| Botanischer Name | Sorbus domestica |
|---|---|
| Habitus | rundlich gewölbte, breit ausladende, dicht belaubte Krone |
| Wuchshöhe | bis 15m |
| Standort | sonnig, halbschattig |
| Wurzel | Herzwurzler |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Speierling – Sorbus domestica | weiße Duftblüten | essbare Früchte | goldorange Herbstfärbung | bienenfreundlich | Vogelnährgehölz | seltene Baumart | winterhart
Der Speierling ist eine der seltensten und wertvollsten heimischen Baumarten Europas – und gleichzeitig einer der geduldigsten: Wer ihn pflanzt, investiert in einen Baum, der 500–600 Jahre alt werden kann und mit jedem Jahrzehnt imposanter wird. Kein Wunder, dass Sorbus domestica 1993 zum Baum des Jahres gekürt wurde. Ursprünglich aus Südeuropa stammend, findet man ihn in Mitteleuropa heute vor allem in Weinbauregionen an warmen, sonnigen Hängen – und als bewusst gepflanzten Garten- und Parkbaum, der dort etwas bewahrt, was im Wald längst selten geworden ist.
Mit 10–15 m Höhe und bis zu 12 m Breite entwickelt Sorbus domestica eine rundlich gewölbte, breit ausladende, dicht belaubte Krone mit charakteristisch rot-braunen Jungtrieben und einer grau-schuppigen, unverwechselbaren Rinde. Als Herzwurzler mit tiefgehendem Wurzelsystem standfest und langlebig – er braucht tief- und nährstoffreiche Böden und genügend Platz nach unten.
Blüte
Von Mai bis Juni erscheinen cremeweiße, kegelförmige Schirmrispen von ca. 10 cm Breite – duftend und reichhaltig bestäubt von Bienen, Hummeln und anderen Insekten. Geduld ist gefragt: Bis zur ersten Blüte vergehen in der Regel 10–15 Jahre – der Speierling ist ein echter Hausbaum, der erst mit den Jahren zu voller Größe und Schönheit heranwächst.
Essbare Früchte & Vogelnahrung
Ab September reifen die charakteristischen, 2–4 cm großen, apfel- bis birnenförmigen Früchte in Grünlichgelb mit rötlicher Sonnenseite – ein dekorativer Herbstschmuck, der weithin leuchtet. Roh sind sie zusammenziehend und herb; nach dem Frostweich-Werden oder Verarbeiten jedoch hervorragend für Apfelwein, Cider, Most und Gelees. Für Vögel, Drosseln und Kleinsäuger sind die Früchte eine wertvolle Nahrungsquelle bis in den Winter.
Herbstfärbung
Das gefiederte, dunkelgrüne Laub – der Vogelbeere zum Verwechseln ähnlich – verwandelt sich im Herbst in ein leuchtendes Gelb bis Orange – ein warmer, harmonischer Saisonabschluss.
Standort & Boden
Sonnig bis halbschattig, warm. Durchlässige, kalkhaltige, nährstoff- und basenreiche Lehm- oder Tonböden bevorzugt; mäßig trocken bis frisch. Als Wärmepflanze am besten in klimatisch begünstigten Lagen – Weinbauklima ideal. Staunässe und schwere Tonböden meiden.
Rückschnitt
Kaum erforderlich. Bei Bedarf nur im Frühjahr: kranke, abgestorbene oder kreuzende Äste entfernen. Die Sorte ist schnittverträglich.
| Blüte | cremeweiße, kegelförmige Schirmrispen |
|---|---|
| Blütenzeit | Mai-Juni |
| Frucht | 2–4 cm großen, apfel- bis birnenförmigen Früchte |
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| Fruchtreife | September |
| Blatt | gefiederte, dunkelgrüne Laub, im Herbst gelb bis orange |
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| Eigenschaften | Blatt mit Herbstfärbung |