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Diese Blumenzwiebeln pflanzt man im Herbst
„Blumenzwiebeln sind kleine Kraftpakete der Natur, die Jahr für Jahr aus der Erde sprießen und Gärten mit Farbenpracht erfüllen.“
Herbst-Blumenzwiebeln blühen im Frühling!
Manche Blumenzwiebeln brauchen den Frost um im Frühling zu blühen, daher müssen sie unbedingt im Herbst in den Boden! Ohne Frost keine Blüte, daher nicht zu lange warten!
Bei der Zwiebelwahl darauf achten eine schöne Abwechslung rein zu bringen. Wenn wenig Platz vorhanden ist, können die Zwiebeln mit der Lasagne-Methode gelegt werden. Mehr dazu weiter unten.
Wir haben dazu beliebte Zwiebel- und Knollenpflanzen, sortiert nach den unterschiedlichen Blütezeiten, zusammengestellt.
Jänner
Schon im tiefen Winter wagen sich die ersten Schneeglöckchen aus der Erde. Die zarten weißen Blüten trotzen Schnee und Frost und sind ein wichtiger Nektarspender für frühe Insekten. Schneeglöckchen bevorzugen einen halbschattigen Standort und lockeren, humusreichen Boden.
- Schneeglöckchen (Galanthus): Blütezeit I-II
Februar
Mit leuchtend gelben Blüten bringen Winterlinge schon im Spätwinter fröhliche Farbtupfer ins Beet. Sie wachsen gern unter Sträuchern oder Bäumen, wo sie einen gelben Teppich bilden. Winterlinge bevorzugen lockeren, kalkhaltigen Boden und vermehren sich durch Selbstaussaat, sodass sie Jahr für Jahr üppiger werden.
Ob in strahlendem Gelb, zartem Violett oder reinem Weiß – Krokusse sind unverzichtbare Frühblüher. Sie eignen sich perfekt für Rasenflächen, Steingärten oder als bunte Farbinseln im Beet. Neben ihrer Schönheit sind sie auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln, die im Februar ihre ersten Ausflüge wagen.
- Winterlinge (Eranthis hyemalis): Blütezeit II-III
- Krokusse (Crocus): Blütezeit II-III
März
Im März zeigt sich der Frühling von seiner farbenfrohen Seite. Blausternchen (Scilla) blühen von März bis April und bedecken Beete und Rasenflächen mit einem leuchtend blauen Teppich.
Buschwindröschen (Anemone nemorosa) öffnen von März bis Mai ihre zarten weißen Blüten und breiten sich unter Sträuchern oder in lichten Wäldern aus.
Das Balkan-Windröschen (Anemone blanda) bringt im gleichen Zeitraum fröhliche Farbtöne von Blau über Rosa bis Weiß ins Beet.
- Traubenhyazinthen (Muscari): Blütezeit III-IV
- Blausternchen (Scilla): Blütezeit III-IV
- Buschwindröschen, weiß (Anemone nemorosa): Blütezeit: III-V
- Balkan-Windröschen (Anemone blanda): III-V
April
Der April ist der Monat der großen Farbexplosion. Narzissen (Narcissus) und Tulpen (Tulipa) blühen jetzt in unzähligen Formen und Farben. Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) setzen mit ihren dichten, blauen Blütenkerzen kräftige Akzente, während Hyazinthen (Hyacinthus orientalis-Hybriden) mit intensivem Duft den Garten erfüllen.
Die majestätische Kaiserkrone (Fritillaria persica) sorgt für exotischen Flair, und Märzenbecher (Leucojum) bringen mit ihren weißen Glöckchen Frühlingsfrische ins Beet.
- Narzissen (Narcissus): Blütezeit IV-V
- Tulpen (Tulipa): Blütezeit IV-V
- Hyazinthen (Hyacinthus orientalis-Hybriden): Blütezeit IV-V
- Kaiserkrone (Fritillaria persica): Blütezeit IV-V
- Märzenbecher (Leucojum): Blütezeit IV-V
Mai
Im Mai ragen die kugeligen Blütenbälle des Zierlauchs (Allium-Hybriden) von Mai bis Juli aus dem Beet und ziehen mit ihrem Violett Blicke und Bienen an. Die Kronenanemone (Anemone coronaria) ergänzt die Szene mit leuchtenden Blüten in Rot, Rosa, Blau oder Weiß und sorgt für mediterranes Flair.
- Zierlauch (Allium Hybriden): Blütezeit V-VII
- Kronenanemone (Anemone coronaria): Blütezeit V-VII
Blumenzwiebeln im Herbst pflanzen
Blumenzwiebeln sollten bald nach dem Kauf gesetzt werden. Wenn sie nicht gleich gesetzt werden können, werden die Blumenzwiebeln an einem kühlen, trockenen, dunklen Ort gelagert:
Und so werden die Blumenzwiebel in die Erde gebracht:
- Lockern Sie zuerst den Boden auf.
- Pflanzloch ausheben, das etwa doppelt so tief ist, wie die Zwiebel hoch ist.
- Wer besonders lehmigen und undurchlässigen Boden hat, kann eine Drainageschicht aus Sand einarbeiten.
- Zwiebeln mit dem Wurzelansatz nach unten in die Erde stecken (keine Sorge, legt man sie mal verkehrt, braucht sie einfach nur ein wenig länger um ihren Weg an die Oberfläche zu finden).
- Immer mehrere Zwiebeln an einer Stelle zusammen pflanzen. So ergibt es ein üppiges, schönes Pflanzbild.
- Zum Schluss werden die Zwiebeln mit frischer Pflanzerde bedeckt.
- Denken Sie auch im Winter an das Gießen!
Mit diesen Tipps steht dem Blumenmeer im Frühling nichts mehr im Wege!
Wühlmaus-Schutz
Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Wühlmaus. Damit die Nager gar nicht erst zuschlagen, lohnt sich der Einsatz von Blumenzwiebel-Schalen. Diese können fertig gekauft oder ganz einfach selbst aus feinem Drahtgitter gebaut werden.
Die Schalen schützen nicht nur vor Fraßschäden, sondern erleichtern auch das Ausgraben nach der Blüte. Wer möchte, kann die Zwiebeln im Sommer in der Schale trocknen, stapeln und bis zum Herbst lagern – ideal für wertvolle Sorten oder Raritäten.
Alternativ können die Zwiebeln nach dem Verblühen einfach in der Erde bleiben. In den meisten Fällen überstehen sie den Sommer problemlos und blühen im nächsten Frühjahr erneut.
Videoanleitung Blumenzwiebeln setzen
Setzen Sie Blumenzwiebeln immer mit der spitzen Seite nach oben. Bei flachen Zwiebeln oder Knollen ist die Ausrichtung nicht immer eindeutig – keine Sorge, auch falsch gepflanzte Zwiebeln treiben aus, brauchen dann aber etwas länger.
Pflanzen Sie nicht zu tief. Die Faustregel sollte man sich merken: doppelt so tief wie die Zwiebel hoch ist, dann liegt sie perfekt. Zum Abschluss Pflanzerde auflegen, gleichmäßig verteilen und gut angießen.
Tipp für den Winter: Das Beet mit Reisig abdecken, um die Zwiebeln zu schützen. Dann heißt es nur noch warten, bis im Frühling die bunte Blütenpracht erscheint.
Mehr Tipps und die genaue Pflanztechnik finden Sie im Video!
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