Marillen
Die Marille – in Deutschland als Aprikose bekannt – ist in Österreich mehr als nur ein Obstbaum. Sie ist ein Stück Gartenkultur, verbunden mit Wachau, Sommer und dem intensiven Duft reifer Früchte, der sich in keinem anderen Obst findet. Wer eine Marille aus dem eigenen Garten isst – warm von der Sonne, direkt vom Baum – versteht sofort, warum der Aufwand lohnt.
Standort ist entscheidend
Marillen blühen sehr früh im Jahr, oft schon im März – und genau das ist ihre größte Herausforderung: Spätfröste können die Blüten schädigen und die Ernte empfindlich schmälern. Der wichtigste Tipp für eine zuverlässige Ernte ist daher die Standortwahl: ein vollsonniger, windgeschützter Platz, der keine Kaltluftsenke ist. An einer wärmespeichernden Südwand als Spalier gezogen gedeiht die Marille besonders gut – die Wand schützt vor Frost, reflektiert Wärme und fördert die Fruchtreife.
Pflege & Schnitt
Marillen sind grundsätzlich pflegeleicht und anspruchslos, wenn der Standort stimmt. Wichtig: Den Schnitt im Sommer nach der Ernte durchführen, nicht im Winter – so sind frische Schnittwunden weniger anfällig für den Obstbaumkrebs. Regelmäßiger Erziehungsschnitt in den ersten Jahren fördert eine gut belüftete, strukturierte Krone.
Selbstfruchtend
Die meisten Marillen-Sorten sind selbstfruchtbar – eine einzige Pflanze genügt für eine Ernte.