Gartenblog. Tipps, DIYs und Wissenswertes von der Starken Gärtnerin.

Viele der heimischen Vogelarten sind auf künstliche Nisthilfen angewiesen, denn das Angebot an Brutplätzen wird immer knapper. Im Garten ist schon hören, dass bei unseren gefiederten Freunden die Frühlingsgefühle lauter werden und so muss man sich rechtzeitig darum kümmern, diesen Garten-Gästen geeignetes Obdach zu bieten.

Natürlich kann man derart Nisthilfen in Gartencenter auch käuflich erwerben. Ich wäre aber nicht die starke Gärtnerin, hätte ich mir nicht wieder was Außergewöhnliches ausgedacht:

So funktioniert's:

Ihr braucht für den Nistkasten unbehandeltes Holz (hier habe ich Fichte verwendet). Dieses schneidet ihr nach den gewünschten Maßen zu: 2 Teile bilden die Vorder- und Rückseite und werden zu einem Giebel zugeschnitten. Die beiden Seitenteile sind Rechtecke und der Boden wird erst am Schluss angeschraubt. Ich habe hier mit folgenden Maßen gearbeitet:

Vorder- & Rückseite: Giebelhöhe 23 cm, Seitenhöhe 16 cm, Breite 14 cm
Seitenteile: Breite 10 cm, Höhe 16 cm
Boden: 14 x 14 cm
Holzstärke 2,3 cm

Aus einem handelsüblichen Fichtenbrett (2 m) kann man also sogar 2 Nistkästen bauen. Der Preis liegt hier bei ca € 3,-

Hat man erstmal alles zugeschnitten, kann schon verschraubt werden; erst die Wände, anschließend der Boden. Dann wird noch das Loch als Eingang ausgebohrt. Am Ende habe ich hier noch ein altes Blech-Schild als Dach verwendet. Das hat noch dazu den Vorteil, dass es garantiert wasserundurchlässig ist. Es kann auch gerne über das Häuschen stehen, damit das Regenwasser auch gut abfließen kann.

Ein ausgedienter Löffel wird als Sitzstange montiert und schon können Spatz, Meise und Co einziehen.

Ihr könnt übrigens selbst bestimmen, wer in eurem Nistkasten einziehen soll. Abhängig von der Größe des Lochs haben nur bestimmte Vogelarten Zugang zum Nest: Meisen benötigen einen Durchmesser von 2,6-2,8 cm, Rotkehlchen 5 cm. Und wer sicher gehen will, dass keine ungebeten Tauben einziehen, sollte das Loch auch nicht größer als 8 cm im Durchmesser ausschneiden… Auch die Sitzstange müsst ihr nicht unbedingt montieren. So kann auch verhindert werden, dass sich Nesträuber ans Werk machen.

Noch ein Tipp von mir: Im Winter brüten die heimischen Vogelarten nicht, daher würde ich euch empfehlen das Nest vor dem Winter zu säubern. So kann auch sichergestellt werden, dass sich die gefiederten Freunde im Frühling wieder im frischen Nest wohlfühlen.

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