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Stauden vermehren im Sommer


Mai - Oktober
Wir zeigen heute einen echten Starkl-Profitipp - die Stauden-Vermehrung: 
Fachbegriffe erklärt

Was sind Stauden?

Stauden sind die wahren Schätze im Garten: pflegeleicht, langlebig und mit einer Fülle an Blüten, die Jahr für Jahr zurückkehren.

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, die im Gegensatz zu Gehölzen keine verholzenden Triebe bilden. Das bedeutet: Ihre oberirdischen Pflanzenteile (Blätter und Stängel) sterben meist im Herbst oder Winter ab, doch die Pflanze selbst überlebt im Wurzelbereich. Im Frühjahr treiben Stauden dann aus ihrem Wurzelstock, Rhizom oder Knollen wieder neu aus.

Wer seinen Garten ohne großen Kostenaufwand verschönern möchte, sollte Stauden vermehren. Mit der richtigen Methode können Sie Ihre Lieblingspflanzen teilen, stärken und gleichzeitig neue Beete füllen.

Vermehren, was man hat

Warum Stauden vermehren?

Das Vermehren von Stauden hat gleich mehrere Vorteile:

  •  Mehr Pflanzen für wenig Aufwand – Sie sparen sich den Neukauf im Gartencenter.

  •  Verjüngung der Pflanzen – ältere Stauden blühen nach der Teilung oft wieder üppiger.

  •  Fülligere Beete – kahle Stellen lassen sich schnell und natürlich schließen

Stauden vermehrt man nicht nur durch Samen. Man kann sie entweder durch Teilung oder Stecklinge vermehren und genauso einfach wie das klingt, ist es auch: 

Frühling - Sommer

Wann ist die beste Zeit, um Stauden zu vermehren?

Die beste Zeit, um Stauden mit Hilfe von Stecklingen zu vermehren, ist von Ende Mai bis Ende August. Aber auch noch bis in Frühherbst lassen sich durch Stecklinge erfolgreich Stauden vermehren.

So einfach geht'S

Stauden vermehren durch Stecklinge

Ein etwa fingerlanges Stück eines jungen Triebes abschneiden. Dieses wird später in die Erde gesteckt und muss Wurzeln bilden.

  1. Trieb schneiden
    Schneide einen gesunden, noch nicht verholzten Trieb (etwa 8–12 cm lang) direkt unter einem Blattknoten ab.

  2. Blätter vorbereiten
    Entferne die unteren Blätter, sodass nur zwei bis drei Blattpaare am oberen Ende stehen bleiben. Blüten oder Knospen solltest du ebenfalls abknipsen, damit der Steckling seine Energie in die Wurzelbildung steckt.

  3. Steckling einsetzen
    Setze den Steckling in lockere, nährstoffarme Anzuchterde oder in eine Mischung aus Sand und Erde. Etwa ein Drittel des Stecklings sollte in der Erde stecken.

  4. Angießen
    Drücke die Erde leicht an und gieße vorsichtig. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber nie zu nass sein.

  5. Standort wählen
    Stelle den Steckling hell, aber nicht in die direkte Sonne. Ein Mini-Gewächshaus oder eine Abdeckung mit Folie sorgt für gleichmäßige Luftfeuchtigkeit.

  6. Geduld haben
    Nach drei bis sechs Wochen haben sich in der Regel erste Wurzeln gebildet. Sobald neue Triebe erscheinen, kannst du die jungen Pflanzen in Töpfe oder ins Beet setzen.

vermehrung durch Stecklinge

Welche Stauden lassen sich leicht durch Stecklinge vermehren?

Besonders leicht lassen sich vermehren:

  • Lavendel
  • Katzenminze
  • Salbei
  • Storchschnabel
  • Chrysanthemen

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Schritt für Schritt 

Stauden vermehren durch Teilung

Eine noch viel einfachere Methoden der Staudenvermehrung ist die Teilung.

Gerade wenn die Blühfreudigkeit nachgelassen hat und die Pflanze im Frühjahr kümmerlich wächst, sollte man diese Stauden teilen. Das Teilen der Stauden dient in erster Linie der Verjüngung der Pflanzen.

  1. Pflanze ausgraben: Lockert die Staude vorsichtig mit einer Grabegabel.

  2. Wurzelballen teilen: Mit einem scharfen Spaten oder Messer die Pflanze in mehrere Stücke teilen. Jedes Teilstück sollte ausreichend Wurzeln und Triebe haben.

  3. Neu einsetzen: Die Teilstücke in vorbereitete Pflanzlöcher setzen, Erde andrücken und gut angießen.

Gerade die Sommer- und Herbstblüher unter den Stauden lassen sich am besten im Frühjahr teilen. 

Nach der Teilung sollten die Pflanzen mit frischer, nährstoffreicher Erde versorgt werden, damit sie schnell und gut genährt anwachsen können.

vermehrung durch teilung

Welche Stauden lassen sich leicht teilen? 

Besonders leicht zu teilen sind:

  • Phlox
  • Taglilien
  • Funkien
  • Margeriten
  • Gräser
  • Frauenmantel
  • Hohe Fetthenne (Sedum Telephium, Sedum spectabile)

Diese Arten treiben nach der Teilung kräftig wieder aus und bringen schon im nächsten Jahr üppige Blüten hervor.

stauden vermehren 

Video-Anleitung 

Stauden lassen sich ganz einfach über Teilung oder Stecklinge vermehren – so erhältst du schnell und kostengünstig neue Pflanzen für deinen Garten. Wie du dabei Schritt für Schritt vorgehst, zeigen wir dir in unserem Video.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Stauden vermehren"

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Herbst absterben, die aber im Wurzelbereich überleben und im Frühjahr neu austreiben. Genau diese robuste Wurzelstruktur macht sie ideal für die Vermehrung: Sowohl Teilung als auch Stecklinge sind einfache, kostengünstige Methoden, um mehr Pflanzen zu gewinnen.

Die beste Zeit für Stecklinge ist von Ende Mai bis Ende August – also wenn die Pflanzen kräftig gewachsen sind, aber noch nicht verholzt sind. Sobald die Stauden ausgetrieben und eine gewisse Höhe erreicht haben, meistens im Mai, können Stecklinge geschnitten werden – wichtig ist, dass dies vor der Blütenbildung geschieht.

Einen gesunden, noch nicht verholzten Trieb (ca. 8–12 cm) direkt unter einem Blattknoten abschneiden. Die unteren Blätter entfernen, sodass nur 2–3 Blattpaare oben bleiben. Blüten oder Knospen abknipsen – damit steckt die Pflanze ihre Energie in die Wurzelbildung. Den Steckling in lockere, nährstoffarme Anzuchterde setzen (ca. ein Drittel in der Erde), leicht andrücken und gießen.

Das Eintauchen der Stecklinge in Bewurzelungspulver vor dem Einpflanzen kann helfen. Es ist aber kein Muss – viele Stauden wurzeln auch ohne Hilfsmittel zuverlässig an.

In der Regel haben sich nach drei bis sechs Wochen erste Wurzeln gebildet. Das Zeichen: neue Triebe erscheinen am Steckling. Sobald das der Fall ist, können die Jungpflanzen in Töpfe oder ins Beet gesetzt werden.

Zu nasse Erde fördert Fäulnis, zu viel direkte Sonne trocknet die Stecklinge aus. Regelmäßiges Lüften ist wichtig, damit sich kein Schimmel bildet. Außerdem: keine verholzten oder kranken Triebe verwenden, und Blütenansätze immer entfernen. 

Der beste Zeitpunkt für die Teilung ist im zeitigen Frühjahr. Es sollte frostfrei sein, aber nicht so spät, dass die Pflanzen schon austreiben oder gar kurz vor der Blüte stehen. Die Staude vorsichtig mit einer Grabegabel ausgraben, den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer teilen – jedes Teilstück muss ausreichend Wurzeln und Triebe haben. Neu einsetzen, gut angießen, mit frischer nährstoffreicher Erde versorgen.

Das Teilen von Stauden führt nicht nur zu zusätzlichen Pflanzen, sondern bewirkt auch eine Verjüngung der bestehenden Staude. Ältere Stauden, die in der Mitte kahl werden oder weniger blühen, profitieren besonders von einer Teilung.

Manche Stauden, zum Beispiel viele Steingartenstauden mit langer Pfahlwurzel oder die Küchenschelle, können nicht geteilt werden – sie nehmen die Teilung sehr übel. Grundsätzlich gilt: Stauden ohne klar sichtbare Teilungsstellen und mit einzelnem Hauptwurzelstrang lassen sich nicht sinnvoll teilen. 

Ja – wer regelmäßig Stecklinge schneidet, regt die Mutterpflanze zu mehr Verzweigung und Buschigkeit an. Das gilt besonders bei Lavendel, Katzenminze und Salbei, die nach dem Stecklingsschnitt oft dichter und blühfreudiger werden.

Die Vermehrung von Stauden mit Samen ist relativ aufwändig, aber effektiv. Diese Methode funktioniert aber nur wirklich gut bei samenfesten Sorten. Bei der Vermehrung durch Samen wird das Erbgut beider Elternteile gemischt – die neue Pflanze ähnelt der Mutterpflanze, kann aber etwas andere Merkmale aufweisen. Für sortentreue Vermehrung ist Teilung oder Stecklinge die bessere Wahl.

Unbedingt – selbst vermehrte Stauden sind eine wunderbare Geschenkidee für Gartenfreunde. Wer keinen Platz mehr im Garten hat, fragt Freunde oder Bekannte – oftmals sind sie sehr dankbar und es entsteht ein reger Tausch.

Starke Gärtnerin
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