Säulen-Eberesche
| Botanischer Name | Sorbus thuringiaca 'Fastigiata' |
|---|---|
| Habitus | säulenförmig |
| Wuchshöhe | bis 8m |
| Standort | sonnig, halbschattig |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Säulen-Mehlbeere 'Fastigiata' – Sorbus thuringiaca 'Fastigiata' | kompakte Kegelkrone | weiße Doldenblüten | orangeroter Fruchtschmuck | bienenfreundlich | Vogelnährgehölz | stadtklimafest | winterhart
Die Thüringische Säulen-Mehlbeere 'Fastigiata' ist ein echter Geheimtipp unter den Stadtbäumen – robust, vielseitig und ganzjährig attraktiv, aber in heimischen Gärten noch überraschend selten zu finden. Dabei vereint sie als natürliche Kreuzung zwischen Mehlbeere (Sorbus aria) und Vogelbeere (Sorbus aucuparia) das Beste aus beiden Welten: die Trockenheits- und Stadtklimatoleranz der Mehlbeere und den Zierwert der Vogelbeere – in einer kompakten, kegelförmigen Säulenform, die auch auf engstem Raum funktioniert.
1907 von der englischen Baumschule Backhouse in den Handel gebracht, ist 'Fastigiata' mit 5–7 m Höhe bei 2,5–3,5 m Breite ein idealer Straßen-, Allee- und Gartensolitär für schmale, innerstädtische Standorte, Einfahrten, Vorgärten und Parks. Mit zunehmendem Alter öffnet sich die Krone von der Kegel- zur eiförmigen Form – immer kompakt, immer formstabil.
Laub – unverwechselbar vielgestaltig
Das derbe, mittelgrüne Laub ist eines der markantesten Erkennungszeichen: Es ist an der Basis gefiedert wie eine Vogelbeere, zur Mitte hin gelappt und zur Spitze hin gesägt – eine einzigartige Blattform, die an keiner anderen Baumart so vorkommt. Die Blattunterseite ist charakteristisch graufilzig behaart, die Blattstiele rötlich überzogen. Im Herbst verwandelt sich das Laub in ein leuchtendes Gelb bis Orangerot.
Blüte
Von Mai bis Juni erscheinen weiße, flache Schirmrispen in großer Zahl über dem dunkelgrünen Laub – eine zarte, elegante Blütenpracht, die als wertvolle Bienenweide und Insektentracht im Frühsommer geschätzt wird.
Fruchtschmuck
Ab August reifen kugelrunde, orangerote Beeren von 1–1,5 cm Durchmesser – größer und dekorativer als bei vielen anderen Sorbus-Arten. Sie haften lange am Baum, oft bis weit in den Winter hinein, und sind eine unverzichtbare Vogelnahrung in der kalten Jahreszeit. Die vitaminreichen Früchte können nach dem Aufkochen auch vom Menschen als Gelee, Marmelade, Saft oder Likör verwertet werden.
Standort & Boden
Sonnig bis halbschattig. Sehr bodentolerant: Löss-, Lehm- und Sandböden werden gleichermaßen akzeptiert, von sauer bis kalkhaltig. Stadtklimafest, trockenheitsverträglich und auch auf befestigten Flächen einsetzbar. Mäßig windexponierte Lagen bevorzugen; Staunässe vermeiden. Einen windgeschützten Standort wählen, um die Blüten vor Spätfrostschäden zu schützen.
Rückschnitt
Ein Rückschnitt ist nur gelegentlich erforderlich. Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb stark herausragende Triebe sowie überkreuzende und abgestorbene Äste entfernen. Ein leichter Auslichtungsschnitt alle paar Jahre verbessert Licht- und Luftverhältnisse in der Krone und fördert Blütenansatz und Fruchtbildung. Schnitt- und Sägewunden mit Wundverschlussmittel versorgen.
Winterhärte
Sehr gut winterhart bis ca. −26 °C. Keinen besonderen Winterschutz erforderlich.
| Blüte | weiße, flache Schirmrispen |
|---|---|
| Blütenzeit | Mai - Juni |
| Frucht | kugelrunde, orangerote Beeren, Vogelnahrung |
|---|---|
| Essbarkeit | nicht essbar |
| Fruchtreife | August, September, Oktober |