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Rasenpflege
So wird Ihr Rasen wieder sattgrün
Ein dichter, sattgrüner Teppich lädt zum Barfußlaufen, Spielen oder Entspannen ein. Doch nach dem Winter zeigt sich oft ein anderes Bild: gelbe Verfärbungen, Moos, Unkraut oder kahle Stellen.
Der Frühling ist deshalb die wichtigste Zeit, um den Rasen wieder in Topform zu bringen. Mit der richtigen Pflege legen Sie den Grundstein für eine gesunde und widerstandsfähige Rasenfläche für die gesamte Gartensaison.
Frühestens Ende März sollte mit der Rasenpflege begonnen werden. Der exakte Zeitpunkt hängt von der Region ab.
Wann mit der Rasenpflege starten?
Frühestens Ende März sollte mit der Rasenpflege begonnen werden. Der exakte Zeitpunkt hängt von der Region ab:
- Passen die Temperaturen? Frostfreie Temperaturen in Österreich meist ab Ende März bis April, je nach Region unterschiedlich. Der Boden solle konstant 10°C haben.
- Boden prüfen: Wenn Sie auf dem Boden gehen können, ohne dass er sich stark eindrückt oder matschig ist, ist er bereit.
- Rasenmähen
Erstes Mähen sobald das Gras 3–5 cm hoch ist.
Schnitt nicht zu kurz – maximal 1/3 der Grashöhe abnehmen, sonst schwächt das den Rasen.
Rasen analysieren
Bevor Sie mit der Pflege starten, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihren Rasen. Gerade im Frühjahr zeigen sich viele Probleme besonders deutlich. Typische Warnzeichen sind:
- gelbliche Verfärbungen
- moosige Stellen
- starkes Unkrautwachstum
- kahle oder dünne Stellen im Rasen
Anhand dieser Hinweise können Sie erkennen, welche Maßnahmen Ihr Rasen wirklich braucht. Zudem kann ein Bodentest Aufschluss darüber geben, welchen pH-Wert der Boden hat. Ist der Boden beispielsweise zu sauer (pH-Wert < 5,5–6,0), ist Rasenkalk die richtige Wahl.
Die wichtigsten Pflegearbeiten im Frühling
Damit Ihr Rasen optimal in die Saison startet, sollten Sie im Frühling einige grundlegende Maßnahmen durchführen:
- Erste Reinigung
Laub, Äste und abgestorbene Pflanzenreste entfernen - Düngen
liefert Nährstoffe für kräftiges Wachstum - Nachsäen
kahle Stellen schließen (bspw. mit Rasenreparatur Lückenlos von Neudorff - siehe Video!) - Bewässern
besonders nach Nachsaat regelmäßig gießen - Vertikutieren (bei Bedarf)
Moos und Rasenfilz entfernen
Boden belüften (erst nach dem 3.-4. Mähen im Frühling)
Mit diesen Schritten bleibt Ihr Rasen gesund, dicht und widerstandsfähig.
Gelbe Verfärbung im Rasen
Gelbe oder blasse Stellen sind häufig ein Zeichen dafür, dass Ihrem Rasen Stickstoff oder aber auch Mikroorganismen fehlen.
Düngen: Stickstoff ist einer der wichtigsten Nährstoffe für Gras und sorgt für
- kräftiges Wachstum
- intensive Grünfärbung
- eine dichte Grasnarbe
Im Frühling empfiehlt es sich daher, den Rasen mit einem Rasendünger zu versorgen.
Als Faustregel gilt hier:
- im Frühling/Sommer - ab April kann gedüngt werden.
- im Herbst- spätestens Mitte September, idealerweise mit Kalium-basiertem Dünger, denn dieser stärkt die Zellwände und schützt daher vor Austrocknung im Winter.
Dadurch startet das Gras mit neuer Energie in die Saison und kann sich nach dem Winter schnell regenerieren.
Grundsätzlich würden wir zudem immer einen Bodenverbesserer anwenden, da dieser zusätzlich zum Dünger den Boden mit Mikroorganismen und Mykorhiza-Pilzen anreichert und dadurch die Gräser leichter Nährstoffe und Wasser aufnehmen können.
Moos im Rasen
Moos ist einer der häufigsten Störenfriede im Rasen. Es entsteht meist durch
- verdichteten oder nährstoffarmen Boden
- schlechte Wasserableitung
- mangelnde Belüftung
Hier hilft Vertikutieren. Dabei ritzen Messer die Oberfläche des Bodens leicht an und entfernen gleichzeitig Moos sowie abgestorbene Pflanzenreste.
ACHTUNG: Man sollte dem Rasen ein wenig Zeit geben, bevor man vertikutiert. In der Regel sollte man 3-4 mal gemäht haben, bevor man die Belüftung startet. Meist ist das erst Mitte Mai.
Anschließend empfiehlt es sich, Quarzsand und Bodenverbesserer auszubringen. Dieser verbessert die Bodenstruktur und sorgt dafür, dass Luft und Wasser besser in den Boden gelangen.
Das Ergebnis: Die Graswurzeln werden gestärkt und das Moos hat es künftig deutlich schwerer.
Moos im Rasen kann auch ein Zeichen für zu sauren Boden sein. Rasen wächst am besten bei einem pH-Wert von etwa 7. Mit einem pH-Bodentester (z. B. von Neudorff) lässt sich der Wert leicht prüfen. Ist er zu niedrig, nach dem Lüften oder Vertikutieren Rasenkalk ausbringen, um den pH-Wert wieder zu regulieren.
Unkraut im Rasen richtig entfernen
Unkraut gehört zu den häufigsten Problemen im Garten. Besonders im Frühling beginnt es stark zu wachsen.
Unsere Empfehlung: Unkraut möglichst manuell entfernen.
Chemische Unkrautvernichter können zwar kurzfristig wirken, schaden aber oft den wichtigen Mikroorganismen im Boden, die für ein gesundes Bodenleben sorgen.
Bei starkem Befall helfen sogenannte Sodenstecher. Damit lassen sich einzelne Pflanzen samt Wurzeln gezielt entfernen, ohne den restlichen Rasen zu beschädigen.
Kahle Stellen im Rasen ausbessern
Nach dem Winter entstehen häufig kahle oder stark ausgedünnte Stellen.
Hier hilft eine Nachsaat:
- Rasensamen gleichmäßig ausstreuen
- leicht andrücken
- gut bewässern
Rasensamen sind sogenannte Lichtkeimer. Das bedeutet, sie müssen nicht mit Erde bedeckt werden – ein leichtes Andrücken reicht aus, damit sie Kontakt zum Boden bekommen.
Schon nach kurzer Zeit beginnen die neuen Gräser zu wachsen und schließen die Lücken im Rasen.
Wichtig: Für unterschiedliche Anforderungen gibt es verschiedene Rasensamenmischungen, zum Beispiel für Schattenlagen oder besonders strapazierte Flächen.
Richtiges Gießen
Für einen gesunden, saftig grünen Rasen ist die richtige Bewässerung entscheidend. Am besten wird in den Morgenstunden gegossen. In der Regel reicht eine gründliche Wassergabe pro Woche; tägliches Bewässern ist zu vermeiden, da dadurch die Wurzeln nur oberflächlich wachsen, der Rasen schneller braun wird und anfälliger für Krankheiten ist.
Wichtig ist, dass das Wasser tief in den Boden eindringt, damit die Wurzeln nach unten wachsen und der Boden als Wasserspeicher dienen kann. Rasenflächen unter oder neben Bäumen benötigen meist mehr Wasser, da weniger Regen durch die Baumkrone gelangt und die Wurzeln mit Bäumen und Sträuchern konkurrieren.
Während Hitzeperioden (über etwa 30 °C, länger als einen Tag) sollte die wöchentliche Wassermenge um etwa 10 % erhöht und auf zwei Gießvorgänge verteilt werden. Als Richtwert gelten etwa 15–20 l/m² pro Woche im Frühjahr, rund 25 l/m² im Sommer und etwa 15 l/m² im Herbst.
Häufige Fehler bei der Rasenpflege
Viele Probleme entstehen nicht durch zu wenig Pflege, sondern durch die falschen Maßnahmen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
Zu frühe Rasenpflege
Wenn noch Bodenfrost herrscht, sollten Sie Ihren Rasen in Ruhe lassen. Belastung oder Pflegemaßnahmen können die Grasnarbe beschädigen. Auch starten viele mit zu vielen Pflegeschritten auf einmal.
Zu viel oder falscher Dünger
Eine Überdüngung mit chemischen Dünger kann den Rasen sogar schädigen. Wichtig ist eine passende Dosierung und der richtige Zeitpunkt. Greifen Sie besser zu organischem Langzeitdünger.
Chemische Unkrautvernichter
Sie zerstören häufig auch das Bodenleben und können langfristig mehr Schaden als Nutzen bringen. Besser auf Bodenaktivator und organischen Dünger zurückgreifen!
Zu seltenes Mähen
Regelmäßiges Mähen sorgt für einen dichteren Rasen. Werden Gräser zu lang, entstehen schneller Lücken.
Falsche Bewässerung
Viele gießen zu oft und zu wenig. Besser ist selten, aber ausreichend zu bewässern, damit das Wasser tief in den Boden eindringt.
Häufig gestellte Fragen zum Thema "Rasenpflege"
Frühestens Ende März sollte mit der Rasenpflege begonnen werden. Der Boden sollte eine konstante Temperatur von mindestens 8–10 Grad haben, bevor die ersten Maßnahmen gesetzt werden. Wichtig: Wenn noch Bodenfrost herrscht, den Rasen in Ruhe lassen – Belastung bei Frost kann die Grasnarbe dauerhaft schädigen.
Die richtige Reihenfolge ist entscheidend: Zuerst Laub und abgestorbene Pflanzenreste entfernen, dann mähen, düngen, und erst vertikutieren, wenn der Rasen viermal gemäht und einmal gedüngt wurde. Kahle Stellen nachsäen, bei Bedarf kalken.
Das erste Mähen erfolgt, sobald das Gras 3–5 cm hoch ist. Ein zu kurzer Schnitt kann die Wurzeln beschädigen – das ist eine Gelegenheit für Unkräuter sich anzusiedeln. Maximal ein Drittel der Grashöhe sollte beim ersten Schnitt abgenommen werden.
Ab April kann gedüngt werden – ein guter Merkpunkt ist die Forsythienblüte als Startsignal. Die erste Düngung erfolgt etwa zur Forsythienblüte. Im Herbst spätestens bis Mitte September, idealerweise mit einem kaliumbasierten Dünger, der die Zellwände stärkt und vor Austrocknung im Winter schützt.
Das Vertikutieren empfiehlt sich erst, wenn der Rasen die erste Wachstumsphase gemeistert hat – Düngen und ein bis zwei Rückschnitte sollten bereits erfolgt sein, meist erst Mitte Mai. Zu viel Elan beim Vertikutieren kann die empfindliche Grasnarbe im Frühjahr schnell zerstören und Unkraut sogar begünstigen.
Beim Vertikutieren ritzen Messer die Oberfläche des Bodens leicht an und entfernen gleichzeitig Moos sowie abgestorbene Pflanzenreste (Rasenfilz). Der Boden wird belüftet, Luft und Wasser gelangen besser an die Wurzeln. Das Ergebnis: Die Graswurzeln werden gestärkt und Moos hat es künftig deutlich schwerer.
Mit einem pH-Bodentest lässt sich der Wert leicht prüfen. Rasen wächst am besten bei einem pH-Wert von etwa 7. Ist der Boden zu sauer (pH-Wert unter 5,5–6,0), ist Rasenkalk die richtige Wahl. Zwischen dem Kalken und Düngen sollten sechs bis acht Wochen Abstand gelassen werden – daher empfiehlt sich das Kalken bereits im Februar.
Gelbe oder blasse Stellen sind häufig ein Zeichen für Stickstoffmangel. Stickstoff ist einer der wichtigsten Nährstoffe für Gras und sorgt für kräftiges Wachstum, intensive Grünfärbung und eine dichte Grasnarbe. Abhilfe schafft ein geeigneter Rasendünger ab April – organischer Langzeitdünger ist dabei chemischen Düngern vorzuziehen.
Moos entsteht durch verdichteten oder nährstoffarmen Boden, schlechte Wasserableitung oder mangelnde Belüftung. Vertikutieren hilft – aber erst nach dem 3.–4. Mähen, meist Mitte Mai. Anschließend Quarzsand und Bodenverbesserer ausbringen. Moos kann auch auf zu sauren Boden hinweisen – in diesem Fall nach dem Vertikutieren Rasenkalk ausbringen.
Unkraut möglichst manuell entfernen. Chemische Unkrautvernichter können zwar kurzfristig wirken, schaden aber oft den wichtigen Mikroorganismen im Boden. Bei starkem Befall helfen Sodenstecher, mit denen einzelne Pflanzen samt Wurzeln gezielt entfernt werden können.
Rasensamen gleichmäßig ausstreuen, leicht andrücken und gut bewässern. Rasensamen sind Lichtkeimer – sie müssen nicht mit Erde bedeckt werden, ein leichtes Andrücken für Bodenkontakt reicht aus. Für unterschiedliche Anforderungen gibt es spezielle Saatmischungen, etwa für Schattenlagen oder besonders strapazierfähige Flächen.
Am besten in den Morgenstunden gießen. In der Regel reicht eine gründliche Wassergabe pro Woche aus – tägliches Bewässern lässt die Wurzeln nur oberflächlich wachsen. Als Richtwert gelten etwa 15–20 l/m² pro Woche im Frühjahr, rund 25 l/m² im Sommer und etwa 15 l/m² im Herbst. Bei Hitzeperioden über 30 °C die wöchentliche Wassermenge um etwa 10 % erhöhen und auf zwei Gießvorgänge verteilen.
Zu früher Start bei Bodenfrost, zu viel oder falscher (chemischer) Dünger, chemische Unkrautvernichter die das Bodenleben zerstören, zu seltenes Mähen und falsche Bewässerung (zu oft und zu wenig statt selten und gründlich).
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