Sommer nach dem Laubaustrieb setzen. Sollten Triebe erfrieren, einen konsequenten Rückschnitt bis auf den Boden im Winter vornehmen – der Baum treibt zuverlässig wieder aus.
| Blüte | violettblau |
|---|---|
| Blütenzeit | April bis Mai |
| Blatt | sehr groß, herzförmig, behaart, gegenständig |
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