| Botanischer Name | Gymnocladus dioicus |
|---|---|
| Habitus | eiförmige bis hochgewölbte, malerisch unregelmäßig verzweigte Krone |
| Wuchshöhe | bis 20m |
| Standort | sonnig |
| Wurzel | Tiefwurzler |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Geweihbaum – Gymnocladus dioicus | malerischer Winteraspekt | gigantisches Gefiederlaub | duftende Blüten | insektenfreundlich | stadtklimafest | Zukunftsbaum | winterhart
Der Geweihbaum ist eine der außergewöhnlichsten und seltensten Baumraritäten für den heimischen Garten – und ein echter Vierjahreszeitenbaum, der in jeder Saison mit einer anderen, unverwechselbaren Qualität überrascht. Ursprünglich aus dem Mittleren Westen Nordamerikas stammend, wo er als Straßen- und Parkbaum längst etabliert ist, fragt man sich unweigerlich, warum er in Europa noch so selten gepflanzt wird. Seit 1747 in Europa bekannt, ist Gymnocladus dioicus ein Klimabaum der Zukunft mit außergewöhnlich großer ökologischer Standortamplitude.
Mit 15–20 m Höhe und 6–10 m Breite entwickelt er eine eiförmige bis hochgewölbte, malerisch unregelmäßig verzweigte Krone – locker, halbsoffen und lichtdurchlässig. Als Tiefwurzler mit kräftigem, tiefgehendem und weitreichendem Wurzelwerk standfest, aber keine Überpflasterung direkt im Wurzelbereich. Der Baum kann bei Wurzelverletzungen zur Ausläuferbildung neigen – Erdarbeiten in seiner Nähe möglichst vermeiden.
Das Markenzeichen: Geweih-Silhouette im Winter
Seinen deutschen Namen verdankt der Baum seinen dicken, knotigen, auffallend wenig verzweigten Ästen, die im kahlen Zustand einem Hirschgeweih verblüffend ähnlich sehen – eine der eindrucksvollsten Wintersilhouetten unter allen Laubbäumen. Dazu kommt die blaugraue, streifig-eingerissene Borke, die ganzjährig dekorativ wirkt.
Gigantisches Laub & Spätest-Austrieb
Der Geweihbaum treibt als einer der letzten Bäume überhaupt aus – erst Ende Mai bis Anfang Juni, wenn die Frostgefahr längst vorbei ist. Dann entfalten sich doppelt gefiederte Blätter von 50–80 cm Länge – die größten Blätter aller mitteleuropäischen Laubbäume – in einem charakteristischen grün-roten Frühaustrieb, der sich zu einem mattgrün-bläulichen Sommerlaub entwickelt. Im September beginnt der frühe Laubfall; die roten Blattspindeln bleiben jedoch lange malerisch haften. Die goldgelbe Herbstfärbung rundet den Jahreszyklus ab.
Blüte & Fruchtschmuck
Im Juni erscheinen grünlich-weiße, sternförmige Blüten in pyramidalen Rispen – die weiblichen Blüten verströmen einen angenehm süßlichen Duft und sind eine wertvolle Nektarquelle für Bienen und andere Insekten im Frühsommer. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich bis Oktober rotbraune, ledrige Hülsenfrüchte von 10–15 cm Länge, die oft bis weit in den Winter am Baum hängen bleiben und einen malerischen Fruchtschmuck bilden. Achtung: Samen und Rohfrüchte sind giftig und nicht für den Verzehr geeignet.
Standort & Boden
Vollsonnig, warm und möglichst windgeschützt. Bevorzugt tiefgründige, nährstoffreiche, humose Böden – ist aber insgesamt ausgesprochen anpassungsfähig: gedeiht auf trockenen bis zeitweise feuchten, schwach sauren bis stark alkalischen, sandigen bis lehmig-tonigen Böden. Stadtklimafest, industriefest, hitzeverträglich, salztoleriert und praktisch frei von Krankheiten und Schädlingen.
Rückschnitt
Möglichst nicht schneiden – der Geweihbaum verträgt Schnitte nicht besonders gut und reagiert empfindlich auf stärkere Eingriffe.
| Blüte | grünlich-weiße, sternförmige Blüten |
|---|---|
| Blütenzeit | Juni |
| Frucht | rotbraune, ledrige Hülsenfrüchte - giftig! |
|---|---|
| Essbarkeit | nicht essbar |
| Blatt | doppelt gefiederte Blätter, grün-roten Frühaustrieb, im Herbst goldgelb |
|---|---|
| Eigenschaften | Blatt mit Herbstfärbung |