STARKL - Pflegetipps

Newsletter-Anmeldung

Wir haben für Sie allgemeine Pflegetipps für Ihren Garten, Balkon oder Terrasse zusammengestellt.
Sollten Sie Interesse an aktuellen Trends und Neuigkeiten rund um Garten, Balkon und Terrasse wünschen, melden Sie sich bitte für unser Info-Mail an.

Gartenpflegetipps - MAI

Der Mai ist der Monat der Fliederblüte - in den Gärten, in Parks und entlang von Feldwegen und können sie den Duft der Blüten genießen. In Wien ist besonders der St.Marxer Friedhof berühmt für seine Fliederblüte!
Aber auch Rhododendren, Pfingstrosen und manche Clematis-Arten zeigen jetzt was sie können.

Gehölze
Auch im Mai kann man noch alle im Topf gezogenen Pflanzen in den Garten setzen. Selbst einige große Bäume und richtig 'erwachsene' Sträucher sind für eine Sommerpflanzung vorbereitet, sodaß noch fast jeder Gartenwunsch erfüllt werden kann. Wichtig ist es bei warmen Außentemperaturen frisch gepflanzte Bäume und Sträucher regelmäßig zu gießen.
Rasen
Der Rasen sollte jetzt regelmäßig gemäht werden, um ein kräftiges Wachstum zu fördern. Falls noch keine Düngung erfolgt ist, sollte man diese spätestens jetzt vornehmen - verwenden Sie dafür oragnische Dünger wie 'Maltaflor' oder 'Arena Green'. Auch für eine Neuanlage ist jetzt die optimale Zeit. Der Boden ist schon warm und die Rasensamen keimen schnell und gleichmäßig.
Stauden
Oft droht Unkraut die schönen Stauden zu überwuchern. Daher sollte man dieses regelmäßig und mit den Wurzeln entfernen. Hochwachsende Stauden wie Rittersporn werden jetzt schon abgestützt. Auch Staudenbeete sollten regelmäßig gewässert werden.

In unserem Katalog finden sie trendige Musterbeete mit Pflanzvorschlag.

 

Obst
Falls im Garten noch Beerensträucher fehlen können sie jetzt Himbeeren, Ribisel, Stachelbeeren oder Heidelbeeren sogar mit Fruchtansatz pflanzen. So können sie schon bald süße Beeren von den eigenen Sträuchern naschen.
Die Obstblüte ist schon vorbei. Die frühen Kirschen werden schon groß und färben sich leicht gelb - jetzt ist die richtige Zeit um die Kirschmadenfallen im Baum aufzuhängen.
Kübelpflanzen
Jetzt müssen auch die letzten wärmeliebenden Kübelpflanzen wie zB Engelstrompeten aus dem Winterquartier ins Freie. Stellen sie die Kübelpflanzen niemals gleich in die pralle Sonne damit die Pflanzen keinen Sonnenbrand bekommen! Erst ein paar Tage in den Halbschatten und erst dann dürfen die Pflanzen an ihren Sonnenplatz.
Sommerblumen
Jetzt können alle Sommerblumen bedenkenlos ins Freie gesetzt werden. Verwenden Sie unbedingt nährstoffreiche Blumenerde und mischen Sie Langzeitdünger darunter, da die Pflanzen in Trögen, Töpfen oder Kistchen mit nur wenig Erde auskommen müssen, aber einen sehr hohen Nährstoffbedarf haben.

Gemüse
Tomaten, Gurken, Fisolen, Salat und diverse Kräuter füllen jetzt die Beete. Binden Sie die Tomaten an Stäben hoch, damit sie nicht knicken und entfernen Sie die Triebe zwischen Stamm und Blattansatz (Geiztriebe), um die Fruchtbildung zu fördern. Probieren Sie einmal veredelte Tomaten - oder Gurkenpflanzen - sie werden über den reichen Ertrag staunen!

Zwiebelpflanzen
Spätestens jetzt sind fast alle Frühjahrsblüher wie Tulpen und Narzissen verblüht. Man lässt die Zwiebel entweder in der Erde, oder man gräbt sie nach dem Gelbwerden der Blätter aus und lagert sie an einem dunklen, kühlen Ort. An ihrer Stelle kann man gerade noch Dahlien oder Canna legen, die bei warmen Temperaturen sehr schnell austreiben oder man pflanzt schon vorgetriebene Dahlien auf die leeren Plätze.

Zimmerpflanzen
Je wärmer es wird, umso häufiger sollten auch Zimmerpflanzen gegossen werden. Sie benötigen eine regelmäßige Nährstoffzufuhr. Den meisten Zimmerpflanzen tut es gut, wenn man sie während der wärmeren Monate ins Freie stellt. Allerdings sollten sie nie in der prallen Sonne stehen, da sonst die zarten Blätter verbrannt werden.

Pflanzenschutztipps - MAI

Obstgarten
Da das Wetter heuer eher trocken ist, ist die Gefahr von Schorf an Apfel- und Birnbaum geringer. Trotzdem kann man vorbeugend mit natürlichen Pilzschutzmitteln wie Ackerschachtelhalm-Tee oder EM (Effektive Mikroorganismen)spritzen.  

Auf Grund der Trockenheit kann sich aber die Obstbaumspinnmilbe gut verbreiten. Bei schwachem Befall übernehmen es Raubmilben und Raubwanzen für Gleichgewicht im Garten zu sorgen, bei starkem Befall kann mit NEEM (ein biologisches Spritzmittel, eine ölige Emulsion, die aus dem Neembaum gewonnen wird) gespritzt werden. Dieses Spritzmittel zeigt eine gute Wirkung, da der Same des Neembaum ein breites Spektrum an natürlichen Insektiziden beinhaltet.

Man soll Birnen auch noch nach der Blüte gegen Birnengitterrost mit Ackerschachtelhalm, EM oder Brennesseljauche behandeln.

Spätestens Mitte Mai sollten Sie Pheromon-Fallen gegen den Pflaumenwickler und Obstmaden in den Baumkronen aufhängen.

Auch die gelben Kirschfruchtfliegen-Fallen sollten rechtzeitig in die Kirschbäume gehängt werden, jedoch spätestens wenn die noch ganz kleinen Kirschen beginnen, gelb zu werden.

Die letzte Spritzung gegen Moniliakrankheit sollte beim Steinobst nach der Blüte durchgeführt werden.

Kontrollieren Sie ab Mitte Mai auch Zwetschken und Pflaumen auf Zwetschkenrost. Falls Sie die Bäume konsequent gegen Schrotschusskrankheit behandeln, bleiben sie erfahrungsgemäß auch vom Rost verschont.

Wenn der Befallsdruck für die Schrotschusskrankheit bei Prunus (Steinobst, aber auch Mandelröschen, Blutpflaumen, Kirschlorbeer, usw.) besonders hoch wird, die befallenen Pflanzen bis Ende Mai einige Male mit Ackerschachtelhalm-Tee und Brennesseljauche konsequent behandeln.

Ab Anfang Mai zeigen sich vor allem bei Süß- aber auch bei Sauerkirschen, Zwetschken und Marillen die ersten Symptome der Sprühfleckenkrankheit. Stark befallene Blätter vergilben und fallen frühzeitig ab. In gefährdeten Lagen sollten die Bäume ab Ende der Blüte bis kurz vor der Ernte mit EM, Ackerschachtelhalm-Tee und Brennesseljauche konsequent behandelt
werden.

Ende April bis Anfang Mai infizieren sich Johannisbeeren mit Säulenrost - der Pilz überwintert auf Kiefern, aber auch auf den abgefallenen Johannisbeerblättern. Wichtig ist daher die abgefallenen Blätter gründlich im Herbst einsammeln und im Restmüll entsorgen. Eine erste vorbeugende Behandlung kann schon unmittelbar vor der Blüte, die nächste nach der Blüte und bei starkem Befall auch nach der Ernte durchgeführt werden. Nehmen Sie auch hier EM, Ackerschachtelhalm-Tee und Brennesseljauche.
Gemüsegarten
Verschiedene Gemüsearten können von unterschiedlichen Blattlausarten befallen sein, verwenden Sie das biologische Spritzmittel Neem.

Vernichten Sie im Garten - besonders in der Nähe des Gemüsegartens - alle kreuzblütigen Unkräuter, sie sind die Futterplätze für Erdflöhe, welche besonders bei trockenem Wetter sehr große Schaden an Kohlgemüse, Rettich und Radieschen verursachen können.

Schutznetze können Möhrenbeete vorbeugend gegen die Möhrenfliege schützen, spätere Spritzungen mit Neem helfen nicht mehr so gut, da sich die Maden der Möhrenfliege unter der Erde aufhalten, daher sollte man damit gießen. Vermeiden Sie die Verwendung von frischem Kompost und Mist am Beet, sondern nehmen nur gut abgelagerten und reifen und kombinieren Sie Möhren mit Knoblauch und Schnittlauch.

Die ersten Kartoffelkäfer zeigen sich im Mai an den jungen, gerade aufgegangenen Kartoffelblättern. Sammeln Sie regelmäßig die erwachsenen Käfer und die Larven ein.

Etwa ab Mitte Mai sollten die Porree-, Schnittlauch- und Zwiebelpflanzen regelmäßig auf junge Lauchmottenraupen untersucht und diese eingesammelt werden.

Durch rechtzeitiges Abdecken der Beete mit Kulturschutznetzen kann der Eiablage der Zwiebelfliege vorgebeugt werden. Maden der Zwiebelfliege können auch mit Neem behandelt werden.

Ziergarten
Ab Mai zeigen sich die ersten Rhododendronzikaden welche die gefährliche Pilzkrankheit "Knospenbräune" übertragen. Sie können die Zikaden mit beleimten Gelbtafeln anlocken und die Larven und die erwachsenen Zikaden mit dem biologischen Insektizid Neem bekämpfen.

Ebenfalls ab Mitte Mai sollten Sie Rhododendron regelmäßig auf Rhododendronwanzen und deren Larven kontrollieren und bei Befall besonders die Blattunterseite mit Neem behandeln.

Kontrollieren Sie bis Mitte Mai weiter die Fichten auf Sitkafichtenbefall.

Ab Mai erscheinen die jungen Dickmaulrüßlerkäfer, beginnen zu fressen und verursachen den typischen Buchtenfraß an den Blättern. Diese Zeit vor der Eierablage ist ein wichtiger Termin zur Käferbekämpfung - am besten abends. Auch hier zeigt das Bio Spritzmittel Neem gute Ergebnisse.
Verwenden Sie auch MET 52, das ist ein mit Pilzsporen benetzter Reis, den man ca. 10cm tief in die Erde einbringt. Jede Larve des Dickmaulrüsslers wird damit infiziert und stirbt ab. Das tolle an diesem Pilz ist, dass er einige Jahre im Boden vorhanden ist und somit auch die Larven absterben, die aus den Eiern schlüpfen, die jene Käfer legen, die Sie übersehen haben.

Der bedeutendste Schädling bei Buchsbaum ist neben der Buchsbaumgallmücke der Buchsbaumzünsler. Die ca. 3 mm große Buchsbaumgallmücke schlüpft ab Ende Mai legt im Laufe einiger Tage ihre Eier blattunterseits ab. Ab etwa Mitte Mai sind 2 - 3 Spritzungen in 7 - 10 tägigen Abständen mit Neem ratsam. Der Buchsbaumzünsler legt ab Ende April seine Eier in die Buchsbäume und ab Anfang Mai fressen die gelblich bis dunkelgrünen, bis zu 5 cm langen Raupen, die massenhaft auftreten können, die  Buchsbaumpflanzen kahl.

Gegenmaßnahmen:
  • Buchsbaumpflanzen regelmäßig auf Gespinste kontrollieren, diese entfernen und Raupen absammeln
  • gezielter Rückschnitt, um unterschiedliche Entwicklungsstadien zu beseitigen.
Wichtig:
  • danach das Schnittgut nicht kompostieren, sondern über den Hausmüll entsorgen!
  • den befallenen Buchsbaum mit starkem Wasserstrahl abwaschen.
 
Weitere Maßnahmen:
Als weitere Pflanzenschutzmaßnahme empfiehlt sich das Spritzen mit einem biologischen Insektizid, welches im Biolandbau zugelassen und im Gartenfachhandel erhältlich ist. Bacillus thuringiensis Präparate, wie Xentari, führen rasch nach der Spritzung zu einem Fraßstopp und zum späteren Absterben der Raupen.
Die befallenen Pflanzen werden tropfnass bis ins Innere eingesprüht, anschließend ist regelmäßige, gründliche Kontrolle auf Neubefall notwendig.
Um den genauen Spritzzeitpunkt gegen den Buchsbaumzünsler zu finden gibt es Pheromonfallen, mit denen die Befallsstärke festgestellt werden kann. Die Falle ist in der Nähe des Buchsbestandes aufzuhängen.

In den letzten Jahren hat sich bei verschiedenen Wacholderarten die Wacholderminiermotte weit verbreitet. Nach der Entfernung der befallenen braunen Spitzen im zeitigen Frühjahr sollten um die Zeit der Eierablage (ca. Mitte bis Ende Mai) Spritzmaßnahmen folgen.

Rosenkulturen sollten weiter auf tierische Schädlinge untersucht werden, im Mai zeigen sich die ersten zusammengerollten Blätter als Folge des Rosenblattrollwespenbefalls. Auch hier mit Neem spritzen, nachdem sie die befallenen Blätter abgepflückt haben.

Auch ist die rechtzeitige Bekämpfung der wichtigsten Rosenpilzkrankheiten wie Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost wichtig. Biologische Mittel, die Sie dafür verwenden können sind: Schwefel, EM, Ackerschachtelhalm Tee, Brennesselsud, Homöopathie von Biplantol und auch ein Zwiebel und Knoblauchsud kann Pilzkrankheiten gut abhalten.
Bitte vorbeugend schon ab dem 1. Austrieb spritzen!
Info zu Pflanzenschutzmittel
Über geeignete Pflanzenschutzmittel informieren wir sie gerne in unserern Pflanzenschutzabteilung in den jeweiligen Gartencentern.