Gartenblog. Tipps, DIYs und Wissenswertes von der Starken Gärtnerin.

Bodenvorbereitung & Allgemeines

Wann am besten Rasen säen/verlegen?

Grundsätzlich ist das das ganze Jahr über möglich. Zu vermeiden sind lediglich extrem hohe Temperaturen und Frost. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr bzw. sobald die Tagestemperaturen mindestens 5-8° C erreichen. Aber auch im Herbst ist das Anlegen von Rasen problemlos möglich. Gerade Menschen mit neuem Eigenheim setzen auf das Verlegen im Herbst. Übrigens, bei Regen Rollrasen zu verlegen, ist zwar für die Gartenbesitzer und deren Helfer unangenehm, schadet dem Rasen aber nicht.

Bevor man loslegen kann muss der Boden gut vorbereitet sein:

1. alten Rasen abtragen, Steine oder andere Gegenstände entfernen

2. Bodenqualität verbessern: ist der Boden besonders sandig oder ausgelaugt, würde ich auf jeden Fall empfehlen Rasenerde und eventuell auch Bodenaktivator aufzubringen. Das ist nicht nur für das Anwachsen des Rasens förderlich, es bringt auch langfristig ein gleichmäßiges Wachstum.

3. Damit die Wurzeln des Rollrasens später problemlos in die Erde eindringen können, sollte der bzw. die Böden aufgelockert und vermengt werden. Dafür gräbt man ihn entweder einen Spaten tief um oder greift (für größere Flächen) zu einer Bodenfräse. Normalerweise kann man sich so eine Fräse in jedem Baumarkt ausborgen. Sofern durch das Umgraben größere Steine oder Wurzeln zum Vorschein kommen, sollten diese entfernt werden.

4. Die Rasenfläche muss möglichst eben sein, sonst entstehen Vertiefungen, in denen sich Regen- und Gießwasser zu Pfützen sammeln kann. Das Ebnen erfolgt mit der Rückseite einer Harke und/oder einer langen Latte. Anschließend sollte der Boden bspw. mit einer Walze verdichtet werden.
Hier auch ein kleiner Tipp: am besten fährt man kreuz und quer über die gesamte Fläche, da so keine Streifen und Absenkungen entstehen. Für das Verlegen eines Rollrasens muss man dabei beachten, dass das Bodenniveau ca 2 cm unter der gewünschten End-Höhe liegen sollte.

Rasensamen ausbringen

Die Rasenaussaat ist körperlich viel weniger anstrengend und auch deutlich preiswerter – allerdings braucht der neu gesäte Rasen oft drei Monate, bis er richtig genutzt und voll belastet werden darf.

Hochwertige Rasensamen-Mischungen keimen und wachsen zwar langsamer als Billigmischungen, bilden dafür aber eine dichtere Grasnarbe. Außerdem benötigt man bei Qualitätssaatgut weniger Rasensamen pro Quadratmeter, was den höheren Preis relativiert.
Grundsätzlich kann man einen Rasen rund ums Jahr säen, denn die Samen sind winterhart. Dennoch ist es wichtig, dass eine gewisse Bodentemperatur während der Keimung nicht unterschritten wird. Unter zehn Grad Celsius keimen die Samen sehr langsam. Die jungen Pflanzen sind dann entsprechend anfälliger für Trockenschäden, weil sie viel mehr Zeit zum Einwurzeln benötigen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie je nach Witterung in den Monaten April und Mai.

Ist der Boden wie oben beschrieben vorbereitet, kann schon zu säen begonnen werden:

1. Rasensamen verteilen: Die Samen wiegt man nach Herstellerempfehlung für die vorgesehene Rasenfläche ab, füllt dafür in eine Säwanne oder einen Kübel und streut sie mit leichtem Schwung gleichmäßig aus. Dabei sollte es möglichst windstill sein, damit das Saatgut nicht verweht. Ein besonders gleichmäßiges Ergebnis erzielt man mit einem Streuwagen, den man auch zum Düngen des Rasens verwenden kann (Genauso wie beim Walzen empfiehlt es sich hier mit dem Wagen kreuz und quer über die Fläche zu fahren, das verteilt die Samen gleichmäßiger)

2. Frisch gesäten Rasen walzen: Nach dem Säen wird die zukünftige Rasenfläche noch einmal in Längs- und Querbahnen gewalzt, damit die Gräsersamen einen guten, sogenannten Bodenschluss haben.

3. Fläche wässern: In den folgenden Tagen wird bei trockener Witterung etwa viermal am Tag kurz beregnet, jeweils etwa für zehn Minuten. Dies ist besonders wichtig, denn gerade während und kurz nach der Keimung sind die Rasengräser am empfindlichsten gegen Trockenheit.

Pflege-Anleitung nach der Aussaat
Je nach Temperatur und Saatgut beträgt die Keimdauer eine bis drei Wochen. Die wichtigste Pflege ist in dieser Zeit das ausgiebige Wässern. Sobald das erste zarte Grün sichtbar wird, ist der Zeitpunkt gekommen, um die Gießintervalle zu verlängern. Wässern Sie bei Trockenheit nur noch alle 24 bis 48 Stunden einmal und erhöhen Sie gleichzeitig die Wassergaben. Etwa 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter sind je nach Bodenart bei jedem Wässern erforderlich. Sandböden sollten Sie tendenziell häufiger und weniger stark wässern. Bei lehmigen Böden reicht alle zwei bis drei Tage eine Wassergabe, dann aber 20 Liter pro Quadratmeter. Wichtig ist, dass der Boden beim Wässern bis in Spatentiefe durchfeuchtet wird. Das führt dazu, dass die Gräserwurzeln gut in die Tiefe wachsen und in den Folgejahren weniger anfällig für Trockenheit sind.

Neuanlage mit Rollrasen

Rollrasen verträgt keine lange Lagerzeit und wird eingerollt angeliefert! Daher sollte er möglichst direkt nach der Lieferung verlegt werden, spätestens nach 24 Stunden sollte er verlegt sein! Schafft man das in dieser Zeit nicht, würde ich euch empfehlen den Rasen aufzurollen und zu bewässern.
Um die untersten Rasenstücke möglichst rasch vom Druck zu entlasten, empfiehlt es sich, die Rollen zuerst im Garten zu verteilen. So geht auch das anschließende Auslegen rascher von der Hand. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung lagere die Rollen jedoch lieber irgendwo im Schatten.

Mit dem Rollrasen Verlegen wird am besten in der am weitesten entfernten Ecke des Gartens begonnen. So muss während des Anlegens nicht ständig der neue Rasen betreten werden. Den Rasen verlegt ihr idealerweise entlang der längsten Seite deines Garten, da so weniger Schnittarbeit notwendig ist.
Verlegt den Rollrasen einfach Bahn für Bahn weiter. Dabei kommt es insbesondere auf folgende Punkte an:

1. Schneidet Rundungen oder Endstücke mit einem Messer zu: Rollrasen lässt sich ganz einfach mit einem alten Küchen- oder Gartenmesser zuschneiden. Die Reststücke finden dann am Anfang der nächsten Bahn wieder Verwendung. Werden die Reststücke jedoch zu klein, landen dieser lieber auf dem Kompost, da diese nicht gut anwurzeln.

2. Kreuzfugen vermeiden: Wie bei einer Mauer solltet ihr den Rollrasen im Halbverbund verlegen. Denn Kreuzfugen wären potenzielle Stellen, an denen der Rasen austrocknet oder Löcher bildet.

3. Bahnen eng aneinanderlegen: Stoßkanten sollten immer schön eng aneinander gezogen werden. Die Rollrasenbahnen müssen sich berühren, damit diese nicht seitlich austrocknen.

4. Ränder sollten nicht offen liegen: Liegt der Rasen nicht an einer Einfassung, erhöhten Kante oder Einbettung, sorgt dafür, dass wenigstens etwas Erde seitlich an den Rasenkanten anliegt.

5. Ist der komplette Rasen verlegt und sind alle Lücken geschlossen, muss der Rollrasen leicht angewalzt werden. Eine Walze reicht hier völlig aus und kann im Baumarkt geliehen werden. In einem kleinen Garten funktioniert das Andrücken auch ohne Walze: Dann nimmt man ein Brett zu Hilfe und geht in kleinen Schritten darüber.

6. Gießen Gießen Gießen! Unmittelbar nach dem Rollrasen Verlegen muss die Fläche mit 15 bis 20 Liter pro m² intensiv bewässert werden. Weitere zwei Wochen nach dem Verlegen muss er beständig wurzeltief feuchtgehalten werden. Tipp für die Sommerzeit: Da gerade im Sommer das Wasser in der Mittagszeit rasch verdunstet, empfiehlt es sich, den Rasen morgens oder am Abend zu gießen. Nimmt das Gras in der Anwachsphase eine grau-grüne Färbung an, benötigt der Rasen unbedingt Feuchtigkeit.

Wichtig: Schont den neuen Rollrasen und betretet ihn während der Bewässerungszeit möglichst nicht. Man kann den Rollrasen nach rund 14 Tagen wieder normal begehen und bespielen.

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