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Pflanzenschutz-Tipp des Monats Mai

 

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Obstgarten

Falls das Wetter weiterhin feucht ist, Apfel- und Birnbäume weiter gegen Schorf behandeln und allgemein die Blätter im Garten auf Mehltaubefall untersuchen.

Bei trockenem Wetter können sich Obstbaumspinnmilben verbreiten.Bei schwachem Befall können Raubmilben und Raubwanzen für Gleichgewicht im Garten sorgen, bei starkem Befall sind jedoch nützlingschonende Bekämpfungsmittel empfehlenswert.

Man kann Birnen auch noch nach der Blüte gegen Birnengitterrost behandeln.

Spätestens Mitte Mai sollten Sie Pheromon-Fallen gegen Pflaumenwickler und Obstmaden in den Baumkronen aufhängen.

Auch die gelben Kirschfruchtfliegen-Fallen sollten rechtzeitig in die Kirschbäume gehängt werden, jedoch spätestens wenn die Kirschen beginnen, gelb zu werden.

Die letzte Spritzung gegen Moniliakrankheit sollte beim Steinobst nach der Blüte durchgeführt werden.

Kontrollieren Sie ab Mitte Mai auch Zwetschken und Pflaumen auf Zwetschkenrost. Falls Sie die Bäume gegen Schrotschusskrankheit behandeln, bleiben sie erfahrungsgemäß auch vom Rost verschont.

Wenn der Befallsdruck für die Schrotschusskrankheit bei Prunus (Steinobst, aber auch Mandelröschen, Blutpflaumen, Kirschlorbeer, usw.) besonders hoch wird, die befallenen Pflanzen bis Ende Mai einige Male mit einem zugelassenen Pilzbekämpfungsmittel behandeln.

Ab Anfang Mai zeigen sich vor allem bei Süß- aber auch bei Sauerkirschen, Zwetschken und Marillen die ersten Symptome der Sprühfleckenkrankheit. Stark befallene Blätter vergilben und fallen frühzeitig ab. In gefährdeten Lagen sollten die Bäume ab Ende der Blüte bis kurz vor der Ernte mit einem Pilzbekämpfungsmittel behandelt werden.

Ende April bis Anfang Mai infizieren sich Johannisbeeren mit Säulenrost - der Pilz überwintert auf Kiefern, aber auch auf den abgefallenen Johannisbeerblättern. Eine erste vorbeugende Behandlung kann schon unmittelbar vor der Blüte, die nächste nach der Blüte und bei starkem Befall auch nach der Ernte durchgeführt werden.

 

Ziergarten

Ab Mai zeigen sich die ersten Rhododendronzikaden welche die gefährliche Pilzkrankheit "Knospenbräune" übertragen. Sie können die Zikaden mit beleimten Gelbtafeln anlocken und die Larven und die erwachsenen Zikaden mit Insektiziden bekämpfen.

Ebenfalls ab Mitte Mai sollten Sie Rhododendron regelmäßig auf Rhododendronwanzen und deren Larven kontrollieren und bei Befall besonders die Blattunterseite behandeln.

Kontrollieren Sie bis Mitte Mai weiter die Fichten auf Sitkafichtenbefall.

Ab Mai erscheinen die jungen Dickmaulrüßlerkäfer, beginnen zu fressen und verursachen den typischen Buchtenfraß an den Blättern. Diese Zeit vor der Eierablage ist ein wichtiger Termin zur Käferbekämpfung - am besten abends.

Der bedeutendste Schädling bei Buchsbaum ist die Buchsbaumgallmücke. Ab Ende Mai schlüpfen die ca. 3mm großen, gelben Mücken und legen im Laufe einiger Tage ihre Eier blattunterseits ab. Ab etwa Mitte Mai sind 2 - 3 Spritzungen in 7 - 10 tägigen Abständen ratsam.

In den letzten Jahren hat sich bei verschiedenen Wacholderarten die Wacholderminiermotte weit verbreitet. Nach der Entfernung der befallenen braunen Spitzen im zeitigen Frühjahr sollten um die Zeit der Eierablage (ca. Mitte bis Ende Mai) Spritzmaßnahmen folgen.

Rosenkulturen sollten weiter auf tierische Schädlinge untersucht werden, im Mai zeigen sich die ersten zusammengerollten Blätter als Folge des Rosenblattrollwespenbefalls. Bei schwachem Befall reicht die vollständige Entfernung der eingerollten Blätter, bei stärkerem ist jedoch ab der zweiten Maihälfte chemische Behandlung notwendig.

Auch ist die rechtzeitige Bekämpfung der wichtigsten Rosenpilzkrankheiten wie Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost wichtig.

 

Gemüsegarten

Verschiedene Gemüsearten können von unterschiedlichen Blattlausarten befallen sein, verwenden Sie nützlingschonende Insektizide mit kurzer Wartezeit.

Vernichten Sie im Garten - besonders in der Nähe des Gemüsegartens - alle kreuzblütigen Unkräuter, sie sind die Futterplätze für Erdflöhe, welche besonders bei trockenem Wetter sehr große Schaden an Kohlgemüse, Rettich und Radieschen verursachen können.

Schutznetze können Möhrenbeete vorbeugend gegen die Möhrenfliege schützen, spätere chemische Bekämpfungsmethoden sind problematisch. Vermeiden Sie die Verwendung von frischem Kompost und Mist am Beet und kombinieren Sie Möhren mit Knoblauch und Schnittlauch.

Die ersten Kartoffelkäfer zeigen sich im Mai an den jungen, gerade aufgegangenen Kartoffelblättern. Sammeln Sie regelmäßig die erwachsenen Käfer und die Larven ein.

Etwa ab Mitte Mai sollten die Porree-, Schnittlauch- und Zwiebelpflanzen regelmäßig auf junge Lauchmottenraupen untersucht und diese eingesammelt werden.

Durch rechtzeitiges Abdecken der Beete mit Kulturschutznetzen kann der Eiablage der Zwiebelfliege vorgebeugt werden. Maden der Zwiebelfliege können Sie mit einem Streugranulat vernichten.

 

Info zu Pflanzenschutzmitteln
Über geeignete Pflanzenschutzmittel informieren wir sie gerne in unserern Pflanzenschutzabteilung in den jeweiligen Gartencentern.

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