STARKL - Pflegetipps

Newsletter-Anmeldung

Wir haben für Sie allgemeine Pflegetipps für Ihren Garten, Balkon oder Terrasse zusammengestellt.
Sollten Sie Interesse an aktuellen Trends und Neuigkeiten rund um Garten, Balkon und Terrasse wünschen, melden Sie sich bitte für
den Newsletter an.

Gartenpflegetipps - JULI

Stauden und Sommerblumen wie Margerite, Sonnenbraut, Kokardenblume, Lavendel und Schafgarbe verwandeln den Garten jetzt in ein Blütenmeer.
Gießen sie nicht in der Mittagshitze, da können die Blätter durch den Brennglaseffekt verbrennen. Die beste Zeit zum Wässern ist am Morgen, da trocknen die Blätter bald wieder ab und Pilze können sich nicht so leicht ansiedeln.

Gehölze
Im Sommer brauchen Bäume und Sträucher kaum Pflege. Man kann sie noch düngen, wenn Mangelerscheinungen auftreten, man schneidet Verblühtes ab und sorgt bei Neupflanzungen für regelmäßige Wasserzufuhr.

Hecken
Jetzt beginnt die Zeit für den Heckenschnitt. Man schneidet die Pflanzen immer leicht konisch (das heißt nach oben hin schmäler werdend), um ein Verkahlen von unten her zu vermeiden. Bei Koniferenhecken, wie Thujen, Fichten oder Zypressen, sollte man solange, bis die gewünschte Endhöhe erreicht ist, nur seitlich schneiden, um einen dichten Wuchs zu fördern. eiben könne nohne weiteres auch stärker zurückgeschnitten werden, falls sie schon zu groß sind.
Stauden
Einige Stauden, zum Beispiel Rittersporn oder Salvie, sollten nach der Blüte dicht über dem Boden abgeschnitten werden, um einen zweiten Blütenflor zu erreichen. Fast alle Stauden blühen länger und öfter, wenn man Verblühtes entfernt.

In unserem Katalog finden sie trendige Musterbeete mit Pflanzvorschlag.

 

Obst
Die Kirschenernte ist schon fast überall vorbei. Entfernen Sie Fruchtmumien - das sind am Baum verbliebene kranke Früchte - so können sie eine Ansteckung mit Pilzkrankheiten im nächsten Jahr vermeiden.
Gemüse
Jetzt beginnt die Gemüseernte. Ab Anfang Juli werden Zucchini reif, Tomaten und Gurken folgen einige Wochen später. Sorgen Sie auch im Gemüsebeet für ausreichende Wasserzufuhr und entfernen Sie Unkräuter.
Sommerblumen
Man entfernt regelmäßig Verblühtes, sorgt für ausreichende Wasserzufuhr und düngt mit Flüssigdüngern.



Pflanzenschutztipps - JULI

Obstgarten
Der Apfelwickler bzw. die Obstmade ist auch im Juli noch immer das Thema Nummer 1 beim Kernobst.
Jetzt sollen die Wellpappegürtel am Apfelbaumstamm angebracht werden, um so die erste Larvengeneration beim Verpuppen abzufangen. Sobald die Wellpappegürtel voll sind müssen sie abgenommen und durch neue ersetzt werden. Zusätzlich locken sie die Männchen in die Pheromonfallen indem sie den Lockstoff auffrischen, sie lenken das „bessere Geschlecht“ der nächsten Generation vom „schönen Geschlecht“ ab. Dann legen die Weibchen weniger Eier.

Die zweite Generation fliegt von Ende Juli bis Anfang August. Die Raupen überwintern in der Borke und knapp unter der Erdoberfläche. Die Bekämpfung mit NEMAPOM (Nematoden – Steinernema feltiae) erfolgt im Herbst ab Mitte September bis zum Frost.

Miniergänge in Obstbaumblättern werden durch die Larven der Miniermotten ausgelöst. Sie fressen in Gängen zwischen Ober- und Unterhaut der Blätter.  Ihre natürliche Gegenspieler sind Schlupfwespen, Florfliegen, Raubwanzen und Spinnen, daher ist in jedem Obstgarten ein Nützlingshaus von Vorteil.
Gemüsegarten
Gegen die Schneckenplage gehen Sie im Gemüsegarten genauso vor, wie Sie es im Ziergarten machen. Sie müssen vielleicht noch etwas gründlicher sein, denn die Gemüsepflanzen sind durch die Bank das Spezialbuffet für die Schnecken.
Machen Sie sich vielleicht einen Schneckenzaun, das ist im Gemüsegarten meistens leichter (gerade Linien) als bei den Blumenbeeten (geschwungene Linien).

Vernichten Sie im Garten - besonders in der Nähe des Gemüsegartens - alle kreuzblütigen Unkräuter, sie sind die Futterplätze für Erdflöhe, welche besonders bei trockenem Wetter sehr große Schaden an Kohlgemüse, Rettich und Radieschen verursachen können.

Kraut- und Braunfäule: Kranke Blätter und Früchte entfernen, vorbeugend mit Ackerschachtelhalm und Brennesselbrühe behandeln. Achten Sie darauf, dass die Blätter der Pflanzen nicht nass werden und wenn doch, die Möglichkeit haben, schnell abzutrocknen.

Kohlweißlinge: Gelbe Eigelege zerdrücken, gelbgrüne Raupen absammeln. Raupen Bio-Schädlingsfrei Neem biologisch bekämpfen.

Um den Lauch und die Zwiebeln zu schützen hat sich das Kulturschutznetzt als sehr sinnvoll erwiesen Durch rechtzeitiges Abdecken der Beete mit Kulturschutznetzen kann der Eiablage der Zwiebelfliege vorgebeugt werden.
Zusätzlich soll eine Pflanzmischung von Karotten und Zwiebelgewächsen sowohl die Zwiebelfliege als auch die Karottenfliege abhalten in diesen Kulturen Schaden anzurichten.
Maden der Zwiebelfliege können auch mit Neem behandelt werden.

Bohnen werden nicht nur von den Schnecken geliebt – geben Sie acht, denn selbst größere Pflanzen können erheblichen Schaden erleiden, wenn im unteren Bereich alle Blätter von diesen gefräßigen Biestern vertilgt werden.. Bohnen können auch Läuse haben – verwenden Sie Neem oder eine Brennnesselspritzbrühe. Wenn sie zugleich den Bohnenrost bekämpfen möchten, ist ein Beimischen der Ackerschachtelhalmbrühe sinnvoll.

 

Ziergarten
Schnecken können sich epidemieartig vermehren und vernichten durch ihren rasanten Fraß sogar schon ältere und größere Pflanzen.

Gehen Sie gezielt mit einem Schneckenkorn auf Basis von Eisen III Phosphat dagegen vor. Wenn Sie morgens genügend Zeit haben, dann sammeln Sie in den Morgenstunden die Schnecken ab und  halbieren sie mit der Gartenschere oder kochen sie ab um sie dann auf dem Komposthaufen zu entsorgen.
Gut bewährt hat sich auch ein Schneckenzaun um gefährdete Beete.

Bei den Rosen müssen sie mit den vorbeugende Maßnahmen gegen Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau fortfahren. Blätter, die eventuell schon befallen sind, unbedingt sofort abschneiden und nicht in den Komposthaufen geben. Kräftigen sie die Zellen mit homöopathischen Mitteln und verwenden Sie ein schwefelhaltige Spritzmittel gegen den Mehltau und / oder Ackerschachtelhalmbrühe. Eventuell noch mit Brennesseltee mischen und dann sind diese natürlichen Mittel gut geeignet Pilzkrankheiten im Zaum zu halten.
Alle Schädlinge wie Läuse, Rosenzikade, Rosenblattrollwespe und Rosenbohrer kann man gut mit den biologischen Spritzmittel Neem bekämpfen.

Ab Mai und während des ganzen Sommers erscheinen die Dickmaulrüßlerkäfer, beginnen zu fressen und verursachen den typischen Buchtenfraß an den Blättern. Obwohl der Käfer meistens schon im Mai seine Eier ablegt, ist auch der Juni noch eine geeignete Zeit zur Käferbekämpfung - am besten abends. Auch hier zeigt das Bio Spritzmittel Neem gute Ergebnisse.
Verwenden Sie auch MET 52, das ist ein mit Pilzsporen benetzter Reis, den man ca. 10cm tief in die Erde einbringt. Jede Larve des Dickmaulrüsslers wird damit infiziert und stirbt ab. Das tolle an diesem Pilz ist, dass er einige Jahre im Boden vorhanden ist und somit auch die Larven absterben, die aus den Eiern schlüpfen, die jene Käfer legen, die Sie übersehen haben.

Der bedeutendste Schädling bei Buchsbaum ist neben der Buchsbaumgallmücke der Buchsbaumzünsler. Die ca. 3 mm große Buchsbaumgallmücke schlüpft ab Ende Mai legt im Laufe einiger Tage ihre Eier blattunterseits ab. Ab etwa Mitte Mai sind 2 - 3 Spritzungen in 7 - 10 tägigen Abständen mit Neem ratsam. Der Buchsbaumzünsler legt ab Ende April seine Eier in die Buchsbäume und ab Anfang Mai fressen die gelblich bis dunkelgrünen, bis zu 5 cm langen Raupen, die massenhaft auftreten können, die  Buchsbaumpflanzen kahl. Und auch im Juni muss man noch mit den Raupen der ersten Generation rechnen.
 
Gegenmaßnahmen:
  • Buchsbaumpflanzen regelmäßig auf Gespinste kontrollieren, diese entfernen und Raupen absammeln
  • gezielter Rückschnitt, um unterschiedliche Entwicklungsstadien zu beseitigen.
Wichtig: danach das Schnittgut nicht kompostieren, sondern über den Hausmüll entsorgen!
  • den befallenen Buchsbaum mit starkem Wasserstrahl abwaschen.
 
Weitere Maßnahmen:
Als weitere Pflanzenschutzmaßnahme empfiehlt sich das Spritzen mit einem biologischen Insektizid, welches im Biolandbau zugelassen und im Gartenfachhandel erhältlich ist. Bacillus thuringiensis Präparate, wie Xentari, führen rasch nach der Spritzung zu einem Fraßstopp und zum späteren Absterben von allen Raupen.
Die befallenen Pflanzen werden tropfnass bis ins Innere eingesprüht, anschließend ist regelmäßige, gründliche Kontrolle auf Neubefall notwendig.
Um den genauen Spritzzeitpunkt gegen den Buchsbaumzünsler zu finden gibt es Pheromonfallen, mit denen der Befallszeitraum festgestellt werden kann. Die Falle ist in der Nähe des Buchsbestandes aufzuhängen.

Gegen das Unkraut können sie entweder jäten, oder Präparate mit Pelargoniensäure spritzen.
Diese zeigen eine gute und schnelle Wirkung und sind sehr gut umweltverträglich. Da die Pelargoniensäure ähnlich wir Roundup auf das Blattgrün wirkt, kann man sie auch unter Bäumen und Sträuchern spritzen, solange man nicht auch deren Blätter benetzt.

Info zu Pflanzenschutzmittel
Über geeignete Pflanzenschutzmittel informieren wir sie gerne in unserer Pflanzenschutzabteilung in den jeweiligen Gartencentern.