| Botanischer Name | Vitis vinifera 'Isabella' |
|---|---|
| Habitus | Kletterpflanze |
| Wuchshöhe | 6 bis 8 m |
| Standort | sonnig |
| Bienennährpflanze | ja |
| Winterhart | ja |
| Frisch vom Feld | ja |
Weintraube 'Isabella' – Vitis vinifera | Uhudler-Traube
Wer schon einmal einen Uhudler getrunken hat, kennt diesen Geschmack: intensiv, fruchtig-würzig, mit einem unverwechselbaren Waldbeer- und Ribilselaroma, das man nirgendwo sonst in der Weinwelt findet. Die 'Isabella' ist die Traube dahinter – und eine der beliebtesten Rebsorten im Südburgenland. In Weinkreisen bezeichnet man ihr charakteristisches Profil als „Fox-Ton": ein erdiger, beerenfruchtig-aromatischer Geschmack, der von europäischen Keltertrauben weit entfernt ist.
'Isabella' ist eine Nordamerikaner-Rebe (Vitis labrusca-Kreuzung), die im 19. Jahrhundert nach Europa gelangte. Sie wächst mit üppigem Laubkleid und langen Ranken (bis zu 6–8 m), blüht im Frühsommer und trägt im September dunkelblaue Beeren. Was sie für den Hausgarten besonders attraktiv macht: Sie ist außergewöhnlich pilzresistent und frostfest – deutlich robuster als klassische Vitis vinifera-Sorten. Und weil sie auf einer reblausresistenten Unterlage veredelt ist, trägt sie doppelt zu einer gesunden Pflanze bei.
Die Beeren eignen sich für Frischverzehr, können zu Saft verarbeitet oder von mutigen Heimwinzern zu einem aromatischen Rosé- oder Rotwein ausgebaut werden.
Standort & Boden
Vollsonniger, windgeschützter Standort – an einer wärmespeichernden Südwand ist 'Isabella' am glücklichsten. Durchlässiger, tiefgründiger Boden ohne Staunässe. In rauen Lagen unbedingt an eine geschützte, warme Hauswand pflanzen.
Pflanzzeit
Frühjahr (April–Juni) oder Herbst (September–Oktober). Stabiles Rankgerüst, Spalier oder Pergola als Kletterhilfe notwendig.
Im Topf
Als Tiefwurzler ist 'Isabella' im Topf kultivierbar, braucht dafür aber ein hohes, tiefes Gefäß mit mindestens 100 Litern Volumen und mindestens 60–70 cm Tiefe, damit die Pfahlwurzeln ausreichend Raum finden. Im Topf regelmäßiger gießen als im Freiland, den Topf im Winter windgeschützt aufstellen.
Schnitt
Im Winter – spätestens bis Ende Februar – alle Seitentriebe des Vorjahres auf kurze Zapfen mit 2 Augen zurückschneiden. Kein Schnitt nach dem Aufquellen der Knospen – die Rebe blutet dann stark.
Selbstbefruchter: ja.
| Blütenzeit | Juni |
|---|
| Frucht | blau, süß, schmeckt und duftet nach Waldbeeren, sehr pilzresistent und frostfest |
|---|---|
| Fruchtreife | September |