| Botanischer Name | Morus alba |
|---|---|
| Habitus | rundliche bis breit-halboffene, malerische Krone |
| Wuchshöhe | bis 15m |
| Standort | sonnig |
| Wurzel | Herzwurzler |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Weißer Maulbeerbaum – Morus alba | essbare weiße Früchte | goldgelbe Herbstfärbung | insektenfreundlich | Vogelmagnet | hitzeverträglich | stadtklimafest | Zukunftsbaum | winterhart
Der Weiße Maulbeerbaum ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit – seit über 4.500 Jahren in China kultiviert, seit dem 12. Jahrhundert in Mitteleuropa beheimatet und über Jahrhunderte als wertvoller Obst- und Nutzbaumm geschätzt. Heute erlebt Morus alba seine Renaissance als Klimabaum der Zukunft: Trockenheit, Hitze, karge Böden, städtische Belastungen – kaum ein anderer Laubbaum bewältigt diese Herausforderungen so souverän und liefert dabei gleichzeitig essbare Früchte und ökologischen Nutzen. Zu Unrecht geriet er in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit – es ist höchste Zeit, ihm seinen Platz im Garten zurückzugeben.
Mit 8–15 m Höhe und 4–8 m Breite entwickelt Morus alba eine rundliche bis breit-halboffene, malerische Krone mit charakteristisch gefurchter, grauer Rinde und kräftigen, unregelmäßig verzweigten Ästen – ein Solitärbaum mit Charakter und Substanz, der mit zunehmendem Alter immer eindrucksvoller wird. Als Herzwurzler standfest und mit gutem Anwurzelvermögen.
Laub & Herbstfärbung
Das herzförmige, glänzend hellgrün bis dunkelgrüne Laub – oft vielgestaltig gelappt an jungen Trieben – ist rau anzufassen und verleiht dem Baum eine lebendige, üppige Sommererscheinung. Im Herbst verwandelt es sich in ein warmes Goldgelb – ein harmonischer, strahlender Saisonabschluss.
Blüte & Insektenwert
Von Mai bis Juni erscheinen unscheinbare, grünlich-weiße, hängende Kätzchen – als wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Insekten im Frühsommer geschätzt, auch wenn die Blüten für das menschliche Auge wenig spektakulär sind.
Essbare Früchte & Vogelmagnet
Ab August reifen die charakteristischen, brombeerähnlichen, weißen bis cremegelben Früchte – süßlich-aromatisch im Geschmack, frisch genossen oder für Säfte, Wein und Backwaren geeignet. Nicht lagerfähig und daher am besten direkt vom Baum genossen. Die Früchte sind ein unverzichtbarer Vogelmagnet und ernähren Amseln, Drosseln und viele andere Singvögel in der Hochsommerzeit.
Standort & Boden
Vollsonnig und windgeschützt, warm. Bevorzugt durchlässige, kalkhaltige, nährstoffreiche Böden – gedeiht aber auch auf nährstoffarmen, sandigen und trockenen Substraten ausgesprochen gut. Trockenheits- und hitzeverträglich, stadtklimafest und anspruchslos. Keine Überpflasterung direkt im Wurzelbereich. Staunässe meiden.
Rückschnitt
Morus alba ist gut schnittverträglich und lässt sich problemlos in der Höhe begrenzen. Schnitte am besten im späten Winter oder zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb vornehmen: überkreuzende, schwache oder abgestorbene Äste entfernen, die Krone bei Bedarf auslichten. Starke Eingriffe im Frühjahr vermeiden, da der Baum dann im Saft steht.
| Blüte | grünlich-weiße, hängende Kätzchen |
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| Blütenzeit | Mai-Juni |
| Frucht | brombeerähnlichen, weißen bis cremegelben Früchte |
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| Blatt | herzförmige, glänzend hellgrün bis dunkelgrüne Laub, im Herbst goldgelb |
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| Eigenschaften | Blatt mit Herbstfärbung |